Der Besuch bei Hamleys oder: Warum wir jetzt Tamagotchis haben

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In unserem Urlaub Ende November 2025 hat es uns mal wieder nach London verschlagen. Für uns eine der schönsten Metropolen der Welt und gleichzeitig eine unserer Wahlheimaten. London fühlt sich für uns, bzw. ganz besonders für mich wie ein Zuhause an, sodass wir immer wieder zurückkehren, jedes Mal etwas Neues lernen und sehen und bei Weitem noch nicht alles von London erlebt haben.

Einer der Orte, die ich in der Regel in London meide, ist das Hamleys auf der Regent Street. Das ist mit Abstand der größte und interessanteste Spielzeugladen, den ich kenne. Und weil ich im Herzen nicht erwachsen geworden bin, bin ich dort immer ein sehr leichtes Opfer – weswegen ich Hamleys in der Regel meide. Dieses Jahr kamen wir jedoch nicht darum herum: Wir haben einen Freund von mir getroffen und beschlossen, nach dem Mittagessen dort vorbei zu schauen. Nun ja, vielleicht bin ich jetzt doch viele Pfund ärmer und habe einige Dinge, die ich vielleicht gar nicht gebraucht hätte.

Doch die Magie in Hamleys ist einfach nicht zu missachten. Das ist einfach kein normaler Spielzeugladen. Du hast viele Etagen mit verschiedenen Spielzeugen, mal sind es Plüschtiere, mal sind es LEGO Sets und mal sind es halt auch Drohnen oder kleinere Autos, die fahren, die man dort kaufen kann. Im Grunde findet man hier alles, was es auf dem Spielzeugmarkt gibt. Soweit kenne ich das schon von deutschen Spielzeugläden, doch was diesen hier besonders macht, ist das Personal. An jeder Ecke hast du Mitarbeitende, die die Spielzeuge auch wirklich gerade ausprobieren. Dann lässt eben gerade jemand eine kleine Drohne fliegen oder einen kleinen Roboter die Wand hinaufklettern. Und wenn du keine Mitarbeitenden findest, die die Waren vorstellen, dann kannst du an gefühlt jeder Ecke auch richtig viel ausprobieren oder sehen.

So zum Beispiel einen Frosch, den man mit in die Badewanne nehmen kann, der dann im Wasser auch vor sich hin schwimmt – ja, dieser Frosch ist mit mir nach Hause gekommen, weil er mich so fasziniert hat. Brauche ich ihn? Nein. Nehme ich ihn mit in die Badewanne? Nein. Werde ich ihn sonst jemals benutzen? Vermutlich nicht. Aber ich hab ihn. Ich sag ja, ich bin in derlei Hinsicht ein Opfer.

Apropos Opfer: Wir stießen dann auch auf ein Regal mit Tamagotchi. Durch Luka aus Kanada wusste ich schon, dass dieses Jahr eine neue Version auf den Markt kam, so mit Farbdisplay und so. Diese hingen da auch rum, waren mir jedoch zu groß und zu teuer – weswegen es dann eben nur ein Tamagotchi der dritten Generation wurde. Und nun hat mein Kumpel ein Tamagotchi, Manu hat ein Tamagotchi und ich habe auch eins. Der Gruppenzwang hat da echt gezogen und nur, weil ich den Anfang gemacht habe.

Kurzum: Hamleys auf der Regent Street ist mit Abstand der beste Spielzeugladen, den ich kenne, aber für mich und alle, die im Herzen noch nicht erwachsen sind – oder Enkelkinder/Kinder haben – ist es einer der gefährlichsten Orte der Welt, zumindest für den Geldbeutel. Unabhängig davon sollte man diesen Laden einmal besucht haben, wenn man in London ist, denn die Atmosphäre ist überwältigend und auch ganz anders.

Auch wenn ich mir persönlich nicht wirklich vorstellen könnte, den ganzen Tag Spielzeuge vorzustellen und auch noch fröhlich zu wirken. Auch für die Mitarbeitenden ist das nicht einfach: Mein Kassierer an der Kasse hat das hervorragend gezeigt. Er war freundlich, hat jedoch nicht den üblichen Plausch mit mir über die gekauften Produkte gemacht und als ich mich verabschiedete, hat er sein Lächeln direkt wieder verloren. Ich vermute, dass einfach nicht sein Tag war, was auch okay ist, er ist schließlich auch nur ein Mensch und in Hamleys gehen am Tag mehrere Tausend Kund:innen ein und aus, da würde mir auch irgendwann das Lächeln vergehen.

Ich bin jetzt auf jeden Fall einen Frosch und ein Tamagotchi reicher und werde in Zukunft versuchen, Hamleys wieder zu meiden. Wenn du das nächste Mal in London bist, empfehle ich dir trotzdem einen Besuch – vielleicht bist du ja standhafter als ich.

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Beatrice Eichhorn
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