For the People – Ein bisschen Politik hier und da

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Hin und wieder versuche ich mich auch an politischen Simulationsspielen, in denen ich selbst die Regierung bin und entsprechende Entscheidungen treffe. Darüber rede ich häufig nicht so gerne, da ich in solchen Spielen prinzipiell schlecht bin und häufiger das Volk unglücklich mache als ich will. For the People hat mich aufgrund seiner Art aufmerksam gemacht und wieder einmal habe ich mich in der Politik versucht.

Das Prinzip von For the People ist bereits ein altbekanntes: Ihr habt die politische Kontroller über eine Stadt, die an sich ziemlich unfair aufgebaut ist und in der Arme arm sind und Reiche reich. Es kommt im Grunde nur darauf an, dass ihr die richtigen Entscheidungen trefft, damit am Ende auch die richtigen Gruppen glücklich sind. Zu Beginn der Demo, die zum Steam Summer Festival zur Verfügung stand, warten alle möglichen Leute bei einem auf und klagen ihr Leid. Ich entscheide dann darüber, wer Geld und Unterstützung bekommt – und handle mir glatt einen Anruf von Oben ein, weil ich mich für das Wohl der Menschen entschieden habe.

Wenn ich mir nicht anhören will, was die Chefs der einzelnen Gruppen zu sagen haben, kann ich mich noch dafür entscheiden, die Leiden der Einwohner zu lesen und zu entscheiden, was ich tue. Was jedoch gut klingt, hilft mir kein Stück weiter und macht mich eher ein bisschen aggressiv. Viele Menschen klagen ihr Leid, ich entscheide, ob sie verhaftet werden, ob ich einem Hinweis nachgehe oder ob ich alles so lasse, wie es ist. Mir fehlen jedoch komplett die Grundlagen. Klar, die Idee des Landes im Spiel wirkt sehr an die Sowjetunion angelehnt, doch greifbar ist das für mich nicht gerade.

Ich weiß nicht, warum manche Entscheidungen schlecht sind und manche gut, mir fehlen die Hintergründe – und die hätte ich als Regierungsbeauftragter auf jeden Fall, zumindest über das Land selbst. Vielleicht hätte ich sie nicht über die Stadt und deren einzelne Machtverhältnisse, aber ich wüsste mehr über das Land und könnte auf diese Weise besser entscheiden. Doch so habe ich keine Ahnung und mache irgendwas, was mir wiederum nicht so richtig was einbringt. Zudem ich ohnehin keine Ahnung habe, welche Gruppen es noch so gibt und wie die Bevölkerung aufgeteilt ist.

For the People ist ein seltsames Spiel, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es mir wirklich gefällt. Aber das muss es ja zum Glück nicht, denn irgendwer da draußen wird seinen Spaß damit haben.

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Beatrice Vogt
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