The Hungry Horde im Test - Zombie-Apokalypse der anderen Art für unterwegs?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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The Hungry Horde im Test - Zombie-Apokalypse der anderen Art für unterwegs?

Beitragvon Meykota » Do 6. Nov 2014, 15:38

Zombies sind ja aktuell immer noch hoch im Kurs, doch in den wenigsten davon werdet ihr selbst zum Zombie und führt die Invasion aus. Viel eher ist es in den sonstigen Zombiespielen eure Aufgabe, die Untoten zu vernichten und sie davon abzuhalten, die Menschheit auszulöschen. Wer allerdings einmal die andere Seite betrachten möchte und sich einem Rennen die Zeit stellen will, der ist bei The Hungry Horde für die PlayStation Vita auf jeden Fall richtig, hoffen wir zumindest. Wie sich das Ganze spielt, verraten wir euch in unserem Test.

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Gehiiiiiirne!

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Wer es schon vermutet hat, ist definitiv auf dem richtigen Weg: In The Hungry Horde steuert ihr zu Beginn immer zwei Zombies, die sich an Menschen gütlich tun, um zu wachsen. Mit jedem Menschen, den ihr einsammelt, wächst eure Horde und wird somit wesentlich gefährlicher für die Menschheit. Doch das Schlimme an der gesamten Menschheit ist der schrecklich hohe Überlebenswille.

Und genau aus diesem Grund beginnt bereits kurz nach dem Start eines Levels die Zeit herunterzuzählen. Wird die Null erreicht, fliegt das Ganze in die Luft und das war’s mit eurer Invasion. Sonderlich nett ist das nicht, schließlich sind Zombies ja auch nur Menschen, oder waren, je nachdem. Und wenn man nicht will, dass die Invasion vorbei ist, muss man sich beeilen und möglichst viel Zeit schinden, wie das geht, verraten wir euch gleich noch.

Ganz so gut ist das mit der Zeit aber nicht gelöst, da man so wirklich ständig unter ziemlich heftigem Zeitdruck steht und somit auch häufig keine Zeit hat, sich mal die Gegend anzugucken, Gehirne zu sammeln, mehr Minispiele zu finden oder die Horde wirklich sinnvoll zu erweitern. Auf diese Weise kann man nur das erledigen, was wirklich auf dem Weg liegt und das ist oft ziemlich wenig.

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Sogar Solid Snake ist mit von der Partie.


Die Sache mit der Zeit

Zu Beginn des Levels stehen euch 60 Sekunden zur Verfügung, das ist wirklich nicht sonderlich viel, aber durch verschiedene Möglichkeiten könnt ihr eure Zeitanzeige ein bisschen nach oben drehen. Wenn ihr beispielsweise einen Menschen mit dem Zombievirus infiziert, so erhaltet ihr anderthalb Sekunden hinzu, nicht sonderlich viel, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ein bisschen mehr gibt es da schon, wenn ihr ein Minispiel möglichst gut abschließt, da können euch schon einmal ganze fünf Sekunden erwarten.

Ansonsten bekommt ihr ein paar Sekunden hinzu, wenn ihr einen Checkpoint erreicht - das ist jedoch unglaublich schwankend und kann zwischen 45 und acht Sekunden variieren. Ihr solltet euch also nicht darauf verlassen, dass euch die Checkpoints wirklich allzu viel Zeit ermöglichen. Zudem der Name Checkpoint hier auch nicht ganz richtig ist, denn es ist nicht als Zwischenspeicherpunkt zu verstehen wie in anderen Spielen. Es ist eher eine Station, die ihr erreichen müsst - werdet ihr am Ende ausgelöscht, bringen euch die Kontrollpunkte auch nichts.

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Nach jedem Minispiel gibt's 'nen Regenbogen.


Untote Minispiele

Wir sprachen bereits von verschiedenen Minispielen, die euch dabei helfen sollen, noch ein bisschen Zeit auf euer Zeitkonto zu bekommen. Um ein Minispiel innerhalb des Hauptspiels zu starten, müsst ihr in einem Level große weiße Geschenkboxen finden. Öffnet ihr eine dieser Kisten, so wird euch ein zufällig ausgewähltes Minispiel geboten.

Hierbei reicht das Arsenal an Minispielen von Conga Zombies, einem Snake-ähnlichen Spiel, über Zombat, bei dem ihr in die Rolle eines zombietötenden Soldaten schlüpft, bis hin zu einem Minispiel, in dem ihr der Zombievirus seid und versuchen müsst, so viele rote Blutkörperchen wie möglich zu infizieren. Wer jedoch nicht sonderlich auf Zufälle steht, kann gern auch über das Hauptmenü eines der Spiele auswählen. Diese Müssen jedoch vorher freigeschaltet werden.

Ihr schaltet die Spiele im Hauptmenü frei, in dem ihr im Laufe des Hauptspiels genügend Punkte sammelt, um ein Stickertütchen zu erhalten. Jep, richtig gelesen: Eine eurer Aufgaben besteht darin, euer Stickeralbum, das nicht von Panini kommt, vollzubekommen. Glitzerkarten schalten dabei verschiedene Spiele oder Extras frei.

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Und sonst so?

Die Zombies erinnern an Figuren aus Minecraft, nur eben als Zombies. Besonders hübsch ist das nicht, aber immerhin kreativ. Aber damit hört das Ganze auch schon auf. Die Level sind leider größtenteils verdammt unübersichtlich, sodass man ziemlich oft in die Röhre guckt, wenn man plötzlich vor einer Sackgasse steht. Leider kommt es hin und wieder auch zu Framerateeinbrüchen, wodurch das Spiel stellenweise ziemlich stark ruckelt. Zudem braucht es ziemlich lange, um zu laden. Das beginnt schon am Anfang, wenn man auf das Startmenü wartet, sehr schade.

Ein weiteres Problem ist die Zeit selbst, wie schon erwähnt. Ja, es ist ein Zeitspiel, aber das bedeutet noch nicht, dass es auch unfair sein soll. Ein wenig mehr Zeit wäre schön gewesen, aber eben im Mittelmaß. Noch dazu wenn man bedenkt, dass es nur auf der PlayStation Vita verfügbar ist, auf der man ganz gern eine Runde spielt, auch wenn man nicht so viel Zeit hat. Schon schade, wenn es dann manchmal nach wenigen Sekunden vorbei ist.

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Die neue Apokalypse?

The Hungry Horde verfolgt ein interessantes Konzept, bei dem es um das Überleben der Zombiehorde geht. Leider steht sich und uns die Zeit dabei viel zu sehr im Weg als dass es wirklich viel Spaß machen würde. Zwar sorgen die somit kurzen Level dafür, dass man es immer mal wieder versucht, aber so richtig zum “Spielen” kommt man eher seltener, gerade weil das Zeitproblem dafür sorgt, dass man sich nicht in Ruhe umschauen kann. Schade, wir hatten uns nach der Ankündigung ein bisschen mehr erhofft.

Dafür punktet The Hungry Horde mit einer ganzen Latte witziger Minispiele, bei denen man beispielsweise als Zombie in die Rolle eines Soldaten schlüpft, der Zombies abknallt. Das ist genauso witzig wie sonstige Humor des Spiels. Für Zwischendurch ist der Titel schon zu empfehlen, was jedoch auch wiederum den Frustfaktor erhöhen kann, wenn ein Level schon nach kurzer Zeit vorbei ist. Vielleicht hätte man hier dennoch auf sinnvoll gesetzte Speicherpunkte zurückgreifen sollen.

Pro Contra
+ Intuitive Zombieapokalypse - Sehr hoher Zeitdruck
+ Witzige Minispiele - Framerateeinbrüche
+ Sticker zum Sammeln - Sehr hoher Frustfaktor
- Lange Ladezeiten
- Keine Erkundungsmöglichkeiten


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Technik: 66
  • Grafik: 50
  • Sound: 70
  • Umfang: 76
  • Gameplay: 83
  • KI: 50

Spielspaß: 70
  • Story: Im Grunde geht es darum, als Zombiehorde zu überleben und die Menschheit auszulöschen.
  • Frustfaktor: Da es ein Spiel gegen die Zeit ist, gibt es auch den Frustfaktor, der manchmal ganz schön nervig sein kann.
  • Wiederspielwert: Da die meisten Level in der Regel sehr schnell zu Ende sind, ist die Motivation recht hoch, es immer mal wieder zu probieren.
  • Design/Stil: Im Grunde erinnern die Figuren stark an Minecraft.
  • Musik: Hm, was soll man da groß sagen? Es ist eine Zombieapokalypse mit entsprechenden Geräuschen - Schüsse, Stöhnen und Schreie.
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