So testen wir

Schön, dass du dich für unsere Testberichte interessierst

Wir wissen, dass Testberichte wichtig sind. Nicht selten entsteht eine Kaufentscheidung rund um ein Videospiel, oder auch eine neue Maus oder das neue Smartphone anhand eines Testberichts. Es gibt seit jeher die Frage, ob ein Testbericht subjektiv oder objektiv sein sollte. Wir meinen, dass in einem Test beides zusammenfließt.

Ein Videospiel kann handwerklich gut gemacht sein, aber mir als Spieler dennoch keinen Spaß machen. Ein anderes Spiel leistet sich grafisch, beim Sound und vielleicht sogar bei der Steuerung Patzer, verzaubert aber trotzdem mit seiner Atmosphäre und macht mir mehr Spaß als ein Tophit, obwohl man es dem Spiel vielleicht gar nicht ansieht.

So testen wir Spiele

Am Ende unseres Testberichts, unter dem Fazit, findet ihr unseren Wertungsteil. Zuerst findet ihr dort eine Tabelle mit Pro und Contra des jeweiligen Spieles – hier sind alle wichtigen Aspekte aus dem Fließtext, die für oder gegen das Spiel sprechen, übersichtlich gesammelt.

Danach folgt zuerst ein objektiverer Technikteil, in dem wir Grafik, Sound, Umfang, Gameplay und KI des Spieles bewerten.

Das sind die “handwerklichen” Aspekte eines Spieles, das heißt solche, die sich durch genaues Hinschauen, Hinhören und einfach nur durchs Spielen ganz gut beurteilen lassen. Gibt es viele Grafikfehler oder bricht die Bildrate regelmäßig ein? Ist die Steuerung gut umgesetzt oder gibt es Ungenauigkeiten? Ist die Spielzeit im Hinblick auf den Preis des Titels angemessen? Verhalten sich die NPCs nachvollziehbar oder laufen die regelmäßig gegen Wände?

Danach folgt dann unsere Bewertung des Spielspaß. Diese Zahlenwertung spiegelt unsere subjektive Einschätzung wieder. In erster Linie geht es hier wirklich darum zu beurteilen, wie viel Spaß wir mit dem Spiel hatten. Zur Unterstützung bewerten wir hier einige Aspekte des Spieles, die sich nicht absolut feststellen lassen und die jeder auch etwas anders wahrnimmt:

  • Story
  • Frustfaktor
  • Wiederspielwert
  • Design/Stil
  • Musik

Ein paar konkrete Beispiele, was diese objektiven und subjektiven Teile ausdrücken: Die Story des Spieles kann überaus prächtig und cineastisch erzählt sein, was sich in Grafik und Sound im Technikteil widerspiegeln würde. Weist die Story aber gravierende Logiklücken auf oder ist trotz der bombastischen Inszenierung nicht spannend, ziehen wir beim Spielspaß ab.

Auch der Sound kann technisch einwandfrei und perfekt abgemischt sein, passt aber irgendwie nicht so richtig zum Spielgeschehen – oder umgekehrt. Ebenso verhält es sich mit “Grafik” und “Design/Stil”. Vielleicht ist der Stil super (es macht also Spaß, alles anzuschauen), aber viele Clippingfehler trüben den Gesamteindruck. Letztere mindern zwar unter Umständen auch den Spielspaß, spiegeln sich aber in erster Linie in der Technikwertung wider.

Unsere Gesamtwertung eines Spieles kommt daher anhand der beiden Noten für Technik und Spielspaß zusammen, wobei sich die Technikwertung zunächst aus den fünf Teilbereichen errechnet. Dann zählen wir Technik und Spielspaß zusammen und teilen durch zwei und runden entsprechend auf oder ab. Steht nach dem Komma eine 5, entscheiden wir individuell, ob es die höhere Punktzahl gibt oder nicht – 74,5 kann also eine 74 oder eine 75 werden.

Bei der Spielspaßwertung lassen wir zu einem gewissen Grad auch immer mit einfließen, wie “relevant” das Spiel in der Zukunft sein wird. Ist es eins dieser Games, an die wir uns wahrscheinlich in zwei Jahren auch noch gern erinnern oder werden uns dann eher fragen: “Welches Spiel?”

So sieht das Ganze dann am Beispiel unseres Tests zu Fire Emblem: Three Houses aus:

Pro Contra
+ Schule! – Technische Mängel wie Einbrüche der Framerate
+ Story und Inhalte sorgen für stundenlange Unterhaltung – NPC Haufen und generell seltsame NPC
+ Angeln, Tee trinken, Gärtnern… Langweilig wird es selten – Matschtexturen von Fotolia
+ Interessantes Kampfsystem mit strategischen Elementen – Kantenflimmern
+ Hervorragende Synchronsprecher (Claude <3)

Technik: 87
Grafik: 75
Sound: 92
Umfang: 94
Gameplay: 87

Spielspaß: 100

  • Story: Ich liebe Fire Emblem: Three Houses mit seinem Schulsystem und der Story, auch wenn die für mich fast ein bisschen in den Hintergrund gerät.
  • Frustfaktor: Für mich fast nicht vorhanden, weil ich auf einfach spiele, ohne dass jemand für immer von mir geht.
  • Wiederspielwert: Sehr hoch.
  • Design/Stil: Na ja, hier könnte noch ein bisschen gemacht werden, dennoch ist der Stil für mich sehr hübsch und orientiert sich eher am Anime-Realismus, falls das ein Begriff ist.
  • Musik: Schön und passend, zum Teil loopartig.

So testen wir Hardware

Da wir viel verschiedene Hardware testen, aber (noch) keine Geräte regelmäßig, haben wir bei Hardware (noch) kein ausgebautes Testsystem pro Hardware. Die Wertung kommt daher aus den Vor- und Nachteilen des Gerätes, unter Berücksichtigung des Preises, zustande. Die Pro- und Contra- Aspekte sind allerdings in der Regel so, dass sie eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Geräts bieten. Daher fließen in die Wertung all diese Aspekte natürlich mit ein: Die Verarbeitung bei einer Maus oder die Akkulaufzeit eines Smartphones.

Als Beispiel könnt ihr euch unseren Test zum UMIDIGI S3 Pro Smartphone ansehen.