Cooking Mama: Bon Appetit - die Köchin auf dem 3DS im Test

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
Benutzeravatar
Sib
DanceStar des Königs
Beiträge: 2738
Registriert: Do 8. Mai 2014, 15:39
Zocker-Vorliebe: Multi-Konsolero
Wohnort: Hyrule
Hat sich bedankt: 359 Mal
Danksagung erhalten: 517 Mal

Cooking Mama: Bon Appetit - die Köchin auf dem 3DS im Test

Beitragvon Sib » Sa 14. Mär 2015, 19:03

Seit der Wii und dem Nintendo DS dürfen wir uns mit Cooking Mama als Koch versuchen. Office Create bringt uns mit Bon Appetit nun das fünfte Spiel der Reihe. Ob uns nun der inzwischen der 5. Gang mit der Mama schmeckt oder ob wir eher erst mal gesättigt sind, erfahrt ins unserem Test zum 3DS-Spiel.

Wenn ich groß bin, werde ich Koch!
Ohne Umschweife geht es direkt in die Küche, man kann zu Beginn sich an einigen von insgesamt 60 Rezepten versuchen. Dabei gibt es keine große Erklärungen, vieles erklärt sich von selbst. Jedes Rezept besteht aus verschiedenen Minispielen, die nach und nach die Zubereitung der jeweiligen Mahlzeit darstellen sollen. Wer sich aber unsicher ist, kann zu Beginn die einzelnen Schritte im Übungsmodus testen. An sich eine nette Idee, dennoch fast überflüssig, da der Schwierigkeitsgrad sehr niedrig bis gar nicht vorhanden ist, zumal einem auf dem Touchscreen gezeigt wird, in welche Richtung man streichen soll oder welche Bewegung man sonst machen soll. Kenner der Reihe werden sich hier wahrscheinlich unterfordert fühlen.

Einzige Motivation dürften hier die Wertungen sein, die in Bronze, Silber und Gold gehalten werden, je ordentlicher und schneller ihr seid, umso besser ist euer Rang. Aber selbst dies ist nicht schwer, denn das Spiel verzeiht viele Fehler. Wenn ihr euch beim Pellen eines Eis wie ein Amateur anstellt, so seht ihr am Ende dennoch eine Gold Medaillie.

Bild


Learning by doing!
Neben den üblichen Kochgängen hat das Spiel noch einige Sachen parat. So gibt es einige Nebenbeschäftigungen wie das Pflücken von Obst oder das Füttern von Fischen. Zwar gibt es hier keine Medaillien, sondern Punkte. Für Score Jäger durchaus interessant, aber Belohnungen oder dergleichen sucht man hier vergebens. Dazu gibt es Spiele, die eher dem Lernen dienen sollen. So muss man zum Beispiel anhand von Wörterpuzzles geforderte Begriffe passend zusammensetzen. Dummerweise sind die Begriffe trotz deutscher Sprache in Englisch gehalten, was sich stellenweise mit einfachen Schulenglisch nicht lösen lässt.

Dann gibt es noch einen Zeitangriffsmodus, bei dem ihr bestimmte Gerichte im gewissen Zeitrahmen schaffen müsst. Im Gegensatz zum normalen Kochen werden hier Fehler bestraft und zwar mit Zeitabzug. Je schneller ihr seid, desto besser ist eure Wertung. Zwar ist die fordernder, aber die Rezepte sind hier leider gekürzt und es werden nicht alle Schritte behandelt.

Bild

Anfangs ungewohnt, aber dennoch schick der Grafikumschwung!


Ab an den Herd!
Steuerungstechnisch hält sich Bon Appetit recht einfach, der Großteil wird über den Touchscreen bedient. Ab und an kommen auch mal Dinge wie das Mikrofon zum Einsatz, zum Beispiel wenn man was verbockt hat und den Rauch wegpusten soll. Auch die Motion Steuerung hat hier ihren Nutzen, leider wird einem nicht immer ganz klar, wann man diese nutzen kann. Vor allem für unruhige Spiele könnte dies für einige Patzer sorgen, wenn man nicht weiß, wann Zeit dafür ist.

Zumindest in Sachen Grafik und Musik hat sich hier was getan, grafisch sieht der Sprung besser aus, als man es sonst von der Reihe gewöhnt war. Statt im altmodischen 2D kann man das Ganze in schönem 3D betrachten, zwar sieht es öfters mal recht schwammig aus, aber die Endprodukte sehen recht ansehnlich aus. Der 3D Effekt an sich ist auch recht hübsch, ist hier aber nicht wirklich von Bedeutung, sodass man auch gut ohne Leben kann. Zumal sich die Kocherei eh mehr auf dem Touchscreen konzentriert.

Soundtechnisch hat sich zu den Vorgängern nicht wirklich was geändert, die wenigen Melodien passen dennoch gut zum Kochen und auch die deutschen Sprachsamples der Mama klingen gut und sind auch nicht nervend, auch wenn man diese gefühlt zum hundersten mal hört.

Fehlt da noch Salz im Essen?
Zum Schluss bietet das Spiel kleine, aber nette Gimmicks. Zum einem ist es das Dekorieren euer Küche, im Gegensatz zu den älteren Ablegern geht man hier den einfachen Weg. Statt alles mit Leistungen freizuschalten, bekommt man hier alles via SpotPass hinterhergeworfen. Somit geht einem die Motivation flöten, da man Deko Gegenstände so oder so bekommt.

Das zweite Gimmick ist der Multiplayer. Im lokalen Modus kann man bis zu drei weiteren Leuten gegeneinander spielen. Dabei braucht man nur ein einziges Spielmodul. Allerdings sind es immer nur kleinere Aufgaben wie Eier pellen, eine großer Wettkampf bleibt leider aus – und somit auch die Langzeitmotivation.

Bild

Wenn man gut ist, sieht es recht lecker aus. Mjam...


Nein danke, ich bin satt!
Cooking Mama – Bon Appetit ist ganz klar auf die Spieler ausgelegt, die immer wieder mal eine kurze Runde spielen möchten. Herausforderung und Langzeitmotivation sucht man hier vergebens, dafür hat die Reihe aber nun den Grafiksprung sowie den 3D Effekt bekommen. So ist das Spiel eher für Kinder ausgelegt, die schnell kleinere Erfolge feiern und so nicht leicht gefrustet werden. Wer aber darauf keinen Wert legt, kann Bon Appetit gerne auslassen. Denn streng genommen bleibt die Reihe hiermit auf der Stelle stehen und schmeckt wie schon mal gegessen, einige Neuerungen sowie mehr Konsequenzen würden der Reihe mal wieder gut tun.

Pro Contra
+ leichter Enstieg... -...keinerlei Forderung
+ deutsche Synchro... -...Lernspiel aber in Englisch gehalten
+ Multiplayer nur mit einem Spiel... -...aber kaum Umfang
+ passende Musik
+ netter 3D Effekt... -...großteil spielt sich aber auf dem Touchscreen ab
+ Küche zum dekorieren... -...passende Gegenstände bekommt man aber geschenkt
+ Motionsteuerung... -...aber nicht ersichtlich, wann nutzbar
- keinerlei Motivation zum weiterspielen


Bild
Technik: 54
  • Grafik: 82
  • Sound: 72
  • Umfang: 55
  • Gameplay: 30
  • KI: 30

Spielspaß: 60
  • Story: Die ist nicht vorhanden, ab in die Küche und los gehts!
  • Frustfaktor: Da selbst im normalen Modus große Fehler verziehen werden, ist der FRustfaktor hier gleich null.
  • Wiederspielwert: Nicht wirklich vorhanden, nach ein paar kurzen Runden ist die Motivation wieder weg.
  • Design/Stil: Der neue 3D Sprung und der passende Effekt passen hier sehr gut und sehen recht gut aus.
  • Musik: Musik sowie Synchro der Mama passt und nervt nicht

Information: Cooking Mama: Bon Appetit wurde uns freundlicherweise von Nintendo zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Testgerät
Plattform: Nintendo 3DS
Version: Standardversion
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 4 Jahre
Bild

Tags:
Advertisement

Zurück zu „Testberichte“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast