The Legend of Zelda: Twilight Princess HD (Wii U) im Test – Das waren noch Zeiten…

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Beim Gedanken an das schon recht groß angekündigte The Legend of Zelda fangen nicht nur wir an zu sabbern – Doch Nintendo spannt uns noch ein bisschen auf die Folter, bis die ganz großen Ankündigungen für dieses Jahr kommen. Davor bringt man eine weitere HD-Auflage eines Zelda-Klassikers auf der Wii U an den Start. Ob uns die Wiederkehr von The Legend of Zelda: Twilight Princess HD überzeugt, verrät der Test.

Das waren Zeiten…

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD bringt dieses Spielgefühl zum Ausdruck, das nur ganz wenige Spiele heute aufweisen können. Es schwimmt noch nicht auf dieser krampfhaften Realismus-Schiene, es bietet keine riesige Open-World, aber trotzdem haben wir das Gefühl, es mit einem sehr gut gemachten und vor allem immersiven Spiel zu tun haben.

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD begeistert von der ersten Minute an mit herausragenden Atmosphäre, die auch durch die gelungene Spielwelt und in erster Linie den herausragenden Soundtrack getragen wird. Eine Synchronisierung ist ganz wie in der Ursprungsversion nicht vertreten – Aus heutiger Sicht würde das der Soundkulisse noch die Krone aufsetzen, insbesondere wenn wir uns Midna vorstellen, wie sie mit uns spricht. Der HD Auflage die fehlende Synchro negativ anrechnen können wir natürlich nicht.

Prinzessin Midna ist der Mittelpunkt der ansonsten mitunter recht platten Story: Den normalerweise schon zum Trott gewordenen Kampf gegen die Dunkelheit mischt das Schattenwesen mit einer gelungenen Mischung aus Hilfe und Ernst auf und ist jederzeit verfügbarer Ansprechpartnerin, sollte man mal nicht weiter wissen. Das kann durchaus mal vorkommen – Euer Gedächtnis könnt ihr alleine schon durch das klassischere Speichersystem testen. Zwar könnt ihr jederzeit speichern und eure Fortschritte sind damit sicher, jedoch landet ihr beim nächsten Spielstart wieder am Beginn des Dungeons oder des Gebiets – Insbesondere in den Dungeons heißt es dann: Was hab ich schon erledigt? Die Map zeigt euch aber, in welchen Räumen ihr schon wart.

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Von Anfang an begeistert Twilight Princess HD mit seiner Atmosphäre.

Argh… Ganz wie früher!

The Legend of Zelda: Twilight Princess ist zum Launch der Wii erschienen, jedoch parallel auch für den Gamecube auf den Markt kommen. Damit haben wir es also mit einem Titel zu tun, der irgendwo zwischen der letzten und der vorletzten Konsolengeneration angesiedelt ist. Steuerungstechnisch nehmen wir einfach mal die vorletzte Generation, denn freilich muss man in The Legend of Zelda: Twilight Princess HD auf die Bewegungssteuerung à la Wii muss man freilich verzichten. Objekte kann man jedoch werfen, in dem man das GamePad rasch nach unten bewegt.

Ein bisschen merkt man, dass die Steuerung angestaubt ist, denn einige Kleinigkeiten nerven uns immer wieder – Gerade als Wolf oder wenn man mit Epona unterwegs ist lässt die Präzision zu wünschen übrig. Ansonsten verdrücken wir uns gerne mal wegen doppelt belegter Knöpfe oder vergessen, dass bei aktiviertem Anvisieren das Rollen überhaupt nicht möglich ist… Da ging manches Mal ein bisschen was daneben, aber nach einer Weile hat man die Eigenheiten ganz gut raus.

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD verfügt über eine sinnvolle GamePad Einbindung – So darf man sich auf dem GamePad-Bildschirm die Map anzeigen und sie auf dem TV-Bildschirm verschwinden lassen, darüber hinaus funktioniert die Inventar-Verwaltung auch ganz komfortabel übers GamePad, in dem man Objekte beispielsweise der entsprechenden Taste zuweist, indem man sie dorthin zieht. Vor dem Spielstart wird man aber gefragt, ob man mit dem GamePad oder dem Wii U Pro Controller spielen möchte – Auch letzteres funktioniert problemlos und ist zu empfehlen, auch wenn einem bei einem späteren Wechsel keiner erklärt, wie man eigentlich ins Ausrüstungsmenü kommt, um seine Objekte den Tasten zuzuweisen. Das Spielen ohne TV-Gerät nur auf dem Wii U GamePad ist übrigens möglich.

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In manchen Situationen könnte die Steuerung präziser sein.

Über visuellen und inhaltlichen Glanz

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD gilt unter Serienfans als eher leichter Ableger – Und tatsächlich sind Großteile des Spieles wirklich gut zu meistern. Die Rätsel sind logisch und meistens gut durchschaubar, man muss aber bei The Legend of Zelda: Twilight Princess HD wirklich aufmerksam sein, sonst gehen einem schnell notwendige Details und auch optionale Schätze durch die Lappen. The Legend of Zelda: Twilight Princess HD kann durch seinen angenehmen Schwierigkeitsgrad also auch als perfekter Einstieg für junge Spieler in die Reihe dienen. Spieler auf der Suche nach einer Herausforderung können den Schwierigkeitsgrad mit einem Ganondorf-amiibo ein bisschen steigern, sollte dieser vorhanden sein.

Für uns glänzt The Legend of Zelda: Twilight Princess HD mit seinen übersichtlichen und gelungenen Inhalten, die viele Spielstunden beschäftigen. Aus heutiger Sicht muten die Inhalte, ihre Verknüpfung und ihre Präsentation zwar schon ein wenig spartanisch an, doch wir vermissen das Überladene vieler heutiger Spiele kein bisschen. Komplexität baut der Titel natürlich mit der Zeit auf, wenn mehr Ausrüstung für Link und damit mehr Gameplayelemente zur Verfügung stehen. Und später im Spiel ist natürlich auch unter den Rätseln die eine oder andere Kopfnuss vertreten, insbesondere in den Dungeons.

Hinsichtlich der HD-Überarbeitung sind wir einigermaßen zufrieden – An einigen Stellen sieht The Legend of Zelda: Twilight Princess HD richtig gut aus, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich ja um einen Titel handelt, der grafisch eben auf Gamecube-Niveau lag. Dennoch muss man festhalten, dass die visuelle Qualität schwankt. Es gibt Momente, da hätten wir uns mehr erwartet, vor allem hinsichtlich der Texturen und der Spielwelt. Sehr gut gelungen sind aber die Figurenmodelle und die Lichteffekte – Die lassen uns die kleinen Schönheitsfehler meistens wieder vergessen. Spielerisch nervt uns noch, dass sammelbare Objekte wie Herzen oder Rubine teilweise außer Reichweite landen. Ob das im Original so war, können wir leider nicht mehr sagen.

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Hier und da lässt die grafische Qualität zu wünschen übrig, aber: Viele Stellen sind dafür erstaunlich hübsch, gerade für das Alter des Titels.

Fazit: Nostalgie und Vorfreude

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD ist zum einen der perfekte Titel für Neueinsteiger in die Reihe, zum anderen können aber auch Spieler des Klassikers auf Gamecube oder Wii sehr gerne die Reise mit Link und Midna noch einmal absolvieren: Wir haben uns sofort wohlgefühlt und die einmalige Atmosphäre des Titels genossen.

Sein Alter merkt man dem Titel durchaus an – Positiv wie negativ. Auf der einen Seite begeistert uns The Legend of Zelda: Twilight Princess HD mit seiner recht einfachen Struktur, die vor allem zu Beginn nichts von der Überladenheit heutiger Titel hat, sowie durch die großartige Atmosphäre, auf der anderen Seite nerven kleine Mängel bei der Steuerung und die visuelle Qualität könnte in der HD-Auflage hier und da besser sein. Unterm Strich macht The Legend of Zelda: Twilight Princess HD auch eines: Heiß auf das neue Zelda, das Nutzen aller technischen Fortschritte machen wird und uns noch in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht nur auf Wii U beglücken wird. Mit der Veröffentlichung von The Legend of Zelda: Twilight Princess HD hat Nintendo also alles richtig gemacht.

Pro Contra
+ Herausragende Atmosphäre – Einige Patzer bei der Steuerung
+ Für Alter des Titels stellenweise sehr hübsch… – … aber grafische Qualität stark schwankend (Texturen, Spielwelt)
+ Tolle Musik – Objekte (Herzen, Rubine) bleiben teilweise außer Reichweite liegen
+ GamePad zur komfortablen Inventarverwaltung
+ Midna als zeitlos tolle Figur
+ Gelungene, nicht überladene Struktur

Technik: 83

  • Grafik: 77
  • Sound: 93
  • Umfang: 89
  • Gameplay: 78
  • KI: 79

Spielspaß: 85

Einzelspieler 

  • Story: Die Geschichte über ein von Dunkelheit befallenes Königreich ist im Grunde nicht spektakulär – Aber die Umsetzung, vor allem mit Midna als Gefährtin, stellt sehr zufrieden.
  • Wiederspielwert: The Legend of Zelda: Twilight Princes HD fesselt eine ganze Weile – Bis man auch das letzte Geheimnis entdeckt hat, kann der Titel motivieren.
  • Frustfaktor: Entsteht teilweise durch kleine Macken bei der Steuerung.
  • Design/Stil: Gelungen, auch wenn man dem Spiel sein Alter durchaus ansieht, da die visuelle Qualität etwas schwankt. Die Atmosphäre ist aber großartig.
  • Musik: Die Musikuntermalung ist herausragend und trägt die Atmosphäre in großem Maße.

Informationen zum Testgerät

Plattform: Wii U
Version: Premium 32GB
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware, Spiel auf Disc.
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 1 Jahr, 8 Monate

Wir bedanken uns bei Nintendo für die Bereitstellung des Pressemusters zu The Legend of Zelda: Twilight Princess HD!

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Manuel Eichhorn
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