Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed im Test – Neptune im ersten Hack & Slay auf der PlayStation Vita

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed im Test – Neptune im ersten Hack & Slay auf der PlayStation Vita

Beitragvon Meykota » Mo 18. Mai 2015, 15:52

Schon seit einiger Zeit entführt uns idea Factory zusammen mit Entwickler Compile Heart immer wieder in das uns normalerweise so bekannte Land Gamindustri. Mittlerweile allerdings versuchen Entwickler und Publisher Neptune und ihre Freunde auch in andere Genre zu etablieren: Mit Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed präsentieren uns idea Factory, Compile Heart und Tamsoft das erste Hack & Slay auf der PlayStation Vita, das in Gamindustri spielt und Koei Tecmo so ganz schön Konkurrenz machen könnte. Was wir vom Spiel halten, verraten wir euch wie immer in unserem Test.

Schreiben wir einen Artikel!

Die Geschichte von Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed ist relativ fix zusammengefasst und wirkt fast schon banal. Die beiden Journalisten von Gamindustri Dengekiko und Famitsu möchten verschiedene Artikel über die CPU und deren Schwestern schreiben, weswegen alle spielbaren Figuren auf verschiedene Quests geschickt werden müssen. Doch was wäre ein Artikel ohne einen spannenden Endboss? Und genau aus diesem Grund sehen sich Neptune und ihre Freundinnen dem Next-Gen Mech gegenüber. Können sie Gamindustri retten und wird es trotz allem einen supertollen Artikel geben?

Wer bisher noch in keinen Genuss der Neptunia-Spiele kam, dem bieten wir eine kurze Einführung: Gamindustri ist in vier große Gebiete unterteilt. In Leanbox regiert die schöne Vert, die Microsoft und das Xbox-Universum repräsentiert. In LaStation herrscht Noire mit ihrer jüngeren Schwester Uni; beide stehen für PlayStation. LoWee wird von Blanc regiert, unterstützt wird sie von den Zwillingen Ram und Rom. Alle drei stellen Nintendo dar. Zu guter Letzt gibt es noch Planeptune, in dem Neptune und ihre Schwester Nepgear leben. Zu guter Letzt gibt es dann noch den HDD-Modus, mit dem sich jede Figur in eine Art starkes Überwesen verwandeln kann, um mächtige Angriffe zu starten. Gleichzeitig werdet ihr immer wieder auf verschiedene Anspielung innerhalb der Videospielindustrie stoßen, so beispielsweise auf den Charakter IF, die für das Unternehmen idea Factory steht.

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Oh, my tea is already

Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed ist das erste Hack & Slay der Reihe. Das bedeutet, dass es keine rundenbasierenden Kämpfe oder etwas in der Art gibt. Ihr befindet euch mit jeder Quest in einer Art Arena, manchmal landet ihr auch in einem richtigen Dungeon, und müsst verschiedene Aufgaben erfüllen. Meistens gestaltet sich das Ganze allerdings so, dass ihr eine bestimmte Anzahl Gegner besiegen müsst, damit der Boss erscheint. Es gibt jedoch auch andere Arten von Quests, manchmal müsst ihr Items einsammeln oder auf ganz andere Weise die Gegner besiegen. Gerade bei der letzten Art müsst ihr oft selbst herausfinden, was eure Aufgabe ist, da hilft euch das Spiel nicht unbedingt weiter.

Für die einzelnen Quest könnt ihr euch frei wählen, welche Figur ihr gern spielen möchtet. Bedenkt, dass nicht jede Figur die gleichen Fähigkeiten oder die gleichen Waffen benutzt. Während Vert beispielsweise einen Speer benutzt, greift Uni auf eine Art Maschinengewehr zurück und Noire schwingt einen Degen. Während sich die meisten Figuren relativ flink spielen lassen, gibt es aber auch noch Blanc, die einen Hammer benutzt und der ist ziemlich langsam, dafür aber auch ganz schön stark. Wie auch immer, am besten ist es, wenn ihr alle Figuren ausprobiert, um eure Favoritin zu finden. Klug wäre es ohnehin, wenn ihr euch mit allen Figuren befasst, da es auch Quests gibt, in denen bestimmte Charaktere gefordert werden.

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Damit ihr euch nicht alleine durch die verschiedenen Quests kämpfen müsst, könnt ihr bei den meisten Quests zwei Charaktere auswählen, wobei jedes Teammitglied am Ende Erfahrungspunkte bekommt, egal ob es jetzt gekämpft hat oder nicht. Nach jeder Quest werdet ihr übrigens auch bewertet, hier ist es abhängig, wie viel Schaden ihr genommen habt und wie viele Gegner eurer Waffe zum Opfer fielen. Je weniger Schaden ihr genommen habt, desto höher ist auch eure Wertung, die allerdings so gut wie keine Auswirkungen hat. Dafür hat der Schaden, den ihr nehmt, Auswirkungen auf die Wertung. Werdet ihr zu oft getroffen, reißt eure Kleidung und ihr seid dann selbstverständlich angreifbarer. Nach jeder Quest wird die Kleidung wieder repariert.

Uns haben die Quests sehr viel Spaß gemacht, da sie in der Regel schnell erledigt waren und trotzdem eine Abwechslung boten. Gerade für unterwegs dürfte diese Art von Spiel hervorragend sein, sofern man auf Hack & Slays steht.

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Tekken meets Neptune

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Habt ihr die Hauptstory mit rund 10 Stunden Spielzeit durchgespielt, habt ihr die Möglichkeit euch im Postgame auszutoben. Mit dem Abschluss des dritten Kapitels innerhalb der Story schaltet ihr das sogenannte „Gamindustri Gauntlet“ frei. Hierbei handelt es sich um einen Wettkampf, in dem jeder Charakter inklusive der HDD-Formen gegeneinander antritt. Das Ganze gestaltet sich wie ein typisches Beat’em Up Spiel, bei dem ihr eine Figur auswählt und mit ihr bis an die Spitze gelangen müsst.

Entscheiden könnt ihr euch, ob ihr die Kampfpartner festlegt oder ob dies das Spiel selbst machen soll. Außerdem könnt ihr euch für einen von drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen entscheiden. Wählt ihr Wimpy, also den niedrigsten Schwierigkeitsgrad, dürftet ihr absolut keine Probleme haben. Die Gegner werden nur etwa zwei Schläge aushalten und dann KO gehen. Auf Decent ist das Ganze schon wesentlich schwieriger und wird euch ganz schön ins Schwitzen bringen. Und auf Pro seid ihr diejenigen, die nur zwei Schläge aushalten und dann den Boden küssen.

Im Kampf selbst müsst ihr dann aufpassen: Verliert ihr einen Kampf, müsst ihr wieder ganz von vorn anfangen und habt somit verloren. Schafft ihr es jedoch bis zum Pokal, so schaltet ihr ein weiteres Accessoire für die Hauptstory frei, die übrigens nach Kapitel 3 noch nicht fertig ist, denn dann erwartet euch dort Kapitel 4 mit einigen sehr kniffligen Quests, die es wirklich ziemlich in sich haben. Habt ihr ein Turnier übrigens erfolgreich bestritten, erwartet euch der dritte Modus im Spiel, nämlich der Neptral Tower.

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Bis zur Unendlichkeit?!

Nein, keine Sorge, der Neptral Tower hat nur 50 verschiedene Ebenen. Den Neptral Tower schaltet ihr frei, wenn ihr einmal bei Gamindustri Gauntlet gewonnen habt. Möchtet ihr im Übrigen Platin haben, müsst ihr den Tower mit allen zur Verfügung stehenden Charakteren bis an die Spitze bewältigen. Das kann stellenweise ziemlich nervig sein, da sich die Level der Ebenen stark unterscheiden. Beispielsweise könnt ihr auf einer Stufe Monster Level 40 begegnen, während euch auf der nächsten Stufe ein paar Gegner der Stufe 3 erwarten. Auf diese schwankenden Unterschiede müsst ihr gefasst sein.

Der Neptral Tower an sich ist ein nervenaufreibendes Spielelement, da es ziemlich viel Zeit frisst, mit allen Charakteren nach oben zu kommen, wenn man wirklich Platin möchte. Vom Spielprinzip unterscheidet es sich zwar kaum zur Hauptstory, aber irgendwas fehlt dem Turm dennoch, um wirklich seinen Spaß damit zu haben. Zumal hier auch jede Runde gleich abläuft: Besiege alle Gegner lautet die Aufgabe, doch Abwechslungen gibt es wenige, was ziemlich schade ist.

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Und sonst so?

Mit dem Besiegen von Gegnern erhaltet ihr oft auch Medaillen mit denen ihr verschiedene Dinge kaufen könnt. Je mehr Medaillen ihr habt, desto mehr könnt ihr auch erwerben. Das, was ihr bekommen könnt, unterscheidet sich jedoch häufig. Mal könnt ihr Statusupgrades erwerben, sodass beispielsweise die HP um 100 Punkte angehoben werden, mal könnt ihr verschiedene Accessoires erwerben oder gar neue Waffen für die Protagonistinnen, wodurch diese dann stärker werden. Die Droprate der Medaillen unterscheidet sich von Gegner zu Gegner, aber wer in er Hauptstory nicht alle Medaillen sammeln konnte, wird sein Glück im Neptral Tower versuchen können, denn auch hier dropen die Monster einige der begehrten Sammelmünzen.

Ansonsten gibt es nicht viel mehr nebenbei zu erledigen, braucht man aber auch nicht wie wir finden, da die Story und die anderen Modi für jede Menge Aufgaben sorgen. Gerade für unterwegs ist Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed wirklich ein gelungenes Spiel, sofern der Akku der PlayStation Vita mitmacht.

Wohlbekanntes

Da Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed in Gamindustri spielt, gibt es auch viele bekannte Elemente. Die Figuren beispielsweise sind bereits aus den vorangegangenen Spielen bekannt, aber auch einige der Gebiete wurden nicht extra für Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed überarbeitet oder neugemacht. Aber das macht nichts, denn besonders bei einem Hack & Slay ist es fast schon gleich, auf welchem Schlachtfeld man nun sein Unwesen treibt. Auch die Monster dürften bereits aus den Vorgängern bekannt sein, diese unterscheiden sich nur hin und wieder mal durch eine andere Farbe.

Auch der Soundtrack wurde nur stellenweise überarbeitet, bietet aber sonst viele bekannte Musikstücke aus allen bisher erschienen Neptunia-Titeln, aber auch das ist nicht sonderlich dramatisch. Witzig fanden wir, dass Neptune wohl dieselbe Synchronstimme hat wie Eryn aus Fairy Fencer F, da sie hin und wieder den Spruch „Fairize!!! Oh, wrong game“ bringt. „Fairize“ ist in Fairy Fencer F das Kommando, um sich zu verwandeln. Aber auch so kann die Synchronisation ziemlich gut punkten, da die Stimmen hervorragend passen, auch wenn Ram und Rom nach einer Weile fast schon nerven.

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Eine gute Entscheidung!

Wir finden, dass Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed ein sehr gutes Spiel für die PlayStation Vita ist, das vor allem Fans von Dynasty Warriors und Co. gefallen dürfte. Wie auch schon die Vorgänger spielt Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed in Gamindustri und bietet somit viel Wohlbekanntes, von den Charakteren bis hin zu den Musikstücken, die verwendet werden. Anders jedoch als die anderen Spiele der Reihe, ist Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed ein Hack & Slay, es geht also darum, möglichst viele Monster zu erledigen und somit Ruhm zu ernten.

Und wer am Ende die Hauptstory durchgespielt hat, erhält die Möglichkeit am Gamindustri Gauntlet teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um einen Wettkampf, bei dem alle Figuren gegeneinander antreten und der Beste ermittelt wird. Wenn ihr hier einmal gewonnen habt, schaltet ihr den Neptral Tower frei und könnt euch mit allen Charakteren bis auf Ebene 50 hinauf kämpfen. Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed bietet Spielspaß für ungefähr 20 Stunden und ist vor allem durch seine relativ kurzen Quests für unterwegs hervorragend geeignet. Wir können nur allen zum Titel raten, die generell auf der Suche nach einem guten Hack & Skay auf der PlayStation Vita sind. Wir sind jedenfalls ziemlich begeistert vom Spiel. Wir würden uns freuen, wenn wir Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed auch irgendwann auf der großen Schwesternkonsole sehen könnten.

Pro Contra
+ Spaßiges Gameplay - Eher banale Geschichte
+ Viele unterschiedliche Charaktere
+ Kurze Level für unterwegs geeignet
+ Gamindustri Gauntlet
+ Neptral Tower… - … der fast schon nervig wird
+ Sehr gute Synchronisation - Außer Ram und Rom, die nerven stellenweise
+ Viele Anspielungen auf andere Videospiele
+ Recht guter Umfang für einen Handheld-Titel
+ Bekannte Grafiken/Musikstücke
+ Charaktere spielen sich unterschiedlich


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Technik: 92
  • Grafik: 90
  • Sound: 93
  • Umfang: 95
  • Gameplay: 94
  • KI: 90

Spielspaß: 95
  • Story: Die Story von Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed ist fast schon banal, passt aber gut zum Setting.
  • Frustfaktor: Der ist so gut wie nicht vorhanden, da man recht schnell im Level aufsteigt und so sein Glück erneut versuchen kann, wenn man nicht vorankommt.
  • Wiederspielwert: Nach der Story eröffnen sich viele Möglichkeiten, um noch mehr Spaß mit Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed zu haben, wodurch der Wiederspielwert recht hoch sein dürfte.
  • Design/Stil: Stilistisch orientiert man sich an den Vorgängern der Reihe und bleiben seinem Anime-Stil treu.
  • Musik: Auch die Musik kenn man bereits aus den Vorgängern, dennoch passt sie ganz gut zu den einzelnen Gebieten.

Information: Der Review Code zu Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed wurde uns von idea Factory zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Testgerät
Plattform: PlayStation Vita
Version: PCH-1004
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 2,5 Jahre


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