Nachhaltig nachgefragt: GameGeneral im Interview

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Mittlerweile haben wir euch schon zu zwei Interviews mitgenommen: Zum einen von uns, zum anderen vom Kurznachrichtendienst pweet.net. Kürzlich hatte ich die Ehre auch Jonas von GameGeneral interviewen zu können und fand seine Antworten wirklich sehr interessant.

GameGeneral ist ebenfalls eine Gamingwebseite, die sich auf News und Reviews fokussiert und dabei hin und wieder doch auf größere Spiele als wir eingeht. Jonas betreibt die Seite derzeit alleine und dafür macht er einen richtig guten Job, wie wir finden. Aus diesem Grund seid ihr bitte so wunderbar und folgt ihm in den sozialen Medien und schaut auch mal direkt bei ihm vorbei:

Vorhang auf für das Interview.

Der Planet sollte uns allen am Herzen liegen. Tust du etwas Besonderes, um ihn zu unterstützen?

Seit ungefähr zwei Jahren habe ich kein Auto mehr. In der Stadt benötige ich es einfach nicht und für weitere Strecken klappt es mit dem ÖPNV auch ganz gut. Ansonsten ist das Carsharing für gelegentliche Einsätze ganz praktisch.

Außerdem bin ich seit 8 Jahren Vegetarier. Einer meiner Hauptgründe, neben dem Tierwohl, war schon damals der Umweltaspekt. Mittlerweile lebe ich seit Anfang des Jahres vegan und bin sehr zufrieden mit dieser Lebensweise. Dabei schaue ich nicht nur auf die Ernährung sondern auf eine generell tierleidfreie Lebensweise, die in den meisten Fällen der Umwelt zusätzlich zu Gute kommt.

Bei der Energieversorgung für meine Freundin und mich handelt es sich um Ökostrom. Es kostet im Vergleich kaum mehr, ist aber in der Masse eine gute Hilfe für unseren Planeten.

Wie nachhaltig ist deine Hardware? Achtest du auf fair produzierte Produkte oder nutzt du sogar Ökostrom?

Es ist schwierig in diesem Bereich besonders nachhaltige Hardware einzusetzen. Dieser Marktbereich ist von den Herstellern nicht sonderlich besetzt. Ich schaue, dass es möglichst langlebige Hardware ist und überlege, ob ein Kauf überhaupt notwendig ist.

Ein Mal in ein leistungsstarkes Smartphone investiert, muss man nicht jedes Jahr ein neues anschaffen. Ähnlich Verhält es sich mit PC-Hardware in allen Bereich. Einzig mit den Konsolen ist das so eine Sache, wobei man auch hier immerhin abwägen kann, ob man sich wirklich wenige Jahre nach Veröffentlichung eine “Slim-Variante” zulegen muss.

Mein Gaming-Blog für News und Spieletests http://GameGeneral.de wird übrigens mit 100% Ökostrom gehostet.

Noch ist es nicht der Standard, aber was hältst du von Spielen, deren Retailfassungen aus recycelten Rohstoffen bestehen?

Das wäre durchaus begrüßenswert. Auch mit recycleten Materialien lassen sich tolle Produkte und Verpackungen herstellen. Gerade in den letzten Jahren, wurden diese immer besser. Es wäre zum Beispiel schön zu sehen, wenn ein Mal in der Zukunft recycelte Sammlereditionen generell als wertiger angesehen werden. Bis dahin wird es noch etwas dauern. Bis dahin ist statt jedes Spiel physisch zu sammeln, das digitale Erwerben auch eine Option.

Was könnte die Videospielindustrie deiner Meinung nach tun, um noch nachhaltiger zu werden und somit auch einen wichtigen Beitrag zur Umwelt zu leisten?

Im Bezug auf Hardware ist die Steigerung der Langlebigkeit und der Vielseitigkeit sicher ein Aspekt, den es zu verbessern gilt. Außerdem hat der Cloudgamingbereich auch in Sachen Umweltfreundlichkeit Potential. Mit Ökostrom betriebene Clouds könnten sowohl Hardware als auch Software nachhaltiger machen, indem für den Konsumenten physisch weniger hergestellt werden muss.

Bist du an Aktionen oder Projekten beteiligt, die den Planeten schützen oder die sich für faire Behandlung von Menschen einsetzen?

Ich unterstütze seit vielen Jahren den Verein naturefund. Dieser setzt sich für die Erhaltung und Sicherung von Lebensräumen und Naturschutzgebieten ein. Dort spende ich häufiger hin. Selten steige ich Mal in ein Flugzeug. Hierfür spende ich auf http://naturefund.de direkt mit Hilfe des CO2-Rechners. Man kann den CO2-Ausstoß durch das Fliegen berechnen und durch gepflanzte Bäume kompensieren.

Es ist auch gut, sich über die diversen Siegel auf Produkten zu informieren. Hier kann man Firmen und Bauern unterstützen, die sich für faire Behandlung der Mitarbeiter, tierleidfreie Produktion und mehr stark machen.

Zusätzlich bin ich im sogenannten Foodsharing aktiv, bei dem es um die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung geht.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, während deines Streams oder auf deiner Seite Spenden für ein bestimmtes Projekt zu sammeln? Wenn ja, welches Projekt würdest du unterstützen?

Tatsächlich habe ich das bisher noch nicht in Erwägung gezogen. Das liegt neben anderen Projekten auch an meiner noch nicht so riesigen Reichweite. Für die Zukunft wäre das aber ein guter Gedanke 🙂

Hast von unserer Aktion Gamers for Future vor diesem Interview schon einmal gehört und hast du Lust, mehr über uns zu erfahren oder dich gar zu beteiligen?

Ja, ich habe mich schon über eure Seite bezüglich Gamers for Future informiert und lese auch eure Beiträge zu Themen wie nachhaltigem Mobilfunk, das Fairphone und mehr. Da ich doch sehr gerne Kakao trinke (nur Fairtrade), habe ich dieses Interview gleich zum Anlass genommen, über Treedom einen Kakaobaum in euren Wald zu setzen. (Anm. d. Red.: Yeaaaah!)

Rein aus Interesse: Wie hoch ist deine CO2 Bilanz?

7,9 Tonnen CO2

Vielen lieben Dank an Jonas für die Teilnahme am Interview.

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Beatrice Vogt
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