Dub Dash (Steam) im Test – Beat links, Beat rechts, Augen kaputt

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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thomary
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Dub Dash (Steam) im Test – Beat links, Beat rechts, Augen kaputt

Beitragvon thomary » So 13. Mär 2016, 15:15

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Unseren Testbericht zu Dub Dash haben wir eine ganze Weile mit uns hergeschleift – Dabei muss man den Titel aus dem Aachener Hause Incodra eigentlich gar nicht lange spielen, um herauszufinden, ob man ihn mag oder nicht. Warum wir trotzdem lange gebraucht haben, um das Spiel ansatzweise zu meistern, verrät der Test.

Links, rechts, oben, unten

Zum Spielprinzip von Dub Dash gibt es gar nicht viel zu viel zu sagen, nur: Es ist schnell verstanden, aber umso schwieriger zu meistern. Easy to learn, hard to master also. Ihr steuert eine Kugel durch verschiedene Kurse und müsst auf alle Fälle verhinden, dass sie mit Hindernissen in Berührung kommt. Die Steuerung funktioniert ganz alleine über die Pfeiltasten links und rechts auf der Tastatur.

Begleitet werdet ihr von elektronischen Beats – Wir nennen es mal Dubstep, auch wenn wir keine richtige Ahnung haben, ob Fans es auch so bezeichnen würden. Fakt ist: Die Musik hat uns gut gefallen, aber man hört die einzelnen Stücke immer wieder. Das liegt nämlich daran, dass Dub Dash wirklich schwer ist. Allein, bis wir das erste Level geschafft haben, verging einige Zeit, vom zweiten ganz zu schweigen.

Der Kniff: Auf den Kursen sind Tore platziert, die als Checkpoints dienen, doch nur im Übungsmodus könnt ihr immer wieder zum letzten Checkpoint zurückkehren. Im normalen Spielmodus, und nur dort könnt ihr das Level auch abschließen und zum nächsten weitergehen, müsst ihr ganz von vorne anfangen, außer, ihr habt noch Leben übrig. Und Leben bekommt ihr nur, indem ihr einen weiteren Kurs im Herausforderungsmodus meistert – Fünf Leben pro geschafftem Kurs. Im Herausforderungsmodus werden verschiedene Teile der Kurse miteinander kombiniert und im Hintergrund läuft jeweils eins der Musikstücke, die euch auch in der Kampagne begegnen.

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Das Standardgameplay...


Versteckte Noten, Kniffe beim Gameplay

Insgesamt gibt es in der Kampagne übrigens neun verschiedene Kurse und Musikstücke – Nicht viel, aber bis ihr sie alle gemeistert habt, seid ihr mit Dub Dash trotzdem einige Stunden beschäftigt, vor allem, wenn ihr noch die Noten sammeln wollt, für die ihr in teilweise waghalsigen Manövern den üblichen Kurs verlassen müsst. An einige Noten kamen wir beim besten Willen noch nicht ran, weil sie ganz knapp bei Hindernissen platziert sind. Für den schmalen Preis von 4,99€ ist der gebotene Umfang also durchaus in Ordnung.

Mit der Zeit führt Dub Dash noch einige Abwandlungen des Gameplays ein, sodass das Spielerlebnis nie so ganz eintönig wird: Da fliegt ihr zum Beispiel auch mal durch einen Levelabschnitt und müsst eure Höhe durch Drücken einer der beiden Pfeiltasten halten. Ein anderes Mal wechselt ihr in eine direkte Third-Person-Ansicht und müsst im richtigen Moment die Spur wechseln – Das ist fast das einfachste Spielelement. Bis zum Ende führt Dub Dash so einige neue Kniffe ein, die alle Spaß machen.

Trotzdem ist Dub Dash beim jeweils ersten Durchgang eines Liedes dauerhaftes Trial & Error – Gerade nach den Toren, also den Checkpoints, lauern gerne mal fiese Fallen, die ihr unmöglich vorhersehen könnt. Fünf Leben sind wirklich schnell verballert, deswegen solltet ihr behutsam damit umgehen und tendenziell das Level eher neustarten, außer, ihr scheitert beim letzten oder vorletzten Checkpoint.

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...das Fliegen...


Ich mach mal Pause...

Vielleicht wisst ihr, dass Videospiele euch dazu auffordern, nach jeder Spielstunde eine Pause einzulegen. In Dub Dash haben wir nicht mal eine Stunde durchgehalten. Eigentlich ist das Spiel wirklich hübsch und effektreich, aber vor allem ist es knallbunt und alles ist in Bewegung.

Ich muss sagen, und hier kann ich wirklich nur für mich sprechen, dass ich noch nie ein für die Augen so anstrengendes Spiel gespielt habe. Ich habe normalerweise keinerlei Probleme mit Motion Sickness oder gar fotosensitiver Epilepsie – Aber warum sich ein entsprechender Warnhinweis im Steam Store bei Dub Dash befindet, habe ich sehr gut verstanden. Nach spätestens zwanzig Minuten sind meine Augen überfordert und ich muss Pause machen, weil auch meine Konzentrationsfähigkeit im Keller ist. Dann scheitere ich noch öfter, als es in Dub Dash ohnehin schon der Fall ist.

Ich hab es auch mal auf meinem Laptop probiert, um Dub Dash auf einem anderen Bildschirm zu sehen, aber da gab es wegen der eher schwachbrüstigen Hardware auch noch Tearing, da war es dann gleich ganz vorbei.

Wenn ihr mit Dub Dash besser klar kommt und vielleicht sogar noch einen Freund überzeugen könnt, mit euch eine Runde zu spielen, könnt ihr auch den Splitscreen-Modus ausprobieren. Da gewinnt der, der zuerst den Kurs schafft. Punkte oder sowas gibt es nicht, denn in Dub Dash zählt ja nur: Entweder ihr schafft den Kurs, oder eben nicht.

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... und "Dragraces".


Fazit: Der Reiz des schnellen Beats

Dub Dash ist ein nettes kleines Spiel, das quasi nichts falsch macht. Es bietet keine besondere Spieltiefe, sondern kombiniert ein einfaches Spielprinzip mit hoher Schwierigkeit und viel Trial & Error. Ihr solltet also wissen, worauf ihr euch einlasst. Problematisch kann die zwar hübsche, aber knallbunte und sehr anstrengende Grafik werden – Wir hatten bei Dub Dash echte Augenprobleme und konnten den Titel nicht lange im Stück spielen. Schaut euch am besten im Vorfeld mal Videos an, ob das was für euch ist. Ansonsten könnt ihr für 4,99€ ein paar Stunden fluchen und (unserer Meinung nach) gelungenen Beats lauschen. Dub Dash ist nicht mehr und nicht weniger.

Pro Contra
+ Tolle Musik - Ganz anstrengend für die Augen (!)
+ Ganz einfaches Spielprinzip, das trotzdem schwierig ist... - ... und mit viel Trial & Error und Frust daherkommt
+ Neun verschiedene Kurse mit interessanten Gameplaykniffen - Keine besondere Spieltiefe
+ Mehrspielermodus (Splitscreen)
+ Kleiner Preis


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Technik: 72

  • Grafik: 60
  • Sound: 90
  • Gameplay: 60
  • Umfang: 77

Spielspaß: 50

Einzelspieler/Splitscreen:

  • Wiederspielwert: Bis ihr alle Level gemeistert habt, gegeben. Leider kann man nicht dauerhaft einfach nur der Musik lauschen.
  • Frustfaktor: Dub Dash basiert unter anderem auf Trial and Error, zudem werdet ihr beim Scheitern meist an den Levelanfang zurückgesetzt. Müssen wir mehr sagen?
  • Design/Stil: Knallbunt und eigentlich gelungen. Leider sehr anstrengend für die Augen.
  • Musik/Sound: Die Musik passt und ist toll.

Informationen zum Testgerät
Intel Core i5-3470 (3.20Ghz)
8,0GB RAM
Radeon HD 7990 (3GB)
Titel installiert auf 2TB-Festplatte (7.200 U/min)
Windows 10 Professional (64 bit)

Wir bedanken uns bei Headup Games für die Bereitstellung des Downloadcodes zu Dub Dash!

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