The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition (PS4) im Test – Fies, fieser, Metallia?

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Vor nicht allzu langer Zeit, im Jahr 2014, um genau zu sein, erschien ein Spiel auf der PlayStation 3, das uns in die Rolle eines kleinen Kriegers schlüpfen ließ, der von einer schrägen Hexe herumkommandiert wurde. Um nun auch die PlayStation 4 Spieler in den Genuss dieses Spielprinzips kommen zu lassen, haben die Jungs von Nippon Ichi Software kurzer Hand die The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition ins Leben gerufen – und genau aus diesem Grund haben wir uns in die Sklaverei von Metallia begeben und verraten euch in unserem, ob auch ihr dies tun oder ob ihr lieber einen Bogen um das PS4-Spiel machen solltet.

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Ich bin dein Sklave!

Der Beginn von The Witch and the Hundred Knight hat uns bereits schlucken lassen: Wir werden als kleines Männchen von einer Stimme erweckt. Liebreizend fragt die Stimme nach unserem Namen, doch als wir ihr antworten, sagt sie, dass ihr das zu doof ist und sie uns nun Hundred Knight nennen wird. So viel zur eigenen Persönlichkeit. Schon sehr bald bemerken wir weiterhin, dass nicht wir die Hosen an haben, sondern eben jene Person, die hinter dieser Stimme steckt. Hierbei handelt es sich um Metallia, die Hexe des Sumpfes, die es darauf angelegt hat, den gesamten Sumpf zu beherrschen. Das ist auch im Grunde kein Problem, immerhin hat sie uns, den legendären Hundred Knight, beschworen. Dumm nur, dass ihr genau 100 Tage zur Verfügung stehen, um ihr Ziel in die Tat umzusetzen und genau an der Stelle kommen wir ins Spiel.

Metallia ist eine durchgeknallte Hexe, die weiß, wie man sowohl mit Zuckerbrot als auch mit Peitsche umzugehen hat, denn wir können uns das ganze Spiel über nicht entscheiden, ob wir die olle Hexe nun leiden können oder aber nicht. Sie scheucht uns immer wieder herum und gibt uns Befehle, die meistens damit zusammenhängen, dass sie ihren Sumpf erweitern möchten, was wiederum bedeutet, dass wir versuchen, so viele Sumpfblumen wie möglich zu öffnen – um eben am Ende über den Sumpf zu herrschen.

Diese Sumpfblumen finden sich in den verschiedenen Gebieten im Sumpf, die ihr über die Weltkarte betreten könnt. Sie dienen jedoch nicht nur dazu, dass ihr mehr und mehr Sumpf einnehmt, sondern vor allem auch als Checkpunkte, die euch zurück zur Basis bringen oder an denen ihr Bonuspunkte verteilen könnt. In den Levels selbst greift ein klassisches Action-RPG-Prinzip, will heißen, dass ihr im Grunde zwei Tasten zur Verfügung habt, mit denen ihr angreift. Mit Viereck führt ihr dabei ganz normale Angriffe aus, die ihr übrigens im Menü nach Lust und Laune anpassen könnt, mit Dreieck vollführt ihr mit der ersten Waffe in eurem Deck einen stärkeren Angriff, der es ganz schön in sich hat. Hin und wieder gibt es auch kleinere Rätseleinlagen und die Möglichkeit, Dörfer und Häuser in den Sümpfen zu beherrschen. Hierbei geht ihr einfach in das Haus hinein (mit Dreieck) und vernichtet und beraubt auch noch die Bewohner. Also, eine recht coole Sache, da dort fast immer gute Waffen bei rumkommen.

Und das ist im Grunde das ganze Spielprinzip in vereinfachter Form erklärt. Das wichtigste bei einer überarbeiteten Fassung ist jedoch immer die Überarbeitung selbst, auf die wir nun etwas näher eingehen und die sich sehen lassen kann, aber das erklären wir euch gleich. Manchmal kann die Geschichte übrigens verwirrend sein, wenn Metallia zum Beispiel an mehreren Orten gleichzeitig ist und ihr einfach nicht herausfindet, wo es nun langgeht.

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Die Witch auf der PS4?

Wie bereits erwähnt, erschien The Witch and the Hundred Knight ursprünglich auf der PlayStation 3. Da uns nun eine überarbeitete Version des Spiels vorliegt, werfen wir einen weitaus größeren Blick auf die technische und grafische Umsetzung des Spiels. So viel können wir schon einmal sagen: The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition sieht unheimlich niedlich aus, vor allem unser Hundred Knight ist einfach so derart knuffig, dass das Spiel allein deswegen eine glatte 100 verdient hätte. Der Stil ist dabei weder realistisch, noch so richtig Anime-mäßig, sondern erinnert einfach an ein märchenhaftes Spiel aus Japan. Wir selbst sind dabei eine kleine niedliche Figur mit viel zu langen Armen. Und wisst ihr, was das beste am Hundred Knight ist? Er kommuniziert! Und zwar über den normalerweise nutzlosen und überflüssigen Lautsprecher am Controller eurer PlayStation 4. Aus diesem Grund wird dieser Lautsprecher einmal weder nutzlos noch überflüssig, sondern führt sogar dazu, dass Hundred Knight eine tiefere Persönlichkeit erhält und wir ihn noch viel tiefer in unser Herz schließen.

Zudem läuft The Witch and the Hundred Knight an vielen Stellen flüssig, nur bei Kämpfen kann es zu leichten Rucklern kommen, die jedoch im Wesentlichen keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Zu Abstürzen oder richtig starken Freezes kam es bei uns jedoch nicht. Kanten- oder gar Flächenflimmern fiel uns nur bedingt auf. Was jedoch ziemlich nervig ist, ist die Kameraführung. Ihr könnt die Kamera im Grunde mit dem rechten Stick steuern – was ihr definitiv auch müsst, um in den einzelnen Gebieten überhaupt etwas sehen zu können. Vieles spielt immerhin im Sumpf oder Wald mit vielen Büschen und Bäumen, die euch ganz gern die Sicht auf euren Hundred Knight versperren. Deswegen empfehlen wir euch die Steuerung ganz unbedingt selbst in die Hand zu nehmen, sonst steht ihr einmal mitten im Kampf und seht vor lauter Bäumen eure Spielfigur nicht mehr.

Übrigens kommt The Witch and Hundred Knight: Revival Edition nicht nur mit der englischen, sondern auch mit der japanischen Tonspur aus, dir ihr problemlos im Hauptmenü einstellen könnt. Auch die Unteritel könnt ihr zwischen dem Japanischen und dem Englischen hin und her wechseln, ganz wie euch das beliebt. Das Englische ist übrigens recht verständlich, allerdings wirkt die Story an einigen Stellen eher belanglos, was jedoch ziemlich schräge Kommentare wieder wettmachen. Sicherlich ist The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition nichts für jeder Mann, doch wer auf solche Spiele steht, wird sicherlich auf seine Kosten kommen.

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Fazit: Übernehmen wir die Sümpfe?

The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition hat zumindest uns überzeugt. Uns gefällt die schräge Geschichte und der Blickwinkel, einmal ein purer Untergebener zu sein, der sich dem Willen einer doch niedlichen Sumpfhexe beugen muss. Unsere Aufgabe: Den Sumpf einnehmen und Widersacher vernichten, kein Ding, wir sind schließlich der legendäre Hundred Knight! The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition ist ein cooles Action-RPG mit Rätseleinlagen und einer zum Teil belanglosen Geschichte, die jedoch durch böse und bissige Kommentare aufgepeppt wird. Zudem müssen wir gestehen, dass wir uns in den niedlichen Hundred Knight verliebt haben, der über den Lautsprecher und einem süßen „Knyoa“ mit uns kommuniziert.

Fans von Action-JRPGs kommen mit The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition sehr wohl auf ihre Kosten, allerdings ist es eher fragwürdig, ob der Titel alteingesessene Fans anspricht. Wir denken, dass vor allem die neuen Spieler gelockt werden sollen, und dass das Aufgebot an vernünftigen JRPGs auf der PlayStation 4 ausgeweitet werden soll. Zumindest für uns ist es ein gelungenes Action-RPG auf der PlayStation 4, das wir euch wärmstens ans Herz legen können. Außerdem besitzt es auch den besten Soundtrack mit Ohrwurmgarantie ever!

Pro Contra
+ Ulkige Geschichte, in der wir mal dem „Bösen“ angehören – Kamerasteuerung sehr blöd gelöst
+ Cooles Kampfsystem – Verwirrende Geschichtsführung
+ Sehr gute grafische Umsetzung – Recht lange Ladezeiten
+ Technisch gut umgesetzt
+ Unheimlich niedlicher Hundred Knight <3 <3 <3
+ Bester Soundtrack ever

Technik: 83

  • Grafik: 90
  • Sound: 94
  • Umfang: 90
  • Gameplay: 75
  • KI: 65

Spielspaß: 85

  • Story: Die Stoy ist bissig, wenn auch zum Teil recht belanglos. Doch bevor die Story an irgendeiner Stelle langweilig werden kann, punktet Metallia einfach mit einem Kommentar, der uns auf bissige Art und Weise in unsere Schranken weist.
  • Frustfaktor: Der ist nicht vorhanden, da die Schwierigkeit recht human ist.
  • Wiederspielwert: Wenn man die Story schon einmal gespielt hat, wird man wohl kein zweites Mal spielen werden. Schade eigentlich.
  • Design/Stil: Der grafische Stil ist sehr gut und märchenhaft. Wir haben uns definitiv in den Hundred Knight verliebt, weil er so knuffig und niedlich ist.
  • Musik: Wer auf der Suche nach einem Ohrwurm ist, der kommt mit der seltsamen und schrägen Musik von The Witch and the Hundred Knightunter Garantie bestens zu recht. Das Spiel hat einfach einen gelungenen und sensationellen Soundtrack.

Information: Vielen Dank an Nippon Ichi Software America für das Pressemuster von The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition.

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Beatrice Vogt
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