OlliOlli – Skaten auf der WiiU im Test

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr euch ein bestimmtes Spiel kaufen wollt? Dann haben wir hier für euch Tests zu aktuellen Spielen.
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Sib
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OlliOlli – Skaten auf der WiiU im Test

Beitragvon Sib » So 15. Mär 2015, 20:28

Erinnert ihr euch noch an die Tony Hawk Spiele? Früher waren die Spiele mit dem berühmten Skateboarder Kult, viele Nachahmer folgten dazu. Aber in den letzten Jahren ist es recht still um diese Sportart geworden. Während PS4, PS3 und PSVita Besitzer schon OlliOlli 2 spielen durften, so ist der erste Teil endlich für den 3DS und die WiiU verfügbar. Ob das skaten auf der WiiU gelingt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Früher Tony Hawk, heute OlliOlli
Das Spiel an sich ist leicht erklärt, als namenloser Skater fahrt ihr durch einzelne Levels von links nach rechts und führt dabei mit dem Board verschiedene Stunts aus. Auf dem Weg gibt es Hindernisse wie Mülltonnen oder Treppen, und grindet dabei auf allen möglichen Oberflächen, die das zulassen. Dabei sind die Level recht kurz gehalten, sodass ihr nicht mehr als eine Minute braucht.

Für das Ausführen von Stunts braucht ihr lediglich den linken Analogstick, die B Taste und die Schultertasten. Je mehr zum Einsatz kommt, desto gewagter sind die Stunts und mehr Punkte können diese bei Erfolg einbringen. Hier ist viel Timing gefragt, vor allem beim Landen, drückt man die Taste zu spät, gerät man leicht ins Straucheln und donnert in ein Hindernis. Dies sorgt dafür, dass ihr leer ausgeht.

Das ist wiederrum leichter gesagt als getan, denn die Steuerung ist recht schwammig und kommt nicht selten mit Verzögerungen daher, sodass vor allem zu Beginn viele Stunts fehlschlagen. Bei einem Spiel, bei dem Timing wichtig ist, ist das äußerst fatal. Denn so ist das Spiel für ungeduldige Menschen eher ungeeignet, da man nach jedem Fehlschlag das Level neu starten kann. So kann man locker ein Level hundert Mal versuchen, bis man es perfekt abgeschlossen hat.

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Die nutzbaren Objekte sind sehr einfallsreich, wie hier ein Bus...


Noch ein Versuch, dann noch ein Versuch...
Abgesehen vom Karrieremodus gibt es ein paar weitere Modi. So kann man in jedem Level Bonusziele absolvieren wie zum Beispiel nicht springen oder das Erreichen einer bestimmten Punktzahl. Klingt an sich verlockend, wer aber bei der schon ohnehin schwammigen Steuerung Probleme hat, wird hier nicht glücklich. Wer aber soviel Durchhaltevermögen hat, schaltet daraufhin eine noch schwerere Variante des jeweiligen Levels frei.

Gleiches gilt für den anderen Modus, der Rad-Modus. Dieser wird aber nur freigeschaltet, wenn alle anderen Herausforderungen gemeistert sind. Denn dieser fordert alles von euch ab. Dieser Modus basiert einfach auf Perfektionismus, jeder Stunt und jede Landung muss sitzen, falls nicht, startet ihr wieder von Beginn. Wie man sehen kann, braucht man sehr viel Geduld und Motivation, um hier alles auf seine 100% zu bringen.

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...oder ein Roboter...


Farbliche Harmonie
Das Spiel ist in einer Pixelgrafik gehalten, was gut dazu passt. Farblich ist es auch recht bunt, sodass man es mit Spielen wie Hotline Miami vergleichen könnte. So kommen verschiedene Umgebungen zustande, sei es ein Hafen, ein Schrottplatz oder auch eine etwas tristerer nukleare Basis. Für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt. Auch die Effekte wie bei den Stunts oder auch der Hintergrund passt dazu, sodass man meinen müsste, dass alles aus einem Guss käme.

Weniger passend dagegen ist die ruhige Musik, die in Richtung Elektro-Jazz geht. Zwar klingt diese nicht schlecht, es passt aber nicht zu einem flotten Skateboardspiel. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

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...bis zu mechanischen Donisauriern ist alles dabei!


Und noch ein Stunt!
Im Gegensatz zu den Playstation Spielen hat die WiiU Version keinen wirklichen Mehrwert, nur die Off-TV Funktion ist vorhanden, mehr aber auch nicht. Auch Cross-Buy bietet das Spiel, hingegen ist Cross-Save nicht vorhanden, dabei hätte man es hier gut nutzen können.

Online gibt es die täglichen Herausforderungen, die jeden Tag einen anderen Hindernisparcours vorsetzen und bei denen ihr einmal versuchen dürft einen persönlichen Highscore zu erreichen. Versaut ihr diesen, so müsst ihr auf die nächste Herausforderung warten. Ihr dürft aber vorher üben, die Wertung wird dabei aber nicht übernommen. Für High Score Jäger gibt es da noch die Bestenlisten, mit denen sich man mit allen Spielern vergleichen kann. Dies sorgt für zusätzliche Motivation.

Klasse Stunt oder Beinbruch?
Auch wenn Nintendo Spieler erst jetzt in den Genuss von OlliOlli kamen, so muss man sagen, dass man das Ganze zweischneidig sehen muss. Auf der einen Seite erwartet einem ein klasse Titel mit großen Motivations- und Herausfoderungspotenzial. Auf der anderen Seite steht die recht schlecht umgesetzte Steuerung, die für sehr viel Frust sorgen kann, sodass man gerne mal das Pad in die Ecke pfeffern möchte. Wer aber sehr viel Geduld besitzt, kann sich OlliOlli gerne mal anschauen, alle anderen sollten es sich zweimal überlegen.

Pro Contra
+ man wird gefordert... -...stellenweise zu gefordert
- schwammige Steuerung
+ passende Onlineumsetzung - Musik nicht für jedermann
+ grafisch passend
+ abwechslungsreiche Gebiete
+ motivierende Modi - simple GamePad Einbindung


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Technik: 64
  • Grafik: 80
  • Sound: 65
  • Umfang: 60
  • Gameplay: 50

Spielspaß: 70
  • Story: Nicht vorhanden, ab aufs Board und los gehts!
  • Frustfaktor: Die Steuerung macht einem vieles kapput, zumal die Schwierigkeit schnell steigt. Daher kann schnell Frust aufkommen.
  • Wiederspielwert: Durchaus vorhanden dank Bestenlisten und täglichen Herausforderungen.
  • Design/Stil: 2D Pixelgrafik, passt zum Spiel!
  • Musik: Recht ruhiger Elektro-Jazz, nicht für jedermann.

Information: Der Downloadcode für OlliOlli wurde uns freundlicherweise von Curve Digital zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Testgerät
Plattform: WiiU
Version: Premium Version
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 2 Jahre
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