Hazumi für 3DS im Test - Kleiner Puzzle-Flipper für unterwegs?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Hazumi für 3DS im Test - Kleiner Puzzle-Flipper für unterwegs?

Beitragvon Meykota » So 25. Jan 2015, 16:55

Besonders für Handhelds sind kleinere Titel mit kurzen Leveln und einem relativ einfachen Ansatz bestens geeignet, da man so problemlos unterwegs einige Level meistern kann. Die Jungs von EyeCancer haben für den Nintendo 3DS ein kleines Spiel entwickelt, das den Gedanken der Flipperautomaten in einem etwas anderen Licht darstellt. Wie sich der kleine Puzzle-”Shooter” namens Hazumi in unserem Test schlägt, verraten wir euch.

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Flipper für unterwegs, nur anders

Man könnte Hazumi als Roll & Jump bezeichnen, denn ihr schlüpft in diesem Titel nicht in die Rolle einer niedlichen, quirligen Nintendo-Figur, sondern übernehmt ihr die Kontrolle über einen kleinen Flipperball. Dieser muss sich durch verschiedene Level springen und dabei verschieden farbige Blöcke zerschießen. Dabei ändert sich jedoch stets die Farbe der Blöcke, doch ihr müsst darauf achten, dass euer Ball auch die richtige Farbe habt - dafür gibt es diverse Farbwechselblöcke, die euch die geforderte Farbe verleihen. Doch lasst euch nicht zu viel Zeit damit, nach den Farben und Blöcken zu gucken, denn eure Zeit entscheidet am Ende darüber, wie viele Sterne ihr für das Level bekommt. Drei gibt es maximal pro Level. Außerdem ist es auch wichtig, dass ihr Sterne sammelt, um weitere Level freizuschalten.

So viel zur Einleitung. Insgesamt gibt es übrigens 250 Level. Leider gibt es keinerlei Tutorial, sodass ihr euch ganz allein mit den verschiedenen Mechaniken auseinandersetzen müsst. Das geht zwar, da vieles logisch ist, aber eine gewisse Übersicht wäre schon schön gewesen. Vor allem da sich im späteren Spielverlauf neue Spielmechaniken offenbaren, deren Funktionen ihr meist schmerzhaft selbst herausfinden müsst. An sich ist das Konzept und auch die Idee nicht gut, doch es wäre auch nicht verkehrt, wenn das Spiel den Spieler für eine gewisse Zeit an die Hand nehmen könnte.

Hazumi wird jedoch leider auch viel zu kompliziert, sodass man bereits bei den ersten Leveln ins Schwitzen gerät. Das mag zwar mal eine gute Abwechslung sein, ist aber für unterwegs nicht sonderlich gut geeignet. Außerdem ist die Zeit manchmal viel zu knapp bemessen, in der man die Steine zerschießen soll, auch wenn durch jeden Stein eine gewisse Zeitspanne hinzugerechnet wird. Sodass man gerade unterwegs eher unter Frust statt Spaß leidet. Sehr schade, vielleicht hätte man sich hier etwas anderes überlegen sollen.

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Menüführung, anyone?

Etwas irreführend ist auch die Menüführung und die Tastenbelegung. Ihr bestätigt im Prinzip alles sowohl mit A als auch mit B, was wiederum untypisch für Nintendo-Spiele ist. Unterbrechen könnt ihr das laufende Spiel dann übrigens entweder mit Start oder mit B, über das Haussymbol könnt ihr dann wieder zum Startmenü zurückkehren. Schade ist, dass auch hier wieder komplett gar nichts erklärt wird.

Habt ihr euch entschlossen, ein Level zu wiederholen, da ihr noch nicht alle Sterne erhalten habt, wird es etwas schwieriger. Beendet ihr nämlich das Level, das ihr wiederholt habt, möchte das Spiel, das ihr direkt das nächste Level weitermacht, auch wenn ihr dort bereits drei Sterne habt und nur noch einmal zurückgegangen seid. Ihr kommt nach dem Beenden des zu wiederholenden Levels zwar in einen Bildschirm, der so aussieht, als könnte man dort per Digipad nach rechts oder links gehen, aber das macht das Spiel nicht, sodass ihr gezwungen seid, das nächste Level zu starten und es direkt wieder abzubrechen. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden, möglicherweise sollte auch eine Art Tutorial und Hilfetexte eingefügt werden.

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Bau ich mir mein Level eben selbst!

Wer mit den vorgegebenen Leveln unzufrieden ist, der wird seinen Spaß vielleicht im Leveleditor finden. Wie es der Name schon verrät, könnt ihr im Leveleditor eure ganz eigenen Level basteln. Selbstverständlich stehen euch dabei auch alle Elemente aus den vorgegebenen Leveln zur Verfügung, sodass ihr euch hier wirklich komplett austoben könnt. Über das Digipad könnt ihr dabei die verschiedenen Elemente auswählen, die ihr mit A dann platzieren könnt. Mithilfe des Sticks könnt ihr wählen, wo genau im Spiel euer Element platziert werden soll.

Das ist zwar auch alles ziemlich cool, aber ohne Tutorial ist es hier notwendig, dass ihr euch wirklich selbst damit auseinandersetzt und einfach mal auf gut Glück etwas versucht. Schade ist das vor allem dahingehend, da die Steuerung wirklich nicht immer ersichtlich ist. Dafür könnt ihr bis zu 30 eigene Level kreieren, speichern und selbst spielen. Hazumi hat wirklich viel Potential, nutzt es aber leider nicht aus.

Musikalisch und auch soundtechnisch orientiert sich der Titel übrigens an bekannten Melodien und erfindet das Musikrad keineswegs neu, muss es aber auch nicht.

Und, Hazumi für zwischendurch?

Hazumi verfolgt ein interessantes Konzept und ist für unterwegs oder für zwischendurch sicher bestens geeignet, leidet jedoch unter einem tutorialfreien Start, der besonders am Anfang den Spielspaß trübt, da bestimmte Steuerungen einfach nicht erklärt werden, ebensowenig wie diverse Gameplay-Elemente. Hier haben die Entwickler wirklich viel Potential verschenkt, da Hazumi an sich wirklich mal eine frische Idee in die Welt der Casual-Jump-and-Runs bringt, leider mangelt es wirklich an Erklärungen, sodass man gezwungen ist, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen. An sich ist das nicht schlimm, aber wenn man den Titel unterwegs spielen möchte, ist das eher weniger gut geeignet.

Puzzlefreaks kommen allerdings wohl voll auf ihre Kosten, da Hazumi nicht nur über einen eigenen Leveleditor, sondern auch über 250 knifflige Level verfügt, die euch garantiert an die Grenzen treiben werden, da der Schwierigkeitsgrad bereits sehr früh im Spiel rapide ansteigt.

Pro Contra
+ Interessantes Konzept - Leider fehlen Tutorials oder Hilfetexte
+ Für unterwegs geeignet - Menüführung ist arg irreführend
+ Umfangreicher Leveleditor - Schwierigkeitsgrad steigt zu schnell an
+ 250 Level - Level zum Teil unübersichtlich


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Technik: 62
  • Grafik: 65
  • Sound: 75
  • Umfang: 95
  • Gameplay: 55
  • KI: 20

Spielspaß: 65
  • Story: Eine Story gibt es nicht, dafür müsst ihr verschiedene bunte Blöcke zerschießen.
  • Frustfaktor: Definitiv vorhanden, da die Level zum Teil unübersichtlich sind und entsprechende Erklärungen für Spielelemente fehlen.
  • Wiederspielwert: Dank kurzer Level wird man vor allem unterwegs wohl hin und wieder eine Runde spielen.
  • Design/Stil: Grafisch orientiert sich das Ganze an eher simplen Puzzlespielen.
  • Musik: Erfindet das Musikrad keineswegs neu, muss es aber auch nicht.

Informationen zum Testgerät
Plattform: Nintendo 3DS
Version: Standard
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 4 Jahre
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