DLC Quest im Test – kauft euch alle DLCs!

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Sib
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DLC Quest im Test – kauft euch alle DLCs!

Beitragvon Sib » Mo 20. Apr 2015, 16:33

Seit knapp einem Jahrzehnt sind DLCs – oder auch Downloadable Content genannt – für den Gamer was Alltägliches. Manche erweitern ein Spiel sinnvoll, andere klingen eher nach Abzocke. Das Spiel DLC Quest, das bei Steam erhältlich ist, behandelt genau diese Thematik auf humorvolle Art, ob diese sinnvoll ist oder nach Abzocke riecht, erfahrt ihr in unserer Review.

Nur ein DLC...
Die Story ist recht schnell erzählt, der Schurke (auch Bad Guy genannt) entführt die Prinzessin und nun obliegt es dem Helden (Player genannt), diese zu retten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, die Story wird auch nicht weiter behandelt. Muss sie auch nicht, immerhin steckt eine andere Thematik in dem Spiel.

Das Spielprinzip an sich ist schnell erklärt, es gleicht einem Jump´n´Run Aktion-Adventure. Man erfüllt kleinere Aufgaben, sammelt neue Gegenstände ein und kauft DLCs zum Weiterkommen. Jetzt wird sich manch einer fragen, ob man DLCs kaufen muss, zum Weiterkommen. Die Antwort ist ganz klar ja, denn zu Beginn des Spieles fehlt eigentlich fast alles. Die Animationen, die Musik, sogar das Springen fehlt. Alles muss man sich kaufen. Eine Waffe? Da hilft nur ein DLC! Jemand versperrt den Weg? Ein DLC muss her.

Wir können aber Entwarnung geben, man zahlt für die DLCs nichts. Man muss im Spiel nur Goldmünzen einsammeln und kann davon die DLCs kaufen. Es wird sogar vor Beginn des Spieles „gewarnt“, dass man kein Echtgeld zahlen muss, um das komplette Spiel genießen zu können. Das Spiel will eher damit zeigen, wie übertrieben die DLC Poltik die letzten Jahre geworden ist – bei einigen DLCs in diesem Spiel wird dem einen oder anderen ein Beispiel aus dem realen einfallen wie zum Beispiel ein alternatives Ende.

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Die Story wird auf diese Weise zu Beginn erzählt.


Musik kostet extra!
Kommen wir mal zu dem Musikalischen. Auch wenn zu Beginn Totenstille herrscht und man sich die Musik sehr früh im Spiel freikaufen muss, so passt diese zum allgemeinen Bild des Spieles, sie ist retrolastig und geht daher ins „Gedudel“ über. Diese wiederholt sich schnell nach wenigen Minuten und unterscheidet sich nur in verschiedenen Gebieten, mehr auch nicht. Da diese auch nicht wirklich einen Wiedererkennungswert hat, kann eigentlich auch das Spiel getrost stumm schalten – oder den DLC nicht kaufen.

Die Grafik hingegen richtet sich genau wie die Musik in Richtung Retro und kommt in einer 8 Bit Grafik daher. Dies passt zwar zum Spiel, aber wenn man das ganze im Vollbildmodus spielt, sieht ganze dann doch etwas zu pixelig aus, daher muss jeder für sich abwägen, wie pixelig man es gern hätte.

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Manche DLCs sehen recht sinnfrei aus - oder steckt da mehr dahinter?


Spiel fertig? Hier ist noch ein DLC!
DLC Quest ist streng genommen ein „Zwei in eins“ Spiel, einmal das eigentliche Spiel DLC Quest und dann noch weiteres Spiel, das einen „Hard Modus“ darstellen soll. Während man im eigentlichen Spiel nicht sterben kann, sieht das im Hard Modus anders aus. Zudem kommt der zweite Modus mit neuen Gebieten, neuen Charakteren, neuer Story und wer hätte es gedacht – neuen DLCs daher. Beide Spiele bieten zudem einen gewissen Humor, den vor allem Gamer kennen. Es werden viele Andeutungen auf bekannte Reihen wie The Legend of Zelda oder Portal gemacht. Also für schumnzelnde Gesichter ist gesorgt.

Allerdings sind beide Spiele nach knapp jeweils 1 bis 2 Stunden (je nach eigenem spielerischen Können) zu 100% beendet. Zwar bieten diese noch eine Online High-Score Liste an, in diese kann man sich aber nur eintragen, wenn man das Spiel in einem Durchgang beendet. Also wer in der Liste vorkommen will, sollte keine Pause einlegen und das Spiel einfach so beenden.

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Keine Angst, für DLCs müsst ihr kein echtes Geld zahlen, diese Münzen reichen völlig aus!


DLCs müssen nicht immer schlecht sein
DLC Quest zeigt gut auf witzige weise, was sich manche Entwickler heutzutage erlauben mit zusätzlichen Kontent, den man auch noch bezahlen muss. Abgerundet wird das ganze durch eine Portion Humor, simples Gameplay und einen zweiten Story Modus. Wer über die kurze Spieldauer sowie den alten 8 Bit Look und Sound hinwegsehen (und –hören) kann, hat hier für kleines Geld ein nettes und kleines Spiel, dass sich lohnt.

Pro Contra
+ Humorvoller Ansatz - Grafik ist nicht für jedermann
+ passender Soundtrack... - …der nach einer Weile nerven könnte
+ zwei Spiele in einem... - ...aber recht kurze Spieldauer
+ simple Steuerung


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Technik: 80
  • Grafik: 78
  • Sound: 78
  • Umfang: 85
  • Gameplay: 80

Spielspaß: 84
  • Story: Es wird eine kurze "Held rettet Prinzessin" Story erzählt, mehr auch nicht.
  • Wiederspielwert: Der ist durch die Bestenlisten gegeben, allerdings muss das Spiel auf einem Rutsch beendet werden.
  • Design/Stil: Das Spiel kommt in einem alten 8 Bit Look daher, dürfte nicht jedem gefallen.
  • Musik: Soundtrack ist an die 8 Bit Grafik gehalten, das "Gedudel" dürfte einige schnell nerven

Informationen zum Testgerät
Platform: MacBook Pro (13 Zoll)
Spielbar auf Windows und Mac


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Re: DLC Quest im Test – kauft euch alle DLCs!

Beitragvon Meykota » Mo 20. Apr 2015, 17:04

Auch wenn es wirklich nur ein kurzes Spiel ist, lohnen sich die 3€ eigentlich wirklich. Es ist witzig und sorgt für ein paar angenehme Zockerstunden mit unheimlich vielen Eastereggs :) Mir hat es wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich im zweiten Spiel geflucht habe als ich versuchte, alle Münzen einzusammeln. Scheiß Wandsprung XD
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