Don't Starve Giant Edition im Test - Wie ist das Überleben auf der Wii U?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Don't Starve Giant Edition im Test - Wie ist das Überleben auf der Wii U?

Beitragvon Meykota » Sa 13. Jun 2015, 22:36

Stellt euch vor, ihr wärt ganz allein in einer euch unbekannten Wildnis. Ihr kennt weder die Gefahren, noch alle Möglichkeiten, um euch richtig zu ernähren. Und dann gibt es da noch gefährliche Monster, die des nachts nach eurem Leben trachten… Herzlich willkommen bei Don’t Starve, das nun endlich auch seinen Weg als Giant Edition auf die Wii U gefunden hat. Wir haben uns Don’t Starve Giant Edition auf der Wii U näher angeschaut und verraten euch in unserem Test, ob sich das Nicht-Verhungern auch auf Nintendos Konsole lohnt.

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Es geht ums Überleben!

Don’t Starve ist auch in der Giant Edition ein Spiel, bei dem es maßgeblich darum geht, dass ihr möglichst lange überlebt. Mehr müsst ihr im Grunde nicht wissen, mehr jedoch wird euch widerfahren. Was nämlich am Anfang nach einer ziemlich leichten Aufgabe klingt, wird sich eher in ein gruseliges Abenteuer der Extraklasse verwandeln, bei dem ihr viel mehr machen müsst, als nur überleben.

Zunächst beginnt alles recht einfach. Ihr wählt euch entweder den ersten Charakter aus oder einen anderen, den ihr jedoch erst einmal freischalten müsst. Die weiteren freigeschalteten Charaktere verfügen über besondere Fähigkeiten, Fertigkeiten und Statuswerte, sodass ihr euch gut überlegen solltet, mit wem ihr spielt. Doch weiter im Programm. Ihr wählt euch einen Charakter aus und landet auf einer komplett zufällig generierten Map. Oft landet ihr genau da in der Welt, wo es zu Beginn Nahrung und Rohstoffe gibt. Auf diese Weise dürften die ersten Tage absolut kein Problem darstellen - sofern ihr mit euren Rohstoffen haushalten könnt. Denn neben essbaren Dingen ist es auch notwendig, dass ihr Steine, Holz und der gleichen sammelt, um euch mehr oder weniger häuslich niederlassen zu können.

In der Tat bietet euch Don’t Starve Giant Edition die Möglichkeit, dass ihr euch eine befestigte Bleibe bauen könnt, doch bis es soweit ist, braucht ihr vor allem eins: Geduld. Manchmal müsst ihr ziemlich weit laufen, um an neue Rohstoffe zu kommen und manchmal werden diese dann auch noch von gefährlichen Monstern bewacht, sodass ihr entweder gut im Schleichen oder Angreifen sein solltet, um es diesen Monstern zu zeigen. Eine Bleibe werdet ihr irgendwann brauchen oder zumindest ein gut funktionierendes Lagerfeuer, da euch des nachts weitaus gefährlichere Monster auflauern werden als tagsüber.

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Wir brauchen eine Science Machine

Um in Don’t Starve Giant Edition so richtig loslegen zu können, benötigt ihr in erster Linie eine sogenannte Science Machine, also eine Maschine, mit der ihr weitere Gegenstände herstellen könnt. Unter anderem habt ihr so die Möglichkeit, eine Farm zu bauen, mit der ihr wiederum Nahrung anpflanzen könnt. Je nach Map, die komplett zufällig generiert wird, bekommt ihr diese Science Machine und somit die entsprechenden neuen Objekte recht früh im Spiel, das ist jedoch wirklich von eurer Umgebung abhängig. Wenn ihr Pech habt, dauert es schon ein paar Tage, bevor die Maschine bauen könnt.

Mit dieser Maschine wird jedoch einiges viel schneller und einfacher gehen. Ihr könnt euch so beispielsweise Blöcke erstellen, mit denen ihr dann ein bestimmtes Gebiet einzäunen könnt. Auf diese Weise werden euch gefährliche Monster nicht mehr erwischen können - sofern ihr auch keine Lücke gelassen habt, versteht sich. Hier stehen euch jedoch auch verschiedene Möbel zur Wahl, mit denen ihr beispielsweise besser schlafen oder eure gesammelte Objekte verstauen könnt. Ziemlich praktisch, so eine Maschine. Vor allem weil sie Tor und Tür zu anderen Maschinen eröffnet, sodass ihr immer mehr herstellen könnt.

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Irgendwann kann’s unfair werden

In den meisten Runden von Don’t Starve Giant Edition, die wir bisher gespielt haben, war es so, dass ab einem bestimmten Tag auch tagsüber gefährliche Monster auf uns Jagd gemacht haben und wir es dann nicht mehr als ruhiges “Wir bauen unsere Festung”-Spiel ansehen konnten. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist, heißt es fast nur noch, dass ihr vor den Monstern weglaufen müsst. Und das ist ziemlich nervig, da ihr so wirklich kaum noch zu irgendwas kommt. Erkennen könnt ihr diese Phase übrigens dadurch, dass sich tagsüber meist eine Art Hitze-Nebel am Rand eures Bildschirms befindet, in dem sich hin und wieder Schatten von Monstern zeigen.

Weiterhin ist es ziemlich ärgerlich, Charaktere freizuschalten: Je länger ihr überlebt, desto mehr Erfahrungspunkte erhaltet ihr. Diese Punkte braucht ihr, um weitere Charaktere freizuschalten. Nach jedem Tod werden die Erfahrpungspunkte aufgerechnet, jedoch könnt ihr maximal immer nur einen Charakter freischalten. Es lohnt also nur bedingt, wenn ihr viele Tage überlebt, da ihr ohnehin immer nur einen Charakter freischalten könnt. Und übrigens: Wenn ihr sterbt, geht euer gesamter Fortschritt verloren und ihr müsst jedes Mal komplett von vorne anfangen. Es sei denn, ihr habt euch in der bestimmten Welt, in der ihr spielt, einen Checkpoint erstellt.

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Überleben auf der Wii U

Don’t Starve Giant Edition ist nicht einfach zu verstehen. Im Prinzip macht ihr alles mit dem Gamepad, wobei jedoch das eigentliche Spielgeschehen auf dem Fernseher zu sehen ist. Auf dem Gamepad selbst habt ihr die überaus schlechte Minimap, die zum einen viel zu klein ist und zum anderen nicht mit euch mitwandert. Wenn ihr also die Welt erkunden wollt, müsst ihr auf dem Pad hinterher ziehen, sofern ihr aus dem Bild herausgelaufen seid. Ansonsten braucht ihr noch die beiden Schultertasten und eigentlich so ziemlich alles, was an dem Gamepad dran ist. Mit den beiden Schultertasten öffnet ihr entweder euer Inventar (zwischen den Objekten wechselt ihr mit dem rechten Stick) oder euer Crafting Menü (hier navigiert ihr mit dem linken Stick). Ansonsten benötigt ihr A, B, X und Y, um anzugreifen oder Dinge aufzuheben.

Wer mit dem Gamepad nicht so vertraut ist, dürfte einige Probleme bekommen, allerdings gewöhnt man sich recht schnell an die verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten der Figur. Schade ist hier wirklich nur die Minimap, die einfach viel zu unpraktisch ist, um sie wirklich nutzen zu können. Ansonsten steuert sich das Ganze dann doch irgendwann ziemlich intuitiv, da viele Dinge entweder logisch sind oder immer noch einmal ganz kurz angezeigt wird, wie was zu benutzen ist. Im Übrigen könnt ihr auch komplett auf dem Gamepad spielen, wenn ihr oben am Rand des Gamepads auf das kleine Symbol drückt. Dann könnt ihr euren Fernseher weiter benutzen, während sich alles auf dem Gamepad abspielt. So cool das auch klingt, so dumm ist das eigentlich, da das Ganze auf dem kleinen Bildschirm wirklich ziemlich klein ist und man so viele Items im Inventar einfach nicht erkennen kann. Schade.

Vom technischen Bereich kann man sagen, dass es so gut wie kaum Probleme gibt. Es ruckelt nur ziemlich stark an jedem Morgen, wenn das System eine Autospeicherung anlegt, sonst sind uns jedoch keine technischen Probleme aufgefallen. Nur der Grafikstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert ein kleines bisschen an die Filme von Tim Burton und Co. Dafür hat Don’t Starve eine unheimlich dichte Atmosphäre, da man sich sehr gut mit den einzelnen Figuren identifizieren kann und versucht, möglichst lange zu überleben. Besonders nachts kann man die Angst der Charaktere fast hören und kriecht selbst möglichst nah ans Feuer, um eben doch nicht verletzt zu werden. Da ist die Atmosphäre wirklich ziemlich dicht, schade nur, dass es wirklich stellenweise verdammt unfair wird, überhaupt eine sinnvolle Anzahl an Tagen zu überleben. Oh, das soll übrigens nicht heißen, dass man nicht überleben kann. Unsere Bestzeit liegt derzeit bei 34 Tagen, aber manche Welten werden einfach zu fies generiert.

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Fazit: Bereit zum Überleben?

Don’t Starve Giant Edition verfolgt ein interessantes Konzept, bei dem es darauf ankommt, lange genug zu überleben, um dabei möglichst viel zu bauen und sich nicht von den Monstern fressen zu lassen. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle wie beispielsweise Hunger und Angst. Wer nicht gut planen kann, ist in den stets zufällig generierten Welten ein wenig arg aufgeschmissen. Und genau hierin besteht das größte Problem von Don’t Starve: Weil die Welten jedes Mal zufällig generiert werden können, ist es absolut zufällig, wie und wo ihr landet. Manchmal könnt ihr so viele Tage überleben, manchmal seid ihr jedoch schon nach wenigen Tagen am Ende. Das ist Mist und treibt den Frustfaktor unnötig in die Höhe, zumal mit einem Tod auch alle Errungenschaften fort sind.

Trotz dessen hat Don’t Starve eine dichte Atmosphäre, sodass man sehr stark mit den Figuren mitfühlen kann. Auf der Wii U spielt sich das Ganze überraschend gut, lediglich die Minimap, die auf dem Gamepad angezeigt wird, ist ziemlich störend, da sich diese nicht mitbewegt und auch so viel zu mini ist. Wer jedoch auch der Wii U nach einem Spiel sucht, bei dem man überleben kann und muss, der ist mit Don’t Starve Giant Edition trotzdem ganz gut beraten, denn ganz so viele Genrekollegen gibt es auf Nintendos Konsole auch wieder nicht.

Pro Contra
+ Zufällig generierte Maps... - … die den Frustfaktor ganz schön nach oben treiben
+ Interessantes Konzept - Spiel kann unnötig unfair werden
+ Viele Möglichkeitent - Minimap auf Gamepad ist zu klein und unausgereift
+ “Gruseliger” Grafikstil - Heftiges Ruckeln beim Speichern
+ Passender Soundtrack
+ Möglichkeit, auf Gamepad zu spielen... - … da ist leider alles viel zu klein


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Technik: 74
  • Grafik: 72
  • Sound: 85
  • Umfang: 90
  • Gameplay: 76
  • KI: 45

Spielspaß: 72
  • Story: Es gibt keine vorgeschriebene Story, dafür könnt ihr sie komplett selbst bestimmen, da euer Vorgehen die Geschichte vorgibt.
  • Frustfaktor: Der ist leider dank den zufällig generierten Maps sehr wohl vorhanden. In manchen Runden passiert es zudem, dass das Spiel einfach irgendwann unfair wird und man kaum noch eine Möglichkeit hat, noch irgendwas zu machen.
  • Wiederspielwert: Der ist relativ hoch, so lange man einen Überlebenswillen hat und die anderen Charaktere freischalten möchte.
  • Design/Stil: Vom Stil her erinnert Don’t Starve an Filme von Tim Burton und ist somit eher etwas creepier gehalten.
  • Musik: Die Musik unterstreicht jede Situation ziemlich passend.

Information: Das Review Muster zu Don’t Starve Giant Edition wurde uns von Nintendo zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Testgerät
Plattform: Wii U
Version: Premium 32GB
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware, Spiel installiert auf internem Speicher
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 10 Monate
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Re: Don't Starve Giant Edition im Test - Wie ist das Überleben auf der Wii U?

Beitragvon Sib » Sa 13. Jun 2015, 23:01

Wisst ihr was zu der Aktion mit dem Gratis Spiel? Also das man beim kauf einen zweiten Code zum verschenken bekommt?^^
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Re: Don't Starve Giant Edition im Test - Wie ist das Überleben auf der Wii U?

Beitragvon thomary » Sa 13. Jun 2015, 23:09

Gilt bei uns bis zum 4. Juli - Also genau bis einen Monat nach dem Launch. Die Aktion ist direkt im eShop sichtbar und sollte automatisch ausgelöst werden.
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