Bereits im Jahr 2015 erschien bei Steam ein Spiel namens Questerium: Sinister Trinigy HD Collector’s Edition bei Steam, auf das ich praktischerweise durch mein Team auf Arbeit aufmerksam gemacht wurde. Wir waren auf der Suche nach einem Game, dass wir zusammenzocken können: Mein Team gibt dabei den Ton an und sagt mir, was ich klicken muss. Und Questerium hat sich gut dafür angeboten. Wie sich dieses Wimmelbildspiel mit all seinen Rätseln gespielt hat, erfährst du in meiner Review.
Böse Pflanzen und verschwundene Kinder
Questerium beginnt ein wenig wild: Wir befinden uns in einer Spielwelt, in der bösartige Pflanzen alles überwuchern. Am Horizont ist ein gigantischer blitzender Tornado zu sehen und in den Zeitungen, die zu finden sind, ist von schrecklichen Experimenten die Rede. Zwei Kinder fliehen vor einem Elektromann, der Blitze mit seinen Händen verteilt und mir ist nicht klar, was seine Absichten sind.
Generell ist Questerium eine interessante Mischung aus verschiedenen Elementen: Alle Cutscenes wurden mit echten Menschen erstellt und ins Spiel implementiert, während die Spielwelt selbst an eine klassische Wimmelbildwelt erinnert. Sie ist voll mit verschiedenen Rätseln, die klassischen Adventure-Charakter besitzen, gleichzeitig gibt es jedoch auch klassische Wimmelbildmomente, in denen man aus einem großen Haufen verschiedene Gegenstände ganz bestimmte Dinge suchen muss.
Die Geschichte wird teilweise durch kurze Cutscenes erzählt, jedoch in erster Linie durch Textfragmente, die ich innerhalb der Spielwelt finde – und die netterweise auf Englisch vertont sind. Das ist interessant, aber auch erschreckend, denn in dieser Welt von Questerium scheint einiges schiefgegangen zu sein, jemand hat definitiv zu viel Zeit im Labor verbracht. Unsere Aufgabe ist es also, sowohl die Kinder zu finden, als auch herauszufinden, was hier eigentlich abgeht. Nichts leichter als das. Als Team gemeinsam haben wir fast 9 Stunden gebraucht, um die Geschichte abzuschließen.
Zugegeben: Die Geschichte war recht interessant und ich bin ihr gerne gefolgt, doch das Ende war dann ziemlich abrupt. Es gab eine Cutscene und ein Fenster, das mich darüber informierte, dass wir die Geschichte abgeschlossen haben. Hier hätte mir ein wenig mehr doch deutlich besser gefallen.
Knackige Rätsel, schöne Wimmelbilder
Als mein Team mir vorschlug, dass wir gemeinsam Questerium spielen wollen, war ich erst weniger begeistert: Ich mag einfach keine Wimmelbildspiele. Das ist mir zu albern, große, vollgestopfte Szenen nach bestimmten Gegenständen abzusuchen, die einfach keinen Sinn ergeben. Und dann wurde ich doch überrascht. Sicherlich, die Szenen hatten meistens noch immer wenig Sinn und waren einfach nur Teil der Rätsel, selten gab es auch mal ein lösendes Element bei den Wimmelbildbereichen, dennoch hat es Spaß gemacht. Ich mochte es, gemeinsam mit meinem Team nach den Sachen zu suchen und mich leiten zu lassen.
Die Wimmelbildszenen – also Bilder, in denen einfach unheimlich viele Gegenstände gleichzeitig waren – sind wirklich schön gestaltet und mit viel Liebe zum Detail ausgerichtet. Sie haben noch so viel mehr zur Geschichte beigetragen, ohne jetzt wirklich groß etwas im Klassischen Stile zu erzählen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Zwischendrin gab es dann noch in klassischen Adventure-Manier verschiedene Rätsel, die sich sehen lassen können. Einige konnten wir auch erst starten, wenn uns verschiedene Elemente aus der Spielwelt zugeordnet wurden oder wir diese durch andere Rätsel gefunden haben. Das war schon manchmal nicht ganz so einfach. Umso spannender waren dann die richtigen Rätsel. Gemeinsam Schalter umlegen oder den richtigen Druck in verschiedenen Ventilen finden: Ja, hier hat sich das entwickelnde Studio sehr viel Mühe gegeben, denn das hat uns an manchen Stellen ganz schön gefordert und auch gefördert. Sowohl die Rätsel als auch die Wimmelbildelemente geben Questerium genau den richtigen Schubs, um es zu einem guten Erlebnis zu machen. Alleine wüsste ich jedoch nicht, ob ich die Rätsel überhaupt gelöst hätte oder ob ich nicht aufgegeben hätte.
Fazit: Ganz nett, vor allem als Teambuilding

Questerium: Sinister Trinity HD hat mich positiv überrascht. Ich bin kein Fan dieser Spiele und doch hatte ich mit meinem Team Spaß, als wir das Game gezockt haben. Es ist voll mit verschiedenen Rätseln ganz unterschiedlicher Art, die durchwachsen bei der Schwierigkeit sind. Ich glaube, alleine hätte ich das Game an den Nagel gehangen, während ich auch die Geschichte mit den Cutscenes eher albern gefunden hätte, doch als Teambuilding war es wirklich gelungen und spaßig. Überrascht hat mich zum einen der Detailgrad der Spielwelt und Wimmelbildelemente, zum anderen jedoch auch das abrupte Ende. Da wäre bestimmt mehr drin gewesen, doch für diesen Moment war es eine angenehm schräge und interessante Spielerfahrung.
| Pro | Contra |
|---|---|
| + Hoher Detailgrad der Spielwelt | – Cutscenes wirken teilweise albern |
| + Englisch vertont | – Rätsel manchmal zu schwierig |
| + Abwechslungsreiche Rätsel | – Ende sehr abrupt |
Offenlegung
Ich habe mir Questerium bei Steam selbst gekauft.
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