Forza Horizon 3 (Xbox One) im Test – Ein wahrer Rennspieltraum

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Forza Horizon 3 (Xbox One) im Test – Ein wahrer Rennspieltraum

Beitragvon thomary » Di 20. Sep 2016, 15:00

Forza Motorsport für Simulationsfreaks, Forza Horizon dagegen für Open-World-Freunde, die den Motorsport trotzdem lieben und die sich anstatt „trockener“ Rennsportmeisterschaften lieber aufgeheizten Festivals widmen. Mit dieser Struktur zieht Microsofts exklusive Rennspielreihe nun schon einige Jahre in Folge ins Rennen. In diesem Jahr ist Forza Horizon 3 an der Reihe, welches das Horizon-Festival ins weitläufige Australien verfrachtet. Mit dabei: Hunderte Autos und Events und ihr zum ersten Mal als Festival-Boss. Wenn ihr noch nicht sicher seid, ob ihr da am Steuer Platz nehmen sollt, hilft euch unser Test sicher weiter.

Einmal alles toppen, bitte!

Als ich vor zwei Jahren Forza Horizon 2 testete, war ich ziemlich euphorisch über den Titel. Das Spiel erfüllte fast alle Punkte, die man von einem Nachfolger nach dem Sprung auf die damals noch recht frische Konsolengeneration erwarten konnte: Größer, schöner, besser, und alles in Full HD. Trotzdem waren die Ähnlichkeiten zum Erstling hinsichtlich Spielstruktur und Technik absolut klar erkennbar, hier und da blieb durchaus Luft nach oben. Forza Horizon 3 stellt nun beinahe Erstaunliches an.

Auf der einen Seite fühlt sich auch Forza Horizon 3 wieder unheimlich vertraut an: Die Menüs, die Aufmachung, die Optik, auch der insgesamt „Vibe“ des Spielerlebnis: Ja, man merkt ab der ersten Minute, welches Spiel man hier spielt. Und das ist auch gut so. Auf der anderen Seite ging es den Entwicklern ganz offensichtlich nicht nur darum, lediglich eine größere Spielwelt und noch mehr Fahrzeuge zu bieten: Playground Games hat nicht nur an Oberflächlichkeiten und einer längeren Featureliste gearbeitet, sondern auch technisch und unter der Haube durchgehend Feintuning betrieben.

Forza Horizon 3 erfindet freilich das Rad nicht neu, aber es ist einer der konsequentesten Nachfolger eines bereits guten Spieles, den ich in den letzten Jahren erleben durfte: Es ist nicht nur schöner und größer, sondern an den richtigen Stellen wurde das Spielerlebnis um neue Aspekte erweitert, Änderungen vorgenommen, der Spielfluss verbessert, die Möglichkeiten erweitert. Forza Horizon 3 bringt alles Gute des Vorgängers mit sich, aber ändert insgesamt so viel, wenn auch nur Kleinigkeiten, dass insgesamt ein absolut frisches Spielerlebnis entsteht. Und in fast allen Bereichen macht das Spiel deutlich, warum es besser als sein Vorgänger ist, und nicht nur eine laue Neuauflage mit einer höheren Versionsnummer.

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Australiens Wetter- und Wassereffekte sind sehr gelungen.


Du bist der Boss!

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern ist eine Sache in Forza Horizon 3 grundlegend anders: Ihr seid nicht irgendein Teilnehmer am Horizon Festival, der zufällig alles aufmischt, sondern ihr seid der Boss, der Veranstalter, der Federführer. Nach, falls ihr die zwei Vorgänger gespielt habt, zwei Siegen hat man sich das ja auch verdient. Erstmals könnt ihr euch auch einen Charakter auswählen, der später für euch hinterm Steuer sitzt. Hier sind natürlich Männchen und Weibchen vertreten, ihr könnt euch dann auch einen Namen aussuchen, hier gibt es männliche und weibliche Namen (die Wahl wird durch die Wahl des Charakters nicht eingeschränkt) sowie Spitznamen. Hier sind erstmals auch ‚exotischere‘ Namen vertreten und ihr werdet öfters im Spiel dann auch mit diesem Namen angesprochen. Ich habe mich für „Prime Minister“ entschieden, auch wenn mein echter Name dieses Mal erstmals auch mit von der Partie war.

Dass ihr der Boss des Horizon-Festivals seid, bedeutet auch, dass euch im Prinzip jeder und alles zu Füßen liegt – Inklusive der bisher größten Spielwelt, die ein Forza Horizon zu bieten hatte, immerhin handelt es sich ja auch um eine Nachbildung von Australien, in der jede Menge Highlights wie die Great Ocean Road oder die Twelve Apostels natürlich auch vertreten sind. Prinzipiell gibt es vier verschiedene Umgebungen, in denen ihr nach und nach mit steigender Fanzahl, erreicht durch eure Leistungen in Veranstaltungen, Festivals eröffnen und nach und nach erweitern könnt. Ob ihr in den engen Straßen der Stadt oder in den weitläufigen Outbacks unterwegs seid, macht natürlich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch einen Unterschied. Unverständlicherweise ist der Einstieg ins Spiel dieses Mal fast genau so merkwürdig wie im Vorgänger, nur anders: Während in Forza Horizon 2 viel auf engem Raum gebündelt war und somit alles sehr linear wirkte, sind in Forza Horizon 3 in der ersten Zeit viele lange Fahrtwege vonnöten, da es wenige Events auf sehr großem Raum gibt. Erst wenn man mehr freigeschaltet hat, wird die Spielwelt sinnvoller genutzt.

Wenn ihr mit all dem Boss-Gehabe nichts anfangen könnt, muss es spielerisch keinen großen Unterschied machen – Statt neuer Armbänder schaltet ihr eben Festival-Erweiterungen frei. Doch für alle, die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen, gibt es nun die Möglichkeit, sämtliche Veranstaltungen im Spiel zu modifizieren. Von allen Einzelevents und Meisterschaften könnt ihr eigene „Blaupausen“ erstellen, d.h. ihr legt die erforderliche Fahrzeugklasse fest und könnt sogar die Parameter für die Rennen wie Tageszeit, Wetter und Co. festlegen. Das ist kein großartiges, aber immerhin ein sehr cooles Feature. Wenn ihr nun eine absolute Lieblingsfahrzeugklasse habt, könnt ihr theoretisch jedes Event so verändern, dass ihr genau mit dieser fahren könnt. Beim Start jedes Events seht ihr natürlich die Variante der Entwickler („Horizon präsentiert“) sowie Blaupausen, die andere Spieler ggf. schon erstellt haben („XY präsentiert“). Eigene Blaupausen bekommen automatisch das richtige Veranstaltungsplakat und können individuell benannt werden. Ta-da!

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Meisterschaften, Löffellisten, Straßenrennen... Keine Zeit für Schlaf!

Die meisten der Eventtypen sollten Spielern von bisherigen Forza Horizon Ablegern schon bekannt vorkommen. Bei normalen Rennevents liegt der Fokus auf Rundkurs- oder Sprintevents, wobei die Unterschiede durch die Strecken entstehen. Querfeldeinrennen sind meistens die aufregendsten Events, weil es hier auch Off-Road zur Sache geht. Für Abwechslung sorgt zum einen die Löffelliste, bisher als Fahrspaßliste bekannt, wo es zum Beispiel darum geht, spektakuläre Sprünge hinzulegen oder Drift-Ziele zu schlagen. Zum anderen gibt es ähnliche Herausforderungen, die einfach in der Open-World platziert sind, das können ebenfalls Sprungschanzen sein oder auch Blitzer, durch die ihr möglichst schnell rasen müsst. Ihr werdet dann nicht nur über ein objektives Bewertungskriterium auf dem Laufenden gehalten, sondern auch darüber, wie gut ihr im Vergleich zu euren Freunden abschneidet.

Mit von der Partie sind natürlich auch wieder die Schaurennen, in denen ihr gegen ungewöhnliche Widersacher antretet. Bisher waren es beispielsweise Flugzeuge, Forza Horizon 3 hält einige neue Herausforderer bereit. Viel spektakulärer inszeniert als die sonstigen Rennen sind die Schaurennen nicht, mittlerweile fühlen sie sich auch relativ vertraut an – Coole Belohnungen winken trotzdem dafür!

Während all das nun ziemlich vertraut ist, bietet Forza Horizon 3 auch einige neue Aspekte, die das Spielerlebnis nicht nur noch vielfältiger machen, sondern durchaus auch auffrischen. Im ingame-Radio, in dem auf den einzelnen Sendern die Gesamtzahl der Lieder jeweils etwas knapp ist, laufen beispielsweise regelmäßig „Fertigkeitenlieder“ – Dann bekommt ihr doppelte Punkte für alles, was ihr so anstellt, seien es Drifts, Sprünge, Beinahe-Treffer... Wie schon in den Vorgängern gibt es für so ziemlich alles Erfahrungspunkte, mit denen ihr bald Fertigkeitenpunkte verdient, um dann aus drei Kategorien neue Fertigkeiten herauszusuchen. Das sind dann keine aktiven Fertigkeiten, aber zum Beispiel höhere Belohnungen, länger anhaltende Fertigkeitenketten oder vieles mehr...

Ein gänzlich neuer Renntyp sind die „Straßenrennen“ – Mit diesen illegalen Rennen abseits des eigentlichen Horizon-Festivals bekommt das Spiel eine kleine Prise „Need for Speed“ verpasst. In diesen Rennen gewinnt ihr keine neuen Fans, denn eigentlich sollte ja keiner wissen, dass ihr sie fahrt. Die Straßenrennen finden meist bei Nacht statt, sie starten in dem Auto, in dem ihr gerade sitzt und sie bieten typische Belohnungen an. In solchen Veranstaltungen, in denen ihr nur gegen einen Fahrer antretet, erhält der Sieger beispielsweise beide Autos. Im Zusammenhang mit den Straßenrennen werden erstmals auch die möglichen Herausforderungen von Drivataren in der Open-World sinnvoll genutzt: Siege in einer bestimmten Anzahl dieser Kopf-an-Kopf-Rennen sind nämlich Teilnahmevoraussetzungen für die Straßenrennen.

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Passion für den Motorsport

Auch wenn es keine waschechte Simulation ist oder sein will, lebt auch Forza Horizon 3 in jeder Beziehung Passion für den Motorsport. Alleine durch die zahlreichen Tuning-Möglichkeiten, um die Eigenschaften des Fahrzeugs feinabzustimmen, zeigt sich wieder, dass das Spiel nicht nur Arcadefreunde, sondern auch echte Autoliebhaber ansprechen will. Die Auswirkungen dieser Einstellungen sind deutlich spürbar, ebenso wie von den Leistungsupgrades, die man entweder wieder automatisch berechnen lassen oder auch individuell auswählen und durchführen kann.

Ganz grundsätzlich, und davon dürften auch tatsächlich alle Spieler Gebrauch machen, überzeugt Forza Horizon 3 wieder mit umfassenden Einstellungen zum Schwierigkeitsgrad: Neben Einstellungen zur Schwierigkeit der heruntergeladenen Drivatare können auch Farhhilfen wie die obligatorische Ideallinie oder Brems- und Lenkassistenten hinzugeschaltet werden. Ich habe schnell von alldem Abstand genommen und verlasse mich nur auf die ebenfalls abschaltbare Rückspul-Funktion, die nach einem Fahrfehler durchaus ab und zu zum Einsatz kommt. Je weniger Fahrhilfen ihr nutzt, desto mehr Credit-Belohnungen gibt es natürlich für absolvierte Events. Das Handling ist wie gewohnt top und hinterlässt bei deaktivierten Fahrhilfen einen angenehmen und genügend realistischen Eindruck, ohne für Schweißausbrüche zu sorgen, weil das Fahrzeug allzu oft außer Kontrolle gerät.

Mit den Spielstunden wächst und wächst eure Garage, denn mal gewinnt ihr Autos, mal kauft ihr welche. Durch die Hunderten von Wagen kommt man auch nicht drumherum, sich ab und zu mal ein neues Schätzchen zu gönnen. Die Scheunenfunde mit besonderen Klassikern sind natürlich auch wieder mit an Bord. Sehr cool: Das aus alten Serienablegern bekannte Auktionshaus ist wieder mit an Bord. Somit könnt ihr nicht nur eigene Fahrzeuge an andere Spieler verscherbeln, sondern auch selbst nach Fahrzeugen suchen, die ihr unter Umständen wesentlich günstiger schießen könnt, als wenn ihr sie bei der normalen Automesse kauft, gerade, weil ihr selbstverständlich auch schon getunte Fahrzeuge kaufen könnt.

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Die Ladebildschirme sind teilweise immerhin sehr hübsch inszeniert und spiegeln die Liebe zum Auto wider.


Solide Technik ohne Schluckauf

Grafisch spielt Forza Horizon 3 in der oberen Liga und macht insbesondere durch den hohen Detailreichtum der weitläufigen Spielwelt, die herausragenden Automodelle inklusive detaillierter Cockpits und die gelungenen Wettereffekte Einiges her. Für kleine Abzüge sorgen die teilweise unschönen Kanten in der Vegetation, für etwas größere die teils zu starken Pop-Ups, sei es von Schatten, einzelnen Texturen oder von Objekten auf der Strecke. Dafür gibt es im Bereich Bildrate rein gar keinen Grund zur Beanstandung, auch nicht im Mehrspielermodus, wenn richtig viel Action auf dem Bildschirm ist – Sehr erfreulich und lobenswert!

Nicht beseitigen konnte Playground Games leider die immer noch häufigen und mitunter langen Ladepausen, die vor allem bei der Navigation durch die Menüs wie dem Auktionshaus auffallen. Auch vor und nach Veranstaltungen gibt es Ladepausen und auch das Speichern neuer Fahrzeugkonfigurationen dauert teilweise unnötig lange. Bei allen sonstigen Verbesserungen hätte ich mir auch hier die nötigen Überarbeitungen gewünscht.

Im Bereich KI punktet Forza Horizon 3 wieder mit den meist brauchbaren Drivataren, die sich auf der Strecke nicht unbedingt zurückhaltend, aber fair verhalten. Teilweise kommt es aber dennoch zum Fehlgriff und man sieht sich insbesondere bei Kopf-an-Kopf-Rennen zu starken Fahrern gegenüber, obwohl das Spiel einen „mittleren“ Schwierigkeitsgrad propagierte. Gefreut habe ich mich zum Spielbeginn über die persönliche Assistentin ANNA, übrigens mit der Stimme von Ulrike Stürzbecher (u.a. deutsche Stimme von Kate Winslet und Jennifer Aniston), auf Dauer aber weitestgehend auf die Nutzung verzichtet. Anstatt mir nur die Route zum nächsten Event anzeigen zu lassen, habe ich doch lieber den Umweg über die Karte genommen, um zu sehen, was für ein Event ich dann absolviere. Hin und wieder nervt ANNA auch mit Hinweisen bspw. zu einem Scheunenfund, obwohl ich mich schon in der entsprechenden Region befinde, um ebendiesen zu suchen.

Online-Abenteuer und Koop-Premiere

Forza Horizon 3 bringt auch das bekannte Online-Abenteuer wieder, wo ihr mit bis zu 11 anderen Spielern verschiedene Events in der Open-World absolviert. Hier geht es darum, jeweils in einer EP-Meisterschaft aus vier Veranstaltungen möglichst viele Erfahrungspunkte zu sammeln. Theoretisch kann man also die Meisterschaft gewinnen, ohne auch nur ein einziges Rennen zu gewinnen, jedoch bringt eine gute Platzierung an sich mehr Erfahrungspunkte. Der Vielfalt an Modi im Online-Abenteuer ist gewohnt groß, so gibt es beispielsweise die Flaggenjagd, den Infizierungsmodus oder den König-Modus, in dem nur ein Spieler der König sein kann. Wer am längsten die Krone trägt, gewinnt.

Premiere in Forza Horizon 3 feiert die Koop-Kampagne. Zusammen mit bis zu drei anderen Spielern macht ihr so das Horizon Festival unsicher. Die normalen Rennen laufen dann als Teamrennen ab, d.h. ihr fahrt mit euren Mitspielern gegen die Drivatare und sammelt Punkte für euer Team. Auch bei Löffellisten könnt ihr natürlich gegeneinander antreten. Möge der bessere gewinnen!

Forza Horizon 3 kann somit alleine gespielt werden, jedoch funktioniert der Wechsel in einen der Onlinemodi ziemlich nahtlos. Die Server waren zwar noch nicht voll, jedoch konnten wir dank Spielsitzungen mit den Entwicklern uns ein Bild vom Abenteuer in einer vollen Lobby verschaffen. Sowohl Onlineabenteuer als auch Koop-Kampagne liefen sehr stabil und dürften dafür sorgen, dass Forza Horizon 3 auch bis in Hunderte Fahrerlevel hinein nicht so schnell langweilig wird.

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Fazit: Ab nach Australien!

Forza Horizon 3 ist nun endgültig das geworden, was die Entwickler bereits mit dem Vorgänger versprochen haben: Ein großer Open-World-Spielplatz für Rennspielfreunde, der dank vieler Wagen, jede Menge Events sowie umfangreichen Multiplayermöglichkeiten (und kommenden DLCs) für viele, viele Stunden unterhält. Die Inszenierung des Horizon-Festivals, bei dem man erstmals als Boss fungiert und Events nach eigenen Wünschen anpassen kann, ist ebenso gelungen wie die technischen Aspekte des Spieles: Ein hervorragendes Handling, viele individuelle Schwierigkeits- und Fahrzeugeinstellungen gehören ebenso zum Spiel wie ein sehr gutes audiovisuelles Gesamterlebnis.

Technisch gibt es nur Kleinigkeiten zum Meckern, wie die etwas zu starken Pop-Ups und teilweise unschöne Kanten in der Spielwelt, und auch die häufigen und mitunter langen Ladezeiten stören den Spielfluss. Dafür läuft Forza Horizon 3 in jeder Situation absolut stabil und flüssig. Der etwas zähe Einstieg sowie kleine Fehlgriffe bei den Drivataren sind weitere Punkte auf der „Das ginge noch besser“-Liste. Doch trotz dieser kleinen Mängel ist Forza Horizon 3 für mich das bisher mit Abstand beste Rennspiel des Jahres – Und es dürfte für die Konkurrenz schwierig werden, diesen Titel noch zu toppen.

Pro Contra
+ Euer eigenes Horizon-Festival - Einstieg etwas zäh und langatmig (wenig Events, lange Strecken)
+ Weitläufe Spielwelt mit sinnvollen (Neben-)Events - Persönliche Assistentin ANNA nur bedingt brauchbar
+ Top Handling mit vielen Einstellungsmöglichkeiten - Pop-Ups und einige unschöne Kanten
+ Große Fahrzeugauswahl mit Tuning, Upgrades... - Kleine Fehlgriffe bei Drivataren
+ Herausragende Soundkulisse (Fahrzeuge, Umgebung) - Musik auf einzelnen Radiosendern wiederholt sich schnell
+ Off-Road, Überland oder enge Stadtstrecken: Forza kann sie alle - Etwas häufige und teils lange Ladepausen
+ Gelungene und stabile Koop-Kampagne und Online-Abenteuer
+ Auktionshaus zum Kaufen-/Verkaufen von Autos
+ Straßenrennen bringen eine frische Prise ins Spielerlebnis


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Technik: 94

  • Grafik: 89
  • Sound: 93
  • Umfang: 100
  • Gameplay: 100
  • KI: 86

Spielspaß: 95

Einzelspieler

  • Story: Der Aufbau und die Erweiterung des eigenen Horizon-Festivals geht im Prinzip als gelungene Rennspiel-Story durch.
  • Wiederspielwert: Riesig. Jede Menge Events, viele Autos, viel Abwechslung, eine große Spielwelt.
  • Frustfaktor: Nur stellenweise vorhanden, bspw. bei Drivatar-Fehlgriffen.
  • Design/Stil: Rundum gelungen. Die Inszenierung der Spielwelt gelingt ebenso wie die des Festivals.
  • Musik/Sound: Herausragende Soundkulisse im und ums Fahrzeug, gute Musik, die sich aber schnell wiederholt.

Multiplayer

  • Matchmaking: Die Spielersuche geht flüssig vonstatten.
  • Motivation: Auch im Multiplayer verdient ihr Fortschritte fürs Festival-Konto – Und die Fahrt gegen echte Spieler ist gleich noch spannender.
  • Stabilität: Problemlos.
  • Vielfalt: Hier gibt es sogar mehr Vielfalt als im Einzelspielermodus bzw. der Kampagne (Infizierung, Flaggenjagd, König etc.).

Informationen zum Testgerät (Xbox One)
Plattform: Xbox One
Edition: Standard (500GB), ohne ausgetauschte Hardware
Hardware: Titel auf externer Festplatte (2TB, USB 3.0)
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 1 Jahr, 10 Monate

Wir bedanken uns bei Microsoft für das Pressemuster zu Forza Horizon 3!


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