Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon thomary » Fr 3. Apr 2015, 14:31

Für die PlayStation-Community war es eine gute Nachricht, dass From Software und Sony wieder zusammenarbeiten und dass das Entwicklerteam, das bereits mit dem PS3-exklusiven Demon’s Souls und zwischenzeitlich mit Dark Souls und dessen Nachfolger Spieler zum Fluchen brachte, mit einem PS4-exklusiven Abenteuer auftreten wird. Bloodborne verspricht nun ein ebenso forderndes Spiel wie die letzten Titel der Entwicklerschmiede zu sein, nimmt gleichzeitig aber einige Änderungen am Konzept vor. Ob das insgesamt aufgeht, erfahrt ihr im Test.

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Ist Yharnam zu stark, bist du zu schwach

Bloodborne leistet vorzügliche Arbeit darin, ab der ersten Minute eine tolle Atmosphäre aufzubauen: Ohne große Umschweife und Erklärungen landen wir nach der extrem detaillierten und umfassenden Charaktererstellung als Jäger in der Stadt Yharnam, die von unheimlich finsteren Wesen heimgesucht wird. Unbewaffnet und ohne Plan wagen wir die ersten Schritte. Auf Erklärungen oder Hinweise muss man in Bloodborne zumindest etwas warten. Auf eine Map oder Questhinweise muss man dauerhaft verzichten, was eine willkommene Abkehr vom in RPG üblichen „Ich habe in Fragezeichen überm Kopf!“-Gedöns ist. Orte, an denen man helfen kann, muss man sich eben merken und später selbsttätig dorthin zurückkehren.

Wieso einem dann wiederum später, beim ersten Besuch des Traum des Jägers, der die zentrale Anlaufstelle zum Einkaufen und Upgraden ist, unnötig kleinkariert vollkommen logische Kampfgrundlagen erklärt werden, beispielsweise „greife den Gegner unbemerkt von hinten und er taumelt“, über notwendige Grundlagen der Steuerung aber Stillschweigen bewahrt wird, nämlich, wie man zum Beispiel Items wechselt oder anwendet, wissen wohl nur die Entwickler. Wir sehen das spieleigene Tutorial als ziemlich unausgegoren an: Man hätte entweder mehr erklären müssen, oder eben gar nichts. Letzteres wäre eine wirklich anspruchsvolle Lösung gewesen.

Sofern man sich nämlich für den Onlinemodus entscheidet, kommt man in den Genuss des sehr coolen Hinweis-Systems, das Spieler von Dark Souls und Co. bereits kennen. Gemeinsam mit den anderen Spielern, die Yharnam unsicher machen und Tausende eigener Gräber über das Stadtgebiet verteilen, kann man sich so die Spielwelt erarbeiten und sich Hinweise hinterlassen, wie bestimmte Stellen am besten gemeistert werden. Freilich dürfen Notizen auch bewertet werden. Wer auf Hilfestellungen verzichten will und die echte Bloodborne „Hardcore-Erfahrung“ haben möchte, sollte die am Boden platzierten Hinweise entweder nicht ansehen, oder im Offline-Modus spielen. Hin und wieder können gerade aber auch die Geister anderer Spieler hilfreich sein, um zu sehen, wo genau man hier sterben kann. Eventuell auch, wenn man sich einfach nur dumm genug anstellt.

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Die Kulisse ist stark & atmosphärisch


Die Einsicht entscheidet

Um an Bloodborne nicht den Spaß zu verlieren, gilt es ebenso, diverse Dinge zu lernen, wie andere schlichtweg zu durchschauen: In Yharnam wird man nur selten vom gleichen Hinterhalt zwei Mal überrascht. Zumindest, sofern man mit dem gleichen Einsicht-Level an der gleichen Stelle unterwegs ist, prägen sich nämlich Abläufe ruckzuck an, da sie jedes Mal genau identisch sind. Gegner kommen aus der gleichen Ecke gesprungen, die Anzahl verändert sich nicht, sie laufen die gleichen Routen und so weiter. Betreibt man hier eine Mischung aus Beobachten und ggf. (auswendig) lernen, dann sind viele Stellen erstaunlich einfach. Genau deshalb funktioniert aber auch das Notizen-System so unheimlich gut, weil es eben kaum Überraschungen gibt.

Das gilt auch deshalb, da es im Prinzip bei allen Gegnern heißt: Möglichst lange draufkloppen, irgendwann kippt’s um. Erfreulicherweise sind Timing und Ausweichkönnen sehr entscheidend, denn schon einzelne Treffer können unter Umständen tödlich ausfallen. Mit dem richtigen Timing kann man Attacken der Gegner unterbrechen, sie zum Taumeln bringen, einen Eingeweideangriff starten, der richtig Schaden austeilt. Gegnerspezifische Schwachpunkte gibt es wiederum nicht, teilweise wurde sogar ein und dieselbe KI-Routine auf mehrere Gegnertypen verteilt, sodass das Besiegen gleich nochmal leichter fällt. Im Prinzip hat Bloodborne also rein von den Kämpfen her übliche Hack’n’Slash-Mechaniken auf eine schwierige Ebene gehoben: Ausweichen, Draufkloppen, dabei aber noch die Ausdaueranzeige im Auge behalten, damit man nicht mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert ist.

Sehr cool und stimmig und eine Erweiterung üblicher Formen ist aber das Einsicht-System, welches die Umgebungen sowie das Gegnerverhalten maßgeblich beeinflussen kann. Am beeindruckendsten sind die Stilveränderungen in den einzelnen Gebieten, was sich meist durch die Lichtverhältnisse zeigt. Am Verhalten der kleineren Gegner verändert sich leider eher wenig, sie sind tendenziell auf Dauer eher zu leicht. Cool ist aber, wenn gänzlich neue Gegner in einem bestimmten Gebiet durch das höhere Einsicht-Level auftauchen – Die können dann auch sehr anspruchsvoll sein.

Geschenkt kriegt man in Bloodborne zwischenzeitlich freilich nichts, außer hin und wieder mal von den neuen Boten, die im Traum des Jägers auftauchen. Die Entwicklung des eigenen Jägers und das Upgraden der Ausrüstung sind daher recht motivierend. Gleichzeitig sind viele Mechaniken stark aufs Grinden und Farmen ausgelegt, wodurch man sich knappe Items doch wieder leicht beschaffen kann. Gehen beispielsweise trotz der extrem hohen Ausschüttung mal die Blutphiolen aus, entdeckt man schnell passende Gebiete, in denen diese schnell nachgefarmt und zur Not mit den verdienten Blutechos gekauft werden können. Gleiches gilt für die Items, die zum Verbessern der Waffen oder weiterer Aspekte dienen. Da Gegner bei jedem Verlassen des Gebiets über den Traum des Jägers (ebenso wie beim Tod) neu spawnen, ist das Farmen meist eine leichte Aufgabe. Zudem gehen überschüssige Items automatisch ins Lager über, was ziemlich praktisch ist.

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Der Ladebilschirm. Falls ihr ihn noch nicht kennt!


Grafik, KI und Gameplay: Eine tödliche Mischung

In Bloodborne sieht man definitiv oft den „Gestorben“ Schriftzug und den sich anschließenden Ladebildschirm, der leider viel zu lange verweilt: Zwar ist ein Patch für die überlange Bedenkpause des Spieles angekündigt, aber so hätte das Ganze gar nicht erst durchgewunken werden sollen. Ärgerlich ist darüber hinaus aber auch, dass man nicht immer bloß wegen Dummheit oder Nicht-Könnens stirbt, sondern auch, weil Bloodborne so allerlei Schwächen im Technik- und KI-Bereich hat.

Während die grafische Leistung vom ersten Hinschauen her durchaus ansehnlich ist, so nerven auf Dauer insbesondere das starke Kantenflimmern und die regelmäßigen Framerateeinbrüche, die teilweise zu heftigen Slowdowns inklusive Tonaussetzern werden. Für einen PS4-exklusiven „Vorzeigetitel“ ist das eine peinliche Leistung. Am schlimmsten wiegen jedoch auf Dauer die heftigen Clippingfehler in Verbindung mit zahlreichen KI-Mängeln, die ganze Kämpfe ad absurdum führen können.

Wieso lässt sich Pater Gascoigne beispielsweise am leichtesten besiegen, wenn man Clipping-Fehler zusammen mit KI-Routinen gezielt ausnutzt, um überhaupt nicht erst getroffen zu werden? Wieso springt die bluthungrige Bestie bei ihren Sprungangriffen regelmäßig komplett in die Steinwände und kann dann nicht mehr angegriffen werden? Das sind nur zwei Beispiele der Bosse, die einfach ziemlich ärgerlich sind. Die kleineren KI-Gegner „begeistern“ durch feste Auslösepunkte: Überschreitet man eine bestimmte Linie, bemerkt einen die KI plötzlich, entfernt man sich weit genug, kann man die Quälgeister ebenso schnell wieder loswerden. Das ist nicht elegant und schon gar nicht anspruchsvoll, insbesondere, wenn man ohnehin auf fest gescriptete KI-Routinen setzt.

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Nachdem er die Leiter hochclippte, hing dieser Klops für immer dort fest. Und wenn er nicht gestorben ist...


Furchteinflößende Monster, dichte Atmosphäre, dauerhafte Aufgaben

Bloodborne macht von Anfang an und zwischenzeitlich eigentlich verdammt viel richtig: Die Atmosphäre ist toll, die Soundeffekte bis auf einige unpassende Einwohner-Kommentare sowie fehlende Geräusche der eigenen Spielfigur stimmig und furchteinflößend, das Monsterdesign ist dauerhaft brillant.

Auch auf Dauer hat Bloodborne Einiges zu bieten für die, die so lange durchhalten: Nicht nur hat die Story schon inklusive der Nebenquests einen sehr, sehr ansehnlichen Umfang, sondern die mittels gefundener Items geöffneten Zufallsdungeons können ebenso eine Weile begeistern. Wer möchte, kann auch im Koop spielen, was mittels der Herausforderungsglocke ziemlich geschickt gelöst wurde, auch wenn man schon jetzt teilweise Schwierigkeiten hat, an bestimmten Stellen Mitspieler zu finden. Die normalen Spielbosse sind im Koop übrigens meist sehr einfach zu besiegen, da ihre KI-Routine nur auf einen Widersacher ausgelegt ist. Die PvP-Möglichkeit wirkt in Bloodborne eher wie eine nette, aber eher überflüssige Dreingabe und blieb bei uns als einziges Spielelement ungetestet.

Wir hatten im Spielverlauf noch mit zahlreichen kleinen Fehlern zu kämpfen, wie zum Beispiel nicht mehr erreichbarem Loot, der erst bei einem neuen Aufsuchen des Gebietes wieder verfügbar war, falschen Zählungen bei der Aufnahme und dem Verbrauch von Blutphiolen und weiteren Items sowie auch dem Steckenbleiben an bestimmten Objekten, was gerade im Kampf unter Umständen zum Tod führen kann. Zusammenaddiert ergeben sich hier auch deutliche Spielspaßeinbußen.

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Starke Kulisse, aber unser Loot hängt fest...


Fazit: Tausend Höhen, tausend Tiefen

Bloodborne spielt seine Stärken mit einer tollen Atmosphäre in einer ansehnlichen Umgebung voll aus, ebenso wie man solide Hack’n’Slash Kost auf einem recht hohen Schwierigkeitsgrad bietet. Dabei verliert das Ganze für die motiviertesten Spieler auch auf Dauer nicht seinen Reiz, denn Bloodborne bietet nicht nur in der Story, sondern auch durch die Zufallsdungeons und Koop-Angebote einen üppigen Umfang, bei dem viel Beute erlegt werden darf.

Leider wiegen die Schwächen im Technik- und Gameplaybereich fast ebenso stark: Als wären Ruckler und Kantenflimmern in diesem Ausmaß für einen PS4-Exclusive im zweiten Jahr nicht schlimm genug, wird der Spielspaß insbesondere durch die Clippingfehler und KI-Mängel an vielen Stellen maßgeblich beeinflusst, die vor allem den angeblichen Anspruch in Bosskämpfen teilweise absurd machen. Während man sich in der Spielerrolle teilweise wohl sogar darüber freuen dürfte, sind solche Mängel in Bloodborne dennoch extrem ärgerlich und zeigen, dass noch einiges an Arbeit hätte investiert werden müssen, um den Titel zu einem vollkommen runden und anspruchsvollen Erlebnis zu machen. So reicht es bei uns nur für die solide Wertung.


Pro Contra
+ Starke Atmosphäre - Schlimme Clippingfehler
+ Hervorragendes Monsterdesign - Grafikfehler und KI-Mängel machen Kämpfe („Anspruch“) teilweise absurd
+ Langzeitmotivation durch nette Zufallsdungeons - Starkes Kantenflimmern
+ Gute Einbindung von Notizen + schöne Koop-Idee - Heftige Slowdowns inklusive Tonaussetzern
+ Großer Umfang - Nervige und überlange Ladezeiten
+ Quests und Kämpfe ohne viele Hinweise – Selbst nachdenken! - Immer die gleichen Abläufe, wenig Spannung beim (notwendigen!) Wiederholen von Abschnitten
+ Umfassende, detailreiche und gelungene Charaktererstellung - Unstimmige Einbindung von Tutorials
+ Tolles Einsicht-System - Viele kleine weitere Fehler
+ Automatische Einlagerung als bequeme Komfort-Funktion


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Technik: 70

  • Grafik: 63
  • Sound: 78
  • Gameplay: 59
  • Umfang: 92
  • KI: 59

Spielspaß: 69

Einzelspieler:

  • Story: Mystisch und atmosphärisch – Statt auf ausgedehntes Storytelling setzt Bloodborne gekonnt auf eine starke Atmosphäre, die einen in Yharnam eintauchen lässt und immer wieder kleinere Hinweise einstreut.
  • Wiederspielwert: Hoch, Bloodborne bietet einen sehr ordentlichen Umfang, Langzeitmotivation durch die Zufalls-Dungeons und möglicherweise für einige den Ansporn, sich noch ein zweites Mal hindurchzuquälen.
  • Frustfaktor: Schwankend – Bloodborne setzt weniger auf echten Anspruch als auf eine hohe Schwierigkeit. Wenn KI & Steuerung mal wieder bocken und der letzte „Speicherpunkt“ eine Weile zurückliegt, geht der Frustfaktor in unermessliche Höhe. In erster Linie sind viele Passagen zu leicht, andere zu schwer.
  • Design/Stil: Atmosphäre und Stimmung sind stark, die Kulisse gelungen. Technisch wird Bloodborne von unzähligen Mängeln geplagt, wie dem Kantenflimmern, Rucklern, heftigen Clippingfehlern,… Extrem stark ist das Monsterdesign.
  • Musik/Sound: Ziemlich atmosphärisch. Unstimmig sind nur die Einwohnerkommentare und die Geräusche der eigenen Figur, die teilweise nonexistent sind.

Mehrspieler:
  • Motivation: Der Mehrspieler bietet sich meist nur für kurze Abschnitte an, zum Beispiel einen Bosskampf, da jeder Mitspieler jederzeit gehen kann. Mit Glück findet man einen festen Mitspieler, dann geht’s länger. Absprachen im Spiel sind nur über Gesten möglich.
  • Matchmaking: Das Finden eines Spielers dauert meist recht lange.
  • Stabilität: Während unseres Tests problemlos.
  • Vielfalt: Gemeinsam diverse Monster killen – Die Vielfalt ist genauso groß wie im Einzelspielermodus.

Informationen zum Testgerät
Plattform: PlayStation 4
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 1 Jahr, 5 Monate (PS4 Launchkonsole)


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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon GhostOfSparta » Fr 3. Apr 2015, 19:37

Dieses Fazit hätte ich, nach all den Lobeshymnen im Internet, beim besten Willen nicht erwartet. Ich finde es zwar gut, dass du ein wenig mehr auf die vorhandenen Fehler im Spiel eingehst, die den Spielspaß zu trüben scheinen, denoch frage ich mich, ob deine Wertung nicht vielleicht doch zu niedrig angesetzt ist? Oder ist im Laufe der Zeit, bis der exklusive PS4-Titel gepatched wurde, mit einem überarbeiteten Test deinerseits zu rechnen?

Trotz der kleinen Kritik von mir, muss ich gestehen, dass mir Bloodborne bereits in der Alpha-Version gefallen hat, obwohl ich bislang noch keines der "Souls-Spiele" (aus Zetmangel) gezockt habe. Auch wenn ich mehr vom "You Died"-Bildschirm als vom eigentlichen Spiel sah, gefiel mir das Setting etc. ausgesprochen gut. Ich hoffe, dass der Titel von From Software irgendwann fehlerfrei läuft, sodass einem Kauf nichts mehr im Wege steht...
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon Meykota » Fr 3. Apr 2015, 20:34

Manchmal gibt es zu verschiedenen Spielen auch Nachtests, zum Beispiel zu Driveclub. Ich denke, dass thomary nach dem Patch nochmal einen Blick ins Spiel werfen wird, möglicherweise ändert sich ja mit dem Patch die Ladezeit und vielleicht nimmt sich From Software doch einiger dieser Fehler an. Hoffe ich zumindest^^

Was ich mich aber wirklich frage, bei Bloodborne, ist einfach, ob so vieles den anderen Testern nicht aufgefallen ist. Gerade die Ruckler sind unter anderem in Alt-Yharnan so hoch, dass stellenweise das Spiel wirklich kurz aussetzt. Unter anderem ist auch das Kantenflimmern sehr heftig, von den Clippingfehlern einfach mal abgesehen. Aber ich finde, dass das bei einem Titel, der seit einer ganzen Weile nur für die PlayStation 4 in Entwicklung ist, einfach nicht in Ordnung. Und etwas, das als Vorzeigetitel herhalten soll, würde ich Bloodborne zum aktuellen Zeitpunkt wirklich nicht bezeichnen.

Und von den grafischen Sachen her gibt es auch noch einige spielerische Mängel. Unter anderem konnte ich beobachten, dass mehrere Blut-Phiolen aus dem Inventar verschwunden sind, die auch nicht wieder auftauchten und auch nicht im Lager waren. Hoffentlich schaut sich From Software das auch noch an. Schlimm genug, dass man heutzutage kaum noch das richtige Spiel in den Händen hält und viel zu oft auf Patches und dergleichen warten muss... :( Ich kann mich an Zeiten erinnern, da waren Spiele fertige Spiele als sie auf den Markt kamen. (Ja, es gab auch fehlerhafte Ausnahmen :D)
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon thomary » Fr 3. Apr 2015, 21:11

Wenn die künftigen Patches nachhaltig etwas ändern, kann es gut sein, dass es ein neues Fazit zum Test gibt - An den Wertungen ändern wir aber üblicherweise nichts mehr.

Bloodborne ist wirklich kein schlechtes Spiel und wer Demon's Souls / Dark Souls mochte oder überhaupt mit Spielen solcher Art etwas anfangen kann, ist sicher gut beraten. Bei aller Kritik am Spiel sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass eine 70 noch immer eine gute Wertung ist! Aber alleine die Pro- und Contra-Listen im Vergleich machen eben deutlich, dass in unserem Wertungssystem da schlichtweg nicht mehr drin ist. Wie Mey schon schrieb, ist mir auch nicht begreiflich, dass vielen anderen Testern die Mängel angeblich entweder nicht aufgefallen sind oder aber als Lappalien heruntergespielt werden - Warum auch immer...
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon GhostOfSparta » Fr 3. Apr 2015, 22:15

Ich habe mal ein paar weitere Tests zu Bloodborne überflogen und dort ist u.a. auch meist von Framerate-Einbrüchen, Clipping-Fehlern und eben den langen Ladezeiten die Rede, welche man ja gerade zu Beginn recht häufig sehen dürfte... Trotz dieser Probleme wird der Titel durchschnittlich mit ca. 90% bewertet, da das Gameplay, Design uvm. übergeordnet wird und somit kaum bzw. selten einen Einfluß auf das Urteil der jeweiligen Tester haben.

Aber wenn ich lese, dass u.a. Items aus dem Inventar verschwinden oder es Physikdefizite im Spiel gibt, kann ich den Unmut von thomary schon ein wenig nachvollziehen. Und klar: 70% sind nicht schlecht, aber vom reinem Empfinden würde ich es eher um die 80% einstufen, da es abgesehen von den bestehenden Fehlern nach wie vor ein gutes Spiel zu sein scheint, dass ich mir sicherlich noch irgendwann kaufen werde, wenn es günstiger ist.

Trotz oder gerade wegen der Wertung ist euer Test allerdings als der "Ehrlichste" seiner Art einzustufen, auch wenn ich mit dem Urteil nicht vollends einverstanden bin - vielleicht aus subjektiven Gründen? In meiner Entscheidung, Bloodborne erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben hat mich das Testurteil jedenfalls weiter bestärkt, sodass ich mich vielmals für das Review bedanken möchte...
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon g1012909 » Fr 3. Apr 2015, 23:12

GhostOfSparta hat geschrieben:Trotz oder gerade wegen der Wertung ist euer Test allerdings als der "Ehrlichste" seiner Art einzustufen, auch wenn ich mit dem Urteil nicht vollends einverstanden bin


Ehrlichste Review mit gerade mal 3 freigespielten Trophies.....nicht mal der dritte Boss wurde gelegt, aber für die Review hat es wohl gereicht

Ich kann die meisten Kritikpunkte voll und ganz verstehen, da sie auch größtenteils zutreffen, jedoch ziehen diese die Wertung meiner Meinung nach viel zu extrem runter. Klar mit diesen Punkten muss/kann es keine 9/10 geben, aber 7/10 ist doch schon stark untertrieben, mal davon ab das alle das Spiel übelst feiern und die Kritiker es durch die Bank loben. Von der Vollständigkeit/Glaubwürdigkeit des Testes mal abgesehen, da man offenbar nur 2 Bosse gelegt hat....aber nun gut, jedem das seine. Ich finde es persönlich unter aller Sau ein Spiel zu testen, ohne es komplett beendet zu haben, was hier nicht mal ansatzweise der Fall ist. Das ist einfach unprofessionell.

Hier Thomarys Trophieliste, damit man nicht denkt, ich würde Blödsinn schreiben. http://psnprofiles.com/trophies/3431-Bloodborne/thomary?order=rarity&lang=en-us#content

P.S. Grafik bei Bloodborne bekommt 63, aber Toukiden bekommt 80 bei Grafik :irre:
Vom Gameplay will ich gar nicht anfangen, da Bloodborne da einfach unglaublich stark ist. :thumbs:
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon thomary » Fr 3. Apr 2015, 23:23

Danke fürs bisherige Feedback zum Test.

Bezüglich der Trophäen: Mal abgesehen davon, dass sich die meisten Spiele wunderbar testen lassen, ohne durchgespielt zu sein, so habe ich Bloodborne definitiv schon weiter gespielt als auf meinem "privaten" Account. Insbesondere für den Fall, dass wir Muster kriegen, die wir ggf. nur offline spielen dürfen bis zum Embargo, habe ich einen extra Review Account auf meiner PS4, der nicht mit dem PSN verknüpft ist. Auf meinem Account habe ich Bloodborne nur deshalb schon ein zweites Mal angefangen, um die Onlinemodi testen zu können. Schaut zum Beispiel mal nach The Order: 1886 in meiner Trophyliste, das ist bis heute nicht drin, weil ich das noch nicht auf meinem Account gespielt habe :) Damals hatten wir die Vorgabe von Sony, Bloodborne habe ich zugegebenermaßen selbst gekauft, aber trotzdem entschieden, erstmal auf dem Review Account zu spielen.
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon g1012909 » Fr 3. Apr 2015, 23:29

thomary hat geschrieben:Danke fürs bisherige Feedback zum Test.

Bezüglich der Trophäen: Mal abgesehen davon, dass sich die meisten Spiele wunderbar testen lassen, ohne durchgespielt zu sein, so habe ich Bloodborne definitiv schon weiter gespielt als auf meinem "privaten" Account. Insbesondere für den Fall, dass wir Muster kriegen, die wir ggf. nur offline spielen dürfen bis zum Embargo, habe ich einen extra Review Account auf meiner PS4, der nicht mit dem PSN verknüpft ist. Auf meinem Account habe ich Bloodborne nur deshalb schon ein zweites Mal angefangen, um die Onlinemodi testen zu können. Schaut zum Beispiel mal nach The Order: 1886 in meiner Trophyliste, das ist bis heute nicht drin, weil ich das noch nicht auf meinem Account gespielt habe :) Damals hatten wir die Vorgabe von Sony, Bloodborne habe ich zugegebenermaßen selbst gekauft, aber trotzdem entschieden, erstmal auf dem Review Account zu spielen.


Na dann hast du doch sicher kein Problem mir die ID des "Review" Accounts zu geben, damit ich mir den Trophy-Fortschritt ansehen kann :D
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon thomary » Fr 3. Apr 2015, 23:32

g1012909 hat geschrieben:
thomary hat geschrieben:Danke fürs bisherige Feedback zum Test.

Bezüglich der Trophäen: Mal abgesehen davon, dass sich die meisten Spiele wunderbar testen lassen, ohne durchgespielt zu sein, so habe ich Bloodborne definitiv schon weiter gespielt als auf meinem "privaten" Account. Insbesondere für den Fall, dass wir Muster kriegen, die wir ggf. nur offline spielen dürfen bis zum Embargo, habe ich einen extra Review Account auf meiner PS4, der nicht mit dem PSN verknüpft ist. Auf meinem Account habe ich Bloodborne nur deshalb schon ein zweites Mal angefangen, um die Onlinemodi testen zu können. Schaut zum Beispiel mal nach The Order: 1886 in meiner Trophyliste, das ist bis heute nicht drin, weil ich das noch nicht auf meinem Account gespielt habe :) Damals hatten wir die Vorgabe von Sony, Bloodborne habe ich zugegebenermaßen selbst gekauft, aber trotzdem entschieden, erstmal auf dem Review Account zu spielen.


Na dann hast du doch sicher kein Problem mir die ID des "Review" Accounts zu geben, damit ich mir den Trophy-Fortschritt ansehen kann :D


Wie ich schon schrieb, ohne PSN Verknüpfung, für den Fall, dass wir Muster mit Onlineverbot bekommen, wie es schon das eine oder andere Mal geschehen ist. Das müsstest du doch eigentlich kennen? ;-)

Weiter muss ich mich dazu auch nicht rechtfertigen.
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Re: Bloodborne (PS4) im Test – Das Spiel der tausend Tode

Beitragvon g1012909 » Fr 3. Apr 2015, 23:47

Sorry falls ich dir irgendwie zu nahe getreten bin, aber wenn sich jemand für diesen Test rechtfertigen muss, dann doch wohl der Verfasser. Und "falls" es wirklich mal ein Onlineverbot gibt, kann man sich auch einfach im PSN abmelden oder das Internet von der Konsole trennen.

Das Spiel liegt mir halt sehr am Herzen und ich finde es einfach schade und ungerecht, wenn es nach einem nicht kompletten Test (Ja Review Account und so, aber solang ich da nix sehe muss ich mich an dem orientieren, dass ich sehe) so eine Wertung dann sehe, bin ich schon etwas enttäuscht.
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