gamescom-Vorschau: Vikings: Wolves of Midgard – Diablo Nordic

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thomary
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gamescom-Vorschau: Vikings: Wolves of Midgard – Diablo Nordic

Beitragvon thomary » So 21. Aug 2016, 11:35

„Guck mal, ein Diablo-Klon!“, haben viele geschrien, als Kalypso Games und Games Farm vor einigen Tagen Vikings: Wolves of Midgard ankündigten. Kurz und knapp: Es handelt sich vor allem oberflächlich um ein sehr gewöhnliches Hack&Slay bzw. Action-RPG. Die Frage ist ja immer, wie die Entwickler sich einerseits das Setting ihres Titels zunutze machen und ob es andererseits interessante Gameplayaspekte gibt. Wir haben uns auf der gamescom einen Eindruck vom Spiel im Gespräch mit Ján Turán aus dem Entwicklerteam gemacht.

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Vikings: Wolves of Midgard startet mit einer Hack&Slay typisch oberflächlichen Charaktererstellung – Geschlecht, ein paar Frisuren, und so weiter, so erstellt man sich den persönlichen Recken. Danach macht das Spiel vielleicht wirklich etwas anders als der Großteil mir bekannter Hack&Slays: Ihr müsst euch nicht für eine bestimmte Klasse entscheiden, sondern eure verwendeten Waffen und Skills sind abhängig von eurem gewählten Gott: Dem nordischen Setting entsprechend gibt es da beispielsweise Thor, wodurch ihr mit einem mächtigem Hammer bewaffnet seid.

Während des Spieles habt ihr jederzeit die Möglichkeit, eure ausgerüstete Waffe bzw. den Gott zu wechseln. Konkret bedeutet das fürs Spiel: Wechselt ihr zu einem anderen Waffentyp, wechselt ihr automatisch auch eure Skills. Habt ihr auf dem entsprechenden Skilltree noch nichts gelernt, gibt es außer normalen Angriffen auch keine Angriffe auszuführen. Interessanterweise rüstet man die Skilltrees der einzelnen Götter nicht durch Level-Ups, sondern durch von Feinden gesammeltes Blut auf, sodass euch keine Levelcap daran hindert, eure Fertigkeiten weiter auszubauen, da die Feinde vermutlich respawnen dürften.

Der Storybeginn von Vikings: Wolves of Midgard deckt auch echtes Hack&Slay-Klischée ab: Ihr wacht auf und findet in der Nähe ein von Goblins und Co. zerstörtes Dorf – Euer Held oder eure Heldin macht sich auf, herauszufinden, wer oder was dahintersteckt. Ta-da! Die Progression durchs Spiel ist überaus linear: Es gibt keine gesonderten Haupt- oder Nebenaufgaben, sondern prinzipiell latscht und kämpft ihr euch einfach über die nacheinandergereihten Maps – Zusatzherausforderungen sind das Besiegen bestimmter oder alle Gegner oder das Finden bestimmter Dinge.

Vom grundsätzlichen Aufbau her ist Vikings: Wolves of Midgard also wenig spannende Kost. Genregrößen wie Victor Vran scheinen mir mapbasiertes Gameplay wesentlich spannender zu inszenieren. Davon abgesehen gibt es natürlich auch weitere genretypische Elemente, wie zufällig droppende Runen für die Waffen und Ausrüstung, sowie Handwerke wie Schmiede oder Bootsbauer, die sich im Spielverlauf durch Gold und Ressourcen aufrüsten lassen um euch höherwertige Gegenstände zur Verfügung zu stellen.

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Spielerisch interessant sind noch Auswirkungen der Umwelt auf die Figur – In den verschneiten und eisigen Gebieten wird es euch auch schon mal kalt. Auf Brücken oder im freien Gelände ist man Wind und Kälte noch mehr ausgesetzt, sodass sich bald negative Effekte bemerkbar machen. So gibt es Maps, auf denen man regelmäßig ein Lagerfeuer aufsuchen muss, um nicht zu erfrieren. Ansonsten ist Vikings: Wolves of Midgard das, was ihr von einem (eher simpel gestrickten) Hack&Slay erwartet: Hübsche Karten, viele Gegner... und so weiter.

Etwas skeptisch waren wir alle drei bei der Präsentation anwesenden Redakteure hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades von Vikings: Wolves of Midgard. Die Entwickler machten die Skepsis durch Aussagen à la: „Na und theoretisch könnt ihr auch einfach über die Map rennen“ nicht gerade besser, versicherten aber auch, dass es wohl nur so einfach aussehe und das Spiel durchaus knackige Gegner zu bieten habe. Gesehen haben wir immerhin mehrere Riesen, die in direkten Auseinandersetzunhen tatsächlich schwierig zu besiegen waren und die winzige Spielfigur mit ein paar Schlägen töteten.

Vikings: Wolves of Midgard soll rund 20 Stunden Spielzeit bieten und bringt auch einen lokalen Koop für zwei Spieler mit sich. Der Release ist für Anfang 2017 angesetzt und für PC, PS4 und Xbox One geplant. Bei Steam kann man den Titel bereits vorbestellen.




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