Arcana Heart 3 Love Max!!!!! im Test - Wie gut ist die Mädchenpower im Prügelspiel für PS3?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Arcana Heart 3 Love Max!!!!! im Test - Wie gut ist die Mädchenpower im Prügelspiel für PS3?

Beitragvon Meykota » Mi 19. Nov 2014, 17:25

Arcana Heart ist vor allem für Fans japanischer Spiele keine unbekannte Größe und wer auf Prügelspiele steht, der wird hier auch genau an der richtigen Adresse sein. Doch ist das Prügelspiel, das nur weibliche Kämpfer im Raster hat, wirklich etwas für jeden oder werden sich eher Otakus daran erfreuen? Wir werfen in unserem Test einen Blick auf die PlayStation 3 Fassung von Arcana Heart 3 Love Max!!!!!! und verraten euch, ob ihr einen Blick riskieren solltet.

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Glitzersteine *-*

Die Story von Arcana Heart 3 Love Max!!!!! ist recht schnell zusammengefasst: Im Grunde geht es darum, dass die Kriegerin Scharlachrot sogenannte Celestial Stones sammelt, um damit Japan und die Welt zu zerstören. Die Gute scheint auch ein psychisches Problem zu haben, das bekommt man mit, während in der Story immer mal wieder kurze Sequenzen mit ihr auftauchen. Nun hat man sechs Tage Zeit, um Scharlachrot und somit die Vernichtung von Japan zu stoppen.

Auf eurem Weg also, um Scharlachrot zu stoppen, werdet ihr verschiedenen anderen Kämpferinnen begegnen, die für oder gegen Scharlachrot sind, allerdings endet es immer in einem Kampf, was nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Aber sei’s drum. Schließlich geht es darum, mit einem Mädchen andere Mädchen zu verprügeln, das ist die Hauptsache. Aber immerhin ist es nett, dass es sowas wie eine Story gibt. Zur KI lässt sich im Übrigen sagen, dass die Mädchen wirklich manchmal wissen, wie sie ihre Waffen einsetzen. Also: Gut trainieren und nochmal versuchen!

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Meine Mädels lob’ ich mir!

Das interessante an Arcana Heart 3 ist, dass man wirklich nur Frauen im Kader hat, die mit unterschiedlichen Kampfstilen und Arkaner Unterstützung daherkommen. Insgesamt stehen euch 23 verschiedene Kämpferinnen zur Wahl, die sich beispielsweise auf Faustkampf oder Fernwaffen spezialisiert haben, was das Ganze sehr abwechslungsreich macht. Aber nicht nur die Kampfstile sind abhängig von der jeweiligen Kämpferin, sondern auch die Tastenbelegung, denn hier greift mal nicht das typische “Kennste einen, kennste alle”-Prinzip, was bei ähnlichen Spielen häufig der Fall ist.

Ein Beispiel gefällig? Während Weiß auf L2 lediglich ihre Angriffe verstärkt, vollführt Angelina mit genau derselben Taste wahnsinnig mächtige Attacken. Das macht das Ganze interessant und führt einen nicht dazu, einfach die Tastenkombinationen auswendig zu lernen. Allerdings gibt es dann doch einige Kombinationen, die man auch bei anderen Reihen findet. Hier wäre beispielsweise das beliebte Greifen auf X und Viereck zu nennen, was auch in Arcana Hearts 3 nicht fehlt.

Besonders faszinierte uns die Grafik, die einen in längst vergangene Zeit entführt. Ich musste sofort an einen alten N64-Titel namens Rakuga Kids denken, der mit einem ähnlichen Prinzip daherkam. Die Grafik des eigentlichen Kampfes erinnert eher an eine alte Spielhalle, wobei jedoch die einzelnen Stages und Charaktere nicht im Detail zu unterschätzen sind. Gleichzeitig bieten euch die beiden Ränder der Arena einen Blick auf die Kämpferinnen, die dort mit entsprechenden Anime-Bildern platziert wurden. Aber das sind nicht nur irgendwelche Bilder, denn diese hier verändern sich entsprechend der Figuren. Habt ihr beispielsweise Clarice besiegt, so wird sie heulend auf ihrem Rand angezeigt. Zudem verfügt jede Kämpferin über eine eigene Sequenz, wenn sie die Arena betritt, was auch sehr gut zum Gesamtkonzept passt.

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Ich kämpf’ mir ‘nen Wolf

Steuerungstechnisch braucht sich Arcana Heart 3 keineswegs zu verstecken. Im Gegensatz zu anderen Spielen dieser Art wie beispielsweise Street Fighter oder Soul Calibur lassen sich die Figuren sehr leicht steuern und reagieren sehr schnell auf die einzelnen Eingaben. Die Kämpferinnen wirken an keiner Stelle schwerfällig, sondern leicht und gut steuerbar. Nur sollte man sich, wie bei jedem Prügelspiel, die Tastenkombinationen der einzelnen Kämpferinnen anschauen, denn so ganz klar ist das immer nicht genau, wann man welchen Angriff auslöst. Hier hätte ein wenig mehr Klarheit reingemusst.

Neben der Story gibt es im Übrigen verschiedene andere Modi, bei denen ihr zum Beispiel verschiedene Aufgaben gestellt bekommt oder ihr in einer Endlosschleife an Gegnern überleben müsst. Das sorgt im Übrigen für Abwechslung, da ihr nicht gezwungen seid, die Arcana der jeweiligen Kämpferin zu wählen. “Hä? Arcana? Wovon wird hier jetzt gesprochen??” Jede Kämpferin verfügt über eine eigene Arcana, also ein Wesen, das einen im Kampf unterstützt. Und diese Wesen wiederum sind den arkanen Klassen aus dem Tarotkartenset zugeordnet. Und jede dieser Arcana bringt auch unterschiedliche Fähigkeiten und Angriffe (was für Angriffe!!!!!) mit, die stellenweise ganz schön übertrieben sind, aber dafür sorgen, dass eure Gegnerin ganz schnell zu Boden geht.

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Visual Novel meets Beat’em Up

Die einzelnen Cutscenes zwischen den Stages und Kämpfen sind im Visual Novel Stil gehalten, sodass ihr immer die entsprechenden Animebilder der beteiligten Kämpferinnen seht, die sich dann je nach Stimmung auch ändern. Das ist gut gelöst und lockert das Ganze ein wenig auf, sodass es eben nicht immer nur ums Kämpfen geht. Ein bisschen schade sind da eher nur die verschiedenen Sprachen. Das Spiel selbst wurde mit englischen Texten versehen, was ganz in Ordnung ist, da man der Story relativ leicht folgen kann, aber sie im Grunde auch nicht braucht, wenn man nur kämpfen will. Die Figuren selbst allerdings sprechen Japanisch, was nicht weiter tragisch wäre, wenn sie sich nicht jedes Mal vor und nach einem Kampf kurz auf Japanisch unterhalten würden. Was daran schlimm ist? Für diese kurzen Abschnitte gibt es keine Untertitel. Sie könnten sich also witzige Wortgefechte liefern und wir würden eher den Großteil nicht verstehen.

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Reicht’s für den Prügelolymp?

Arcana Heart 3 ist ein sehr solider Prügeltitel, der mit einer witzigen Darstellung und zudem mit den richtigen Argumenten. Es bietet eine interessante Story, die mit der Vernichtung und der Rettung Japans zu tun hat und poliert das Ganze mit interessanten Kämpferinnen auf. Besonders angetan hat es uns der grafische Stil des Spiels, denn dieser lässt uns in alten Erinnerungen schwelgen und erfreut gleichzeitig unser Otakuherz.

Auch technisch macht der Titel eine solide Figur, auch wenn ein wenig an der Sprache hätte gedreht werden können, denn manche japanischen Texte verfügen über keine Untertitel. Im Besonderen lassen sich die einzelnen Figuren sehr leicht steuern und scheinen nicht so schwerfällig zu sein wie es in ähnlichen Spielen der Fall ist. Wir können Arcana Heart 3 Love Max!!!!! jedem ans Herz legen, der prinzipiell auf Prügelspiele dieser Art steht und dem es nichts ausmacht, auch mal ein paar vollbusige, langbeinige… ähm… gut trainierte Kämpferinnen über das Schlachtfeld zu jagen. Wir sprechen ganz klar eine Empfehlung aus.

Pro Contra
+ Sehr interessanter Grafikstil - Manchmal fehlen Untertitel
+ Gut durchdachte Kämpferinnen - Gesprochenes nur auf Japanisch verfügbar
+ Kämpferinnen unterscheiden sich - Tastenbelegung nicht immer klar
+ Erinnerungen an früher werden wach - Manchmal leicht zu knackiger Schwierigkeitsgrad
+ Sehr gute Steuerung
+ Witzige Animationen


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Technik: 79
  • Grafik: 83
  • Sound: 70
  • Umfang: 80
  • Gameplay: 85
  • KI: 75

Spielspaß: 83
  • Story: Ja, Arcana Heart 3 Love Max!!!!! verfügt über eine Story, die mit der Vernichtung und Rettung Japans zu tun hat.
  • Frustfaktor: Manchmal kann es in der Story zu starken Gegnern kommen, aber da hilft ein bisschen Training und die Sache ist geritzt.
  • Wiederspielwert: Dank der netten Mädchen dürfte man dieses Spiel immer mal wieder einlegen und sich eine Runde um die Ohren schlagen.
  • Design/Stil: Stilistisch steckt Arcana Heart 3 jedes andere Spiel in die Tasche, denn es ist eine Mischung aus Arcadehallenstil und Anime.
  • Musik: Zur Musik lässt sich nicht viel sagen, sie passt eben ins Konzept.
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