Dr. Mario: Miracle Cure im Test - Wie gut ist Dr. Mario auf dem 3DS?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Dr. Mario: Miracle Cure im Test - Wie gut ist Dr. Mario auf dem 3DS?

Beitragvon Meykota » Sa 20. Jun 2015, 14:33

“Herr Doktor, Herr Doktor, ich habe ein Problem!” Frau Meier ist ganz außer sich und rauft sich die Haare, doch der Doktor sieht sie nur von der Seite an, wackelt mit seinen Schnauzbart, rückt seine rote Mütze zurecht und ruft freudestrahlend: “It’s a me, Mario!” Okay, das war wohl der schlechteste Arztwitz ever, dafür aber eine recht schöne Überleitung, wie wir finden, zu unserem Test zu Dr. Mario: Miracle Cure, das für Nintendos 3DS (und 2DS) verfügbar ist. Ob sich Dr. Marios Sprechstunde lohnt oder ob wir vorher lieber bei Jameda hätten gucken sollen, verraten wir euch in unserer Review.

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Ein Mann vom Fach

Dr. Mario praktiziert schon seit 1990 auf Nintendos Plattformen und somit hatte der Gute auch einen langen Weg vor sich, bis er sein ganz eigenes Spiel auf Nintendos 3DS erhielt. Auf dem Weg dorthin musste er viele verschiedene Abwandlungen über sich ergehen lassen und nun muss sich Dr. Mario das Spiel sogar auch noch mit Dr. Luigi, dem Pfuscher, teilen. Schlimm, schlimm! Doch zunächst einmal:

Im Startmenü könnt ihr zwischen “Wundermittel-Versuchslabor”, “Rezept nach Maß”, “Online” und “Lokal” wählen. Auch wenn sich das Wundermittel-Versuchslabor nach etwas absolut Spannendem anhört, bei dem ihr vielleicht selbst eigene Wundermittel oder Level kreieren könnt, habt ihr hier im Prinzip das Hauptspiel. Zu Wahl stehen euch drei verschiedene Schwierigkeitsstufen, wobei “Anfänger” im Grunde mit dem Tutorial gleichzusetzen ist. Auf jeder Schwierigkeitsstufe erwarten euch 20 verschiedene Level, die relativ rasant an der Schwierigkeit zunehmen. Beginnt ihr zunächst langsam mit nur einer Farbe, so wird sich das ziemlich schnell steigern. Hierbei unterscheiden sich die verschiedenen Level auch von den Doktoren, doch dazu später mehr.

Unter “Rezept nach Maß” findet ihr verschiedene besondere Spiele wie beispielsweise die Bazillenjagd, die komplett über den Touchscreen gesteuert wird. Eine Erklärung, wie das Ganze funktioniert, gibt es auf dem oberen Bildschirm, verwirrend ist das Ganze trotzdem. Ansonsten könnt ihr dann in “Online” und “Lokal” gegen eure Freunde antreten.

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Weg mit den Bazillen!

Wer bisher noch nie ein Dr. Mario gespielt hat, der wird sich vermutlich wundern, denn das Ganze ist im Grunde nichts Anderes als ein Tetris-Spiel mit Hindernissen. Das bedeutet, dass ihr in jedem Level eine bestimmte Anzahl an Bazillen mithilfe von Marios oder Luigis Pillen vernichten müsst. Dabei müsst ihr mindestens eine Reihe von vier gleichfarbigen Dingen zusammenstellen (egal ob Bazille oder Tablette, jedoch brauchen 4 Bazillen schon eine Tablette, um ausgelöst zu werden). Je nach Level kann das ziemlich fordernd, fies und zugleich auch frustrierend sein, da es nicht nur von eurem Können abhängt, ob ihr weiterkommt, sondern vor allem von den Pillen, die euch diese beiden Quacksalber da zukommen lassen - Eben typisch für Tetris-Spiele.

Übrigens unterscheiden sich Mario und Luigi dahingehend, dass Luigis Pillen immer aus zwei Pillen bestehen, die L-förmig aneinander gehängt wurden. Das macht das Spiel gleich noch einmal einen Deut schwieriger, da man so etwas weiter denken muss, als nur bis zur nächsten Pille. Das “Wundermittel-Versuchslabor” ist übrigens so aufgebaut, dass sich die beiden Doktoren regelmäßig abwechseln, sodass also kaum Langeweile aufkommen dürfte. Zudem gibt es - wie bei neuartigen Tetrisspielen auch - verschiedene Elemente, um etwas schneller voranzukommen, so gibt es beispielsweise eine Bombe, die in einem bestimmten Umkreis alle Bazillen oder Pillen aus dem Weg räumt. Welche Items es gibt, wie sie funktionieren und welchen Zweck sie haben, wird euch während der normalen Sprechstunden auf dem Touchscreen angezeigt, die Pillen steuert ihr ganz normal mit dem Digipad oder dem linken Stick.

An sich ist das Konzept ziemlich simpel, allerdings nagt der ziemlich rasant steigende Schwierigkeit und die etwas seltsame Umsetzung auf dem 3DS ganz schön am Spielspaß, denn vor allem auf dem normalen 3DS ist das Ganze ziemlich klein dargestellt, doch dazu gleich etwas mehr.

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Ist da was?

Die Darstellung auf dem 3DS ist ziemlich klein. Die Level werden auf dem oberen Bildschirm des Geräts abgebildet, allerdings wird der Bildschirm noch einmal unterteilt, sodass ihr im Grunde nur etwa ein Drittel des Bildschirms braucht, der für euch relevant ist, denn genau dort fallen die Pillen auf die Bazillen. Wer also möglicherweise bereits etwas schwach auf den Augen ist, wird sich hier ein kleines bisschen veralbert vorkommen. Aber nicht nur der Bildschirm ist etwas klein geraten, auch die Informationen sind äußerst überflüssig. Beispielsweise hat man auf der rechten Seite immer Luigi oder Mario stehen, die die nächsten Tabletten reinwerfen, sodass man einen Überblick über die kommenden Farben hat. Das hätte man auch anders darstellen können, um so beispielsweise mehr Platz für das Bazillenglas, auf dem das Hauptaugenmerk liegen sollte, zu haben.

Zudem ist auch der Soundtrack eher… Sagen wir es so: Zunächst verbreitet der Soundtrack ziemliche Ohrwurmmusik, die jedoch nach wenigen Minuten bereits in ein nervtönendes Gedudel übergeht, sodass man unter Garantie ziemlich freiwillig am Lautstärkeregler des 3DS spielen wird. Wahrscheinlich ist die Art von Musik für Hartgesottene gut geeignet, für Leute mit einem zumindest geringen Musikgeschmack aber eher ungeeignet und nervig. Wer übrigens auf eine gute Nutzung des 3D-Effekts vom 3DS gehofft hatte, wird auch bei Dr. Mario: Miracle Cure enttäuscht. Dieser findet nur im Hauptmenü Anwendung und ist somit absolut nutzlos.

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Empfehlen wir Dr. Mario weiter?

Die Sache mit Dr. Mario: Miracle Cure ist etwas tricky: Fans von Tetris-Spielen kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten, alle anderen... nun. Dr. Mario Miracle Cure verfolgt ein interessantes Konzept, das jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Zum einen steigt der Schwierigkeitsgrad sehr rasant an, zum anderen ist die Umsetzung auf dem normalen 3DS eher fraglich. Der obere Bildschirm wird nicht anständig genutzt, sodass vom Bildschirm lediglich ein Drittel relevant ist. Deswegen ist alles noch viel kleiner als es ohnehin schon ist und das schmälert den Spielspaß.

Zudem leidet Dr. Mario: Miracle Cure an einem äußerst nervigen Soundtrack, der schon nach wenigen Minuten dazu führt, dass man die Lautstärke runtersetzt. Und wenn man dachte, man könne ein Dr. Mario in 3D erleben, der wird ebenfalls enttäuscht, da der immer wieder so toll beworbene 3D-Effekt des 3DS nur im Hauptmenü genutzt wird. Zusätzlich ist der Name des eigentlich Hauptspiels schlecht gewählt: Im "Wundermittel-Versuchslabor" kann man keine eigenen Level kreieren oder eigene Tabletten schaffen, sondern lediglich den Hauptmissionen, den sogenannten Sprechstunden, folgen. Schade, hier hätten wir uns etwas mehr erhofft. Dennoch können wir den Titel guten Gewissens jedem empfehlen, der schon einmal ein Dr. Mario in der Hand hatte oder der ganz gern ein etwas anspruchsvolleres Tetris spielen möchte.

Pro Contra
+ Interessantes Konzept - Nutzung des 3D-Effekts nur im Hauptmenü
+ Viele Spielmodi - Umsetzung auf dem oberen Bildschirm zu klein
+ Forderndes Tetris-Spiel - Soundtrack schlägt schnell in nerviges Gedudel um
+ Items und unterschiedlicher Aufbau lockern das Spielprinzip - Erklärungen meist nicht ausreichend oder nicht vorhanden
+ Mehrspielermodus vorhanden - Verwirrung bei den Modi
- Schnell ansteigender Schwierigkeitsgrad
- Hoher Frustfaktor


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Technik: 67
  • Grafik: 58
  • Sound: 50
  • Umfang: 85
  • Gameplay: 70
  • KI: 70

Spielspaß: 58
  • Story: Eine Story gibt es in dem Sinne nicht, lediglich ein Setting bei dem man als Dr. Mario oder Dr. Luigi gegen Bazillen antritt und diese mithilfe verschiedener Pillen vernichten möchte.
  • Frustfaktor: Sehr hoch, da die Level bereits sehr schnell rasant an Schwierigkeit zunehmen und entsprechende Erklärungen häufig fehlen.
  • Wiederspielwert: Wenn man diese Art von Spielen mag, wird man immer wieder versuchen wollen, seinen Highscore zu knacken.
  • Design/Stil: Die Umsetzung ist tricky, vor allem auf dem normalen 3DS, da der obere Bildschirm nur zu etwa einem Drittel sinnvoll genutzt wird. Viel zu klein.
  • Musik: Zunächst wirkt die Musik lustig und fröhlich, schlägt jedoch nach wenigen Minuten bereits in nerviges Gedudel um, das man möglichst schnell ausschalten möchte.

Information: Das Review Muster zu Dr. Mario: Miracle Cure wurde von Nintendo zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Testgerät
Plattform: 3DS
Version: 3DS
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 4 Jahre
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Re: Dr. Mario: Miracle Cure im Test - Wie gut ist Dr. Mario auf dem 3DS?

Beitragvon Sib » Sa 20. Jun 2015, 15:20

Dann reicht mir das klassische Dr.Mario vom GB auf dem 3DS völlig aus^^
Dachte, für die paar Mücken kann nicht soviel falsch machen im Gegensatz zu Dr. Luigi^^"

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