gamescom-Vorschau: Vampyr - Finsteres Monster oder guter Retter?

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gamescom-Vorschau: Vampyr - Finsteres Monster oder guter Retter?

Beitragvon Meykota » So 21. Aug 2016, 11:30

Dontnod begeisterte uns bereits mit den Titeln Remember Me und Life is Strange und versuchte dabei immer wieder, sich neu zu erfinden. So präsentierten sie uns nach dem linearen Remember Me, das uns mit den Erinnerungen der Menschen spielen ließ, den Episodentitel Life is Strange, der uns in der Zeit reisen ließ. Vampyr nun wechselt nicht nur das Geschlecht des Protagonisten, sondern schickt uns auch noch in eine Zeit, in der wir mit den Leben der Menschen spielen. In Vampyr spielen wir Jonathan Reid, der selbst zum Vampir wurde, und das uns vor die schwierigste aller Aufgaben stellt: Leben oder Tod?

Vampyr schickt euch in das London des Jahres 1918. Der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende und zu allem Überfluss kursiert die spanische Grippe, die schon einmal in der berühmten Medienlandschaft für einen Vampir sorgte, also einen, der in der Sonne glitzerte. Jonathan Reid hingegen glitzert nicht in der Sonne und er ist auch kein Vegetarier, allerdings habt ihr selbst die Wahl, wer ihr sein wollt. Ursprünglich war Jonathan ein bekannter Arzt bis er zum Vampir wurde und sich eine Beschäftigung suchen musste, die er auch des Nachts ausführen konnte. Er entschließt sich also, ein Nachtarzt zu werden – alles andere liegt vollkommen bei euch. Dontnod möchte euch die Möglichkeit geben, Jonathan und euer eigenes Vampirsein zu ergründen und euren eigenen Weg zu gehen.

Auf der gamescom 2016 zeigte uns Dontnod ein klein wenig mehr vom Spiel und gab einige interessante Aspekte bekannt. London ist hierbei zum Beispiel eine Openworld, die in verschiedene Distrikte unterteilt ist. So könnt ihr zum Beispiel das Gebiet Whitechapel entdecken, wo euch verschiedene NPCs mit ihren ganz eigenen Leben erwarten. Jeder NPC verfügt über einen eigenen Namen, eigene Vorlieben und Beziehungen und es liegt ganz an euch, ob ihr alle Informationen zu diesen NPCs sammelt. Wir selbst können uns vorstellen, dass sich hier eine Trophäe, bzw. ein Erfolg verbirgt: „Entdeckt alle Hinweise zu allen NPCs in einem Distrikt.“ Jeder Distrikt wird auch Nebenquests für euch parat halten und hier hat sich Dontnod viel Mühe gegeben. Für einige Quests müsst ihr nämlich in die Häuser der Leute, doch da ihr ein Vampir seid, könnt ihr nicht einfach so die Häuser betreten. Der Legende treu müsst ihr entsprechend um Einlass bitten, damit ihr ein Haus betreten könnt – was wiederum ziemlich cool ist. Verschiedene andere Aspekte hat man auch eingebaut, wie beispielsweise die Gedankenkontrolle oder auch das Fliegen als „schwarze Wolke“.

Wenn ihr euch entscheidet, ein finsteres Monster zu sein, das London in Angst und Schrecken versetzt, seid euch einer ganz bestimmten Sache gewiss: Je mehr Leute ihr in einem Distrikt umbringt, desto gefährlicher wird es. Eure Morde werden Auswirkungen auf die Leute haben – jedoch nicht á la Assassin’s Creed (= je mehr Morde, desto mehr Aufmerksamkeit durch Wachen). Hier hat sich Dontnod wirklich viel Mühe gegeben. So wurde uns gezeigt, was passiert, wenn man einen NPCs namens Joe umbringt. Joe hat einen kranken Sohn zu Hause, den wir als Arzt eigentlich retten sollen, da Joe uns jedoch nicht zu sich eingeladen hat, haben wir ihn umgebracht. Das bedeutet, dass sein Sohn stirbt, außerdem verkauft ein Händler weniger Waren, bei dem Joe immer eingekauft hat. Auf diese Weise gibt es verschiedene Konsequenzen, zu denen euch das Spiel jedoch nicht zwingen will. Es will euch freie Hand lassen und wird euch auch nicht für euer Handeln bestrafen.

Je mehr Leute ihr in einem Distrikt abschlachtet, desto mehr leidet das Gebiet darunter und desto „kranker“ wird auch das Blut, das ihr trinken könnt. Habt ihr zu viele NPC ins Jenseits befördert, so geht das Gebiet verloren und finstere Zombie-Vampire ziehen durch die Straßen. Sobald ein Gebiet verloren ist, könnt ihr es auch nicht mehr besuchen und somit gehen auch alle Nebenquests im Gebiet selbst verloren. Seid also vorsichtig mit dem, was ihr tut. Vampyr wird euch übrigens eine Story mit rund 15 Spielstunden bieten.

Wir waren vom gezeigten Material zu Vampyr ziemlich beeindruckt. Dontnod hat sich von Remember Me zu Life is Strange bis hin zu Vampyr deutlich gesteigert. Gezeigt wurde übrigens auch das Kampfsystem, bei dem ihr viele eurer Vampir-Fähigkeiten anwenden könnt, um den bösen Vampirjärgern, die durch die Gassen ziehen, das Handwerk zu legen – und ganz nebenbei müsst ihr noch herausfinden, warum es eigentlich so viele verschiedene Vampire gibt, die über diverse Fertigkeiten verfügen und die euch stellenweise auch das Leben zur Hölle machen werden. Schon jetzt verspricht Vampyr unheimlich viel – wir sind gespannt, wie das Spiel am Ende aussieht und ob es all diesen Versprechungen gerecht wird.

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