Dust: An Elysian Tail - Wie gut spielt sich Dust auf der PS4?

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Dust: An Elysian Tail - Wie gut spielt sich Dust auf der PS4?

Beitragvon Meykota » Mi 29. Okt 2014, 20:04

Mythen und Legenden bieten häufig die Grundlage für verschiedene Medien. Oft bezieht man sich dabei auf “reale” Mythen, doch was geschieht, wenn man seiner Fantasie freien Lauf lässt? Man schafft ein ganzes Land, ein vollkommenes Universum mitsamt entsprechenden Legenden und mystischen Helden. Genau das haben auch die Jungs von Humble Heart getan und präsentieren mit Dust: An Elysian Tail ein ganz besonderes Abenteuer. Ob sich der Blick in die PS4-Fassung lohnt? Wir verraten es euch in unserem Test.

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Einst in einem fernen Land…

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Gern bieten asiatische Mythen die Grundlage für verschiedene Spiele. So ist auch das weit entfernte Land Falana an Asien angelehnt. Ihr selbst schlüpft dabei in die Rolle von Dust, der zu einem legendären Helden werden wird, dummerweise jedoch all seine Erinnerungen verloren hat. Deswegen lautet das erste Ziel der Reise: “Wer bin ich?”

Während Dust auf einer Lichtung zu sich kommt, gesellt sich ein magisches, sprechendes Schwert zu ihm, ebenso wie ein fuchsartiger Dämon namens Fidget. Beide wollen Dust dabei helfen, seine Erinnerungen wieder zu erlangen und gleichzeitig für Recht und Ordnung sorgen. Auf seinen Reisen trifft Dust selbstverständlich auch noch andere NPCs, die häufig auch eine Quest für euch bereit halten. Im Übrigen solltet ihr mit jeder Figur sprechen, die ihr trefft, denn das gibt ordentlich Erfahrungspunkte.

Das Schöne an der Geschichte von Dust: An Elysian Tail ist, dass sie sich nach und nach entfaltet und man gemeinsam mit dem Helden die Geheimnisse von Falana entdeckt und dabei gleichermaßen einige finstere Machenschaften der Vergangenheit aufdeckt. Hierbei denken wir ganz gern an die Mondblütigen, die von ihrem rechtmäßigen Platz verdrängt wurden…



Ist das für Kinder?

Wer einen Blick auf die Grafik von Dust: An Elysian Tail wirft, wird sich vor allem eines fragen: Ist das hier ein Spiel für Kinder? Zumindest von der Geschichte und auch vom Gameplay her kann man definitiv davon ausgehen, dass Kinder eher weniger damit anfangen können, doch wenn man sich die Grafik besieht, fragt man sich doch.

Doch nicht nur die Level sind sehr liebevoll gestaltet, auch die einzelnen Figuren und Charaktere wirken als wären sie direkt aus den früheren Zeiten von Disney entsprungen. Zwar könnte Dust auch für Kinder geeignet sein, doch gerade die tiefgehende Story und die doch zum Teil schwierigen Aufgaben würden ein Kind wohl eher in die Verzweiflung treiben.

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Aufgaben soweit das Auge reicht

Wir würden Dust: An Elysian Tail als eine Art offene Welt beschreiben, da man die einzelnen Orte immer wieder aufsuchen kann, um beispielsweise Schatzkisten zu finden oder das Gebiet zu 100 % zu entdecken. Ansonsten jedoch läuft alles in 2,5 D ab, was jedoch keineswegs schlimm ist, sondern seltsamerweise für eine ungeahnte Atmosphäre sorgt.

Wer keine Lust mehr hat, die Gebiete zu erkunden, sollte die verschiedenen Städte, bzw. Ortschaften besuchen, denn hier wartet immer der eine oder andere knuffige Dorfbewohner mit einer entsprechenden Quest für euch. Allerdings braucht ihr hier nichts Besonders erwarten, denn es handelt sich um die klassischen RPG-Quest: Hol mir das, geh dahin, bring das dorthin, bring das und das um usw.

Ein wenig schade ist, dass bei den vielen Quests irgendwie die Übersicht fehlt. Man hat zwar ein Questbuch, wo man alle Quests nachschlagen kann und erfährt, was man zu tun hat, aber so wirklich hilfreich ist das nicht. Oftmals steht man dann nämlich trotzdem da und fragt sich, was man nun eigentlich ganz genau zu tun hat. Hier wäre eine bessere (vercasualisierte) Möglichkeit der Questansicht etwas besser gewesen. Wer allerdings nicht auf die klassischen Quests steht, kann diese auch links liegen lassen und stattdessen den Händlern helfen, denn diese brauchen hin und wieder auch verschiedene Waren.

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Waffen oder Gegner?

Wir haben bereits von dem magischen, sprechenden Schwert gesprochen, das Dust zufällig trifft. Und genau dieses ist eure Waffe. Ihr könnt damit verschiedene Angriffe vollführen und somit eure Gegner in die Schranken weisen. Wer eher auf Flächenangriffe steht, sollte unbedingt auf die Hilfe von Fidget hoffen, denn in Verbindung mit ihrem Spuckangriff und eurer Wirbelwindattacke könnt ihr ganze Feuerstürme auf eure Gegner los lassen.

Während sich Dust: An Elysian Tail ansonsten jedoch wie ein Rollenspiel der klassischen Art spielt, läuft es im Kampfsystem zu Hochtouren auf, denn hier verwandelt sich das Ganze eher in ein Hack & Slay, wenn man es so will: Viele Gegner, mächtige Angriffe. Erkennt ihr den Zusammenhang? Und das macht jede Menge Spaß, also sich durch die vielen Gegner zu schlachten, auf dem Weg zum mysteriösen Helden von Falana.

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Asia meets Disney meets Music

Neben der wunderschönen Grafik kann man sich auch in der Musik von Dust: An Elysian Tail verlieren, denn diese ist sehr schön komponiert und auch immer sehr passend zur Szenerie. Hier wurde ganze Arbeit geleistet.

Im Übrigen ist Dust mit einer englischen Tonspur versehen wurden, während jedoch alle Texte und Menüs auf Deutsch sind. Ihr könnt der Geschichte also problemlos folgen. Ansonsten lässt sich kaum was am Spiel aussetzen, nicht einmal das Kantenflimmern ist dramatisch, oder die Clippingfehler, die dem ungeübten Auge wahrscheinlich nicht einmal auffallen werden. Dennoch wäre eine deutsche Tonspur schön gewesen, ebenso wie ein bisschen mehr Abwechslung bei den Quests und Aufgaben oder auch im Gameplay selbst.

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Ist Dust DER mystische Held?

Dust: An Elysian Tail ist auf jeden Fall einen Blick wert. Gerade die Geschichte kann überzeugen und reist in ungeahnte Tiefen, da sollte sich der Titel keineswegs verstecken. Aber auch die Grafik und der Soundtrack können überzeugen und entführen uns in Gefilde, die doch ganz gern an Walt Disney und seine früheren Zeichentrickfilme erinnern.

Schade ist es lediglich, dass das Spiel zwar einen großen Umfang aufweist, jedoch viele Quests nach dem typischen RPG-Muster ablaufen. Auch sonst kann Dust mit nicht allzu viel Abwechslung aufwarten, hier hätten wir uns ein bisschen mehr gewünscht. Liebhaber von kleinen Perlen werden jedoch vollends auf ihre Kosten kommen, denn niemand sollte einen Bogen um Dust: An Elysian Tail machen, das uns in ein weit entferntes Land namens Falana entführt.

Pro Contra
+ Sehr schöne Umgebung und Charaktere - Leichte Clippingfehler
+ Tiefgehende Geschichte - Leichtes Kantenflimmern
+ Interessantes Setting - Gameplay weist generell kaum Abwechslung auf
+ Passend komponierter Soundtrack - Wenig Übersicht bei den Quests
+ Viele Quests und Sammelaufgaben... -... die jedoch kaum Abwechslung bieten


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Technik: 84
  • Grafik: 90
  • Sound: 87
  • Umfang: 90
  • Gameplay: 70
  • KI: 85

Spielspaß: 80
  • Story: Wir erhalten eine schöne Geschichte, die sehr tiefgründig ist.
  • Frustfaktor: Ein solcher Faktor ist uns bei Dust: An Elysian Tail tatsächlich nicht begegnet.
  • Wiederspielwert: Eher unwahrscheinlich.
  • Design/Stil: Im Stil mischt sich Walt Disney mit asiatischen Techniken. Sehr schön.
  • Musik: Die Musik ist passend komponiert und erinnert stellenweise auch wieder an Disney.
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