FAST Racing NEO (Wii U) im Test - Das schnellste Game aller Zeiten!

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FAST Racing NEO (Wii U) im Test - Das schnellste Game aller Zeiten!

Beitragvon thomary » Di 15. Dez 2015, 16:37

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Dass sich Nintendo mit einem neuen F-Zero dermaßen lange Zeit lässt, hat nicht zwangsläufig zur Folge, dass das Genre der Future-Racer tot wäre. Ausgerechnet die Wii U blieb erstaunlich lange außen vor, doch nun rast das Münchner Studio Shin'en mit FAST Racing NEO auf Nintendos Konsole. Wir haben die Probefahrt gemacht und verraten euch, ob das rasante Rennspiel eine Empfehlung wert ist.

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Ab auf die Strecke

FAST Racing NEO legt seinen Fokus ganz klar auf die schnellen Rennen: Die Menüs sind umkompliziert, die Ladezeiten recht kurz, großartige Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht. Dazu gehört auch, dass man die Steuerung nicht anpassen kann – Uns stört das nicht, aber man muss sich eben dran gewöhnen, dass A und B zum Beschleunigen bzw. Bremsen herhalten und diese Belegung nicht auf die Trigger geändert werden kann.

Bezüglich der Spielmodi bietet FAST Racing NEO alles, was das Herz begehrt: Eine Karriere in drei Schwierigkeits- bzw. Geschwindigkeitsstufen mit jeweils vier Meisterschaften, knackiges Zeitfahren für Könner und Kenner der Strecken, einen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler auf einem Splitscreen, und zu guter Letzt einen Onlinemodus, in dem man maximal zu acht gegen Freunde oder Spieler aus aller Welt antreten darf.

Auf der Strecke ist FAST Racing NEO der reinste Rausch: Das Geschwindigkeitsgefühl ist großartig, wobei das Spiel (zumindest offline) jederzeit butterweich über den Bildschirm läuft und zudem richtig gut ausschaut. Vorhandene Mängel wie Unschärfe und Kantenflimmern werden meistens durch die irren Geschwindigkeiten sehr gut vertuscht, zudem kann die optische Gestaltung der Strecken absolut überzeugen.

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Die Strecken sind größtenteils extrem hübsch anzusehen.


Für Profis – Und doch frustrierend

FAST Racing NEO ist was für Profis – Für all diejenigen nämlich, die sich mit den Kursen auseinandersetzen und daran feilen, die Strecke perfekt hinter sich zu bringen. Turbofelder auf der Strecke sind nicht einfach so benutzbar, sondern die „Phase“ des Fahrzeugs muss angepasst werden – Es gibt zwei davon, gewechselt wird blitzschnell auf Knopfdruck. Das erweitert die übliche Fun- und Futureracer-Formel um eine gelungene Note. Nebenbei noch die Turbokugeln einsammeln und so das Schiff dauerhaft im Turbo halten, ein bisschen Können (und auch Glück) vorausgesetzt. Das ist schon wahnsinnig cool.

Zeitrennen und die Mehrspieler- bzw. Onlinemodi machen so fast uneingeschränkt Spaß. Schade bloß, dass Shin'en für den Einzelspielermodus auf eine total fiese und knallharte Gummiband-KI setzt, die wir gerne sehr viel anders gesehen hätten. Spätestens auf der zweiten Stufe ist die Meisterschaft knallhart und ihr könnt häufig nur noch am nicht vorhandenen Auspuff der Kontrahenten schnuppern, vor allem dann, wenn ihr euch einen Fehler erlaubt.

Während FAST Racing NEO dieser Anspruch eigentlich gut tut, ist die KI leider alles andere als gelungen. Man merkt, dass hier einfach andere Fahrzeuge auf Speed gesetzt wurden, auch wenn man gegen andere sehr gute Mitspieler antritt, merkt man, dass es beim KI-Gehabe einfach nicht mit rechten Dingen zugeht. Davon abgesehen funktioniert die Bestimmung der eigenen Position manchmal nicht ganz exakt – Im besten Fall kommt euch das auch zu Gute, denn wir sind schon mehrmals kurz nach dem Kontrahenten übers Ziel gerast, wurden aber trotzdem als Erster gefeiert. Das Gegenteil ist natürlich auch denkbar.

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Bei Zweikämpfen mit der fiesen KI zieht ihr fast immer den Kürzeren.


Einfache Struktur

Auf Dauer hätte man sich vielleicht in FAST Racing NEO noch mehr Tiefe und Feinheiten wünschen können – Zwar wird man wochenlang beschäftigt sein, um sein Fahren zu perfektionieren, dennoch fällt nach einigen Runden auf den Strecken auf, dass sie zwar optisch gelungen und abwechslungsreich sind, sich die eigentlichen Feinheiten aber in Grenzen halten. So gibt es im Wesentlichen feste Typen von Strecken: Solche, bei denen zahlreiche Hindernisse auf den Kursen verteilt sind, andere, auf denen man sein Fahrzeug auch im Flug richtig steuern muss, dann noch hin und wieder Passagen, in denen man nicht vom Kurs fallen darf. Einzelne Strecken oder Abschnitte kombinieren all das – Im Wesentlichen wurden aber immer die gleichen Dinge in eine andere optische Erscheinungsform gepresst.

Das Ganze stützt den recht einfachen Eindruck, den auch die Menüs von FAST Racing NEO hinterlassen. Da haben wir schon deutlich hochwertigere Spiele gesehen. Das alles lenkt nicht davon ab, dass FAST Racing NEO dennoch sehr sauber auf die Wii U umgesetzt wurde. Technisch gibt es fast nichts auszusetzen, nur im Onlinemodus haben wir gelegentlich mit Stabilitätsproblemen zu kämpfen – Einmal stürzte unsere Wii U komplett ab und war nicht mehr ansteuerbar.

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Ein Splitscreen für bis zu vier Spieler gehört auch zum Funktionsumfang.


Fazit: Rasanter Spaß mit Spaßbrems-KI

FAST Racing NEO ist im Großen und Ganzen ein gelungenes und spaßiges, in erster Linie aber irre schnelles Rennspiel. An der technischen Umsetzung auf die Wii U samt genialem Geschwindigkeitsgefühl gibt es nichts auszusetzen. Während man so mit Freunden und online sowie beim Zeitrennen viel Spaß haben kann, ist die KI eine große Spaßbremse. Einerseits unterstützt sie mit ihrem knallharten Gummiband-Charakter zwar die recht hohe Schwierigkeit des Spieles, doch andererseits hat man einfach nicht den Eindruck, es hier mit nachvollziehbaren Kontrahenten zu tun zu haben. Es überwiegt einfach der Eindruck, als seien die Gegner auf Krampf viel zu schwer programmiert oder gar gescriptet worden. Im Vergleich zu menschlichen Mitfahrern wirken sie einfach kein bisschen natürlich – Das bekommen andere Rennspiele wesentlich besser hin. Unterm Strich sollten Futureracer-Fans und Hardcore-Rennspieler FAST Racing NEO unbedingt ausprobieren. Wer aber allzu schnell den Controller gegen die Wand schmeißt, lässt besser die Finger davon, zumindest von den Meisterschaften!

Pro Contra
+ Großartiges Geschwindigkeitsgefühl - Misslungene Gummiband-KI im Einzelspielermodus
+ Optisch sehr gelungen, abwechslungsreiche Strecken - Feinheiten auf den Strecken halten sich in Grenzen
+ Unkompliziertes Spielvergnügen - Gelegentliche Stabilitätsprobleme im Onlinemodus (Absturz!)
+ Hoher Anspruch
+ Unkomplizierte Onlinerennen
+ Gelungene Musikuntermalung


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Technik: 69
  • Grafik: 88
  • Sound: 85
  • Umfang: 70
  • Gameplay: 69
  • KI: 35

Spielspaß: 78

Einzelspieler

  • Wiederspielwert: Zeitrennen und Onlinemodi bieten hartgesottenen Spieler auch länger einen Anreiz, ihr Können unter Beweis zu stellen.
  • Frustfaktor: Man lernt von seinen Fehlern – Doch im Meisterschaftsmodus ist oft nicht nachvollziehbar, warum man nun so schlecht abgeschnitten hat.
  • Design/Stil: Gelungen futuristisch – Hier gibt’s nichts auszusetzen.
  • Musik: Die Musikuntermalung ist gut gelungen.

Mehrspieler:
  • Matchmaking: Verfügbare Spieler werden gefunden, nur teilweise abhängig von ihrer bereits verdienten Punktzahl - Macht nichts!
  • Motivation: Der Onlinemodus kann zumindest immer mal wieder für eine Runde einladen.
  • Stabilität: Mit kleineren Problemen - Vermutlich dann, wenn ein anderer Spieler Verbindungsprobleme hat. Einmal stürzte unsere Wii U ab.
  • Vielfalt: Es gibt nur normale Rennen - Wie eben im gesamten Spiel. Auf Online-Zeitrennen verzichtet man.

Informationen zum Testgerät

Plattform: Wii U
Version: Premium 32GB
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware, Spiel installiert auf internem Speicher.
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 1 Jahr, 5 Monate

FAST Racing NEO ist ausschließlich im Wii U eShop für 14,99€ erhältlich.
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Re: FAST Racing NEO (Wii U) im Test - Das schnellste Game aller Zeiten!

Beitragvon MaruTaruBaru » Di 15. Dez 2015, 18:29

das schnellste Game aller Zeiten?
300-350 mph?

pffff
Star Wars Podracer
1200 mph ;)
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