Batman Arkham Orgins: Blackgate im Test - Verbrecherjagd auf dem 3DS

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Sib
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Batman Arkham Orgins: Blackgate im Test - Verbrecherjagd auf dem 3DS

Beitragvon Sib » Do 5. Feb 2015, 18:13

„Ich bin Batman!“, diesen Satz dürften die meisten mindestens einmal in ihrem Leben gehört haben. Die Rede ist von Batman, dem Superhelden verkörpert von Bruce Wayne (oder auch von anderen). Seit Nolans Filmtrilogie ist die Fledermaus wieder so bekannt wie eh und je, was auch Videospiele mit sich zog. Mit „The Dark Knight“ gab es kein Spiel zum Film, sondern etwas später folgte eine eigene Spielereihe, die man als Arkham-Reihe bezeichnet. Während die Heimkonsolen und PCs drei Ableger bekamen, haben die PS Vita und der Nintendo 3DS mit Batman Arkham Origins: Blackgate ihr erstes Spiel zu dieser Reihe bekommen. Ob die Verbrecherjagd auch unterwegs auf dem 3DS klappt, verrät euch der nachfolgende Test.

Blackgate, nicht Arkham
Auch wenn das Spiel Batman: Arkham Origins eigentlich nicht zur Arkham Trilogie gehört, so erzählt es den Beginn einiger Schurken und der Wiedereröffnung der Anstalt Arkham. Dieses Spiel hingegen dreht sich vermehrt um das Blackgate Gefängnis, spielt streng genommen nach den Ereignissen von Batman: Arkham Origins. Die drei großen Schurken Black Mask, der Pinguin und der Joker haben das Gefängnis eingenommen und halten es unter ihrer Kontrolle.

Nun liegt es am Dunklen Ritter das Gefängnis wieder unter seine Kontrolle zu bringen, dabei hilft ihm Catwoman, die in ihrem Spiel die Fledermaus zum ertsen Mal trifft. Mehr sei an dieser Stelle nicht erzählt, nur das die Story einen kleinen Twist aufweist und genau wie Batman Arkham Origins auf eine bestimmte Gruppe hinweist, zu der man in naher Zukunft bestimmt noch was erfahren wird (ein Kinofilm ist schon in Planung dazu)...

Die Story wird durch Cutscenes vorangetrieben, die im Comic Stil gehalten sind. Abgerundet wird das Ganze durch die ganzen Synchronsprecher, so wird Batman z.B. von Roger Craig Smith gesprochen, der auch Chris Redfield aus Resident Evil und Ezio aus Assassins Creed seine Stimme leiht. Eine deutsche Synchro gibt es nicht, aber die Cutscenes sind alle untertitelt, sodass man gut versteht, was gerade gesprochen wird.

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Drei Schurken, ein Gefängnis: Der Pinguin, der Joker und Black Mask


Wer will zuerst?
Im Gegensatz zu seinen großen Brüdern ist Blackgate kein Open World Titel, viel mehr geht es in Richtung Metroidvania. Also eine Mischung aus Metroid und Castlevania, man sucht in einem großem und verschachteltem Gebiet nach neuer Ausrüstung, um damit neue Gebiete erreichten zu können. Oft hat man dazu eine Karte parat, die einem ansatzweise hilft.

Hier hat man eine gewisse Freiheit, sodass man sich entscheiden kann, in welcher Reihenfolge man die drei Oberschurken besiegt. Bis auf einige Cutscenes ändert sich dabei aber auch gar nichts, daher ist der Wiederspielwert von Anfang an recht klein gehalten. Auch die Karte, die auf dem Touchscreen angezeigt wird, hilft wenig. Diese wird von oben angezeigt, sodass man keinerlei Gefühl für die verschiedenen Etagen hat und oft raten muss, wo etwas ist oder man gerade hin muss. Daher ist es von Vorteil, sich selbst eine eigene Karte anzulegen, denn verlaufen wird man sich dort oft.


Wozu braucht man Schusswaffen?
Ein Bestandteil des Spieles ist der Kampf, der Freeflow wurde zum Teil der anderen Arkham Spiele übernommen, sei es das Ausweichen, das Kontern oder der flüssige Ablauf. Dagegen steht aber ein großer technischer Makel, oft kommt es dazu, dass die Tasteneingaben nicht erkannt werden, so muss man bestimmte Tasten für Aktionen drei, viermal drücken, damit das Spiel dies überhaupt erkennt und umsetzt. Dies kann vor allem bei den Bosskämpfen sehr frusten, da diese zum Teil schon fast unfair agieren und selbst die Physik paradoxerweise ignorieren. Auch außerhalb des Kampfes ist dieses Problem vorhanden, selbst wenn einem angegeben wird, was man drücken soll, so erkennt das Spiel die Eingabe nicht immer auf Anhieb.

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Batman muss mit Catwoman arbeiten, ob sie gutes im Schilde führt?


Wer suchet, der findet
Außer den Prügeleinlagen hat man damit genug zu tun, das Gefängnis zu erkunden und allerlei Sachen zu finden, so kann man vier weitere Batman Suits finden, die einem bestimmte Fähigkeiten zukommen lassen. Dazu muss man aber erst alle 5 Teile eines Suits finden, damit man diesen tragen kann. Des Weiteren kann man noch Upgrades finden, die z. B. einem die Lebensenergie erweitern. Darüber hinaus kann man noch verschiedene Gewaltverbrechen lösen, in dem man verschiedene Indizien findet, die in komplett Blackgate verteilt sind. Hat man alle Teile eines Falls, kann man dazu eine kleine Geschichte lesen, die einem die Ereignisse etwas näher bringt. Dies mag zwar alles toll klingen, aber wirklich brauchen tut man dies nicht, dürfte aber für viele 100% Spieler von Interesse sein.


Sieht der Anzug gut aus?
Kommen wir zum grafischen Aspekt, während die Cutscenes eine schicke Figur machen, ist der Rest Mittelmaß. Vor allem an Stellen, an denen die Kamera heranzoomt, sieht man gut, wie hässlich das Spiel ist. An manchen Stellen ist es so eckig und verpixelt, dass man glaubt, man spiele ein N64/PSX Game aus den 90ern. Die Animationen sehen stellenweise genauso beschränkt aus. Dabei haben die Handhelden der heutigen Zeit wesentlich mehr auf dem Kasten.

Wenigstens musikalisch sieht bzw. klingt das Ganze besser, hier werden einige Stücke aus den Arkham Spielen genommen und passend eingesetzt. Aber auch einige neue Stücke finden einen Weg in das Spiel und müssen sich vor den anderen nicht verstecken.

Bild

Der Kampf ist gut umgesetzt, aber hier sieht man vorallem die grafischen Schwächen.


Auf nach Blackgate?
Der erste Auftritt der Fledermaus nicht als Lego Figur ging eher nach hinten los, seien es die technischen Macken, die stellenweise vorhandene Unfairness oder die ungenaue Karte, es gibt zu viele Stellen die einen großen Spaßfaktor im Wege stellen. Lediglich die Musik, das Kampfsystems sowie die Cutscenes mit der guten Synchro können das Spiel ansatzweise retten. Für einen 10er kann man es sich durchaus mal anschauen, andernfalls greift lieber zur Deluxe Edition auf den Heimkonsolen und PC, die zumindest einige Macken ausradiert bekommen hat.

Pro Contra
+ schöne Cutscenes - grafisch nicht so toll
+ klasse Synchronsprecher - unvorteilhafte Karte
+ gutes Kampfsystem - Tasteneingaben werden nicht immer erkannt
+ gute Musik - Bossgegner eher unfair
+ viel findbares - kein Wiederspielwert
- beschränkte Animationen


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Technik: 57
  • Grafik: 40
  • Sound: 82
  • Umfang: 58
  • Gameplay: 58
  • KI: 45

Spielspaß: 55
  • Story: Eine zu Beginn noch recht öde Story, die gegen Ende hin etwas Fahrt aufnimmt mit einem Twist.
  • Wiederspielwert: Auch wenn man die Wahl hat, in welcher Reihenfolge man die Schurken besiegt, so ändern sich nur einige Cutscenes, mehr nicht.
  • Frustfaktor: Der ist oft gegeben, seien es die Bossgegner oder das häufige verlaufen in Blackgate
  • Design/Stil: Grafisch sehr pixelig, was heute nicht mehr zeitgemäß ist. Die Cutscenes sehen dafür aber gut aus.
  • Musik: Musikalisch muss es sich nicht vor seinen großen Brüdern verstecken.

Informationen zum Testgerät
Plattform: Nintendo 3DS
Version: Standard
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 3,5 Jahre
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Re: Batman Arkham Orgins: Blackgate im Test - Verbrecherjagd auf dem 3DS

Beitragvon Vaalle » Do 5. Feb 2015, 23:32

Huch, doch so "schlecht" o.o Mich würde da jetzt gerne mal interessieren, wie die "HD" Auflage für die großen Konsolen bzw den PC abschneiden würde, ob da z.b. die Tasteneingabe besser funktioniert und die technischen mängel ausgebessert wurden, da ich selber immer noch mit einem kauf dieser Editionen liebäugle ^^
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Re: Batman Arkham Orgins: Blackgate im Test - Verbrecherjagd auf dem 3DS

Beitragvon Sib » Do 5. Feb 2015, 23:55

Hatte die Deluxe Version mal gespielt, die ist wesentlich besser. Egal ob grafisch, bei dem Tasteneingaben oder bei der Karte, die drei Punkte sind wesentlich besser. Und hat mehr Content, zumindest noch mehr Anzüge^^

Somit bleibt dir nur die Unfairness und der geringe Wiederspielwert als Krtikpunkte. Und mit einer Spieldauer von knapp 10 Stunden bist du mit 20€ noch gut dabei^^


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Re: Batman Arkham Orgins: Blackgate im Test - Verbrecherjagd auf dem 3DS

Beitragvon Vaalle » Do 5. Feb 2015, 23:57

Cool, danke für den Einblick ^^ Hatte mir dnan eh vor das dann beim nächsten Angebot irgendwann mal zu kaufen nd auf Wiederspielwert lege ich jetzt nicht soo viel und die Unfairness, naja, hat man halt eine kleine Herausforderung ;D
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