Adrenaline Rush: Miami Drive (Nintendo Switch) im Test – Cooles kleines Spiel

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Cool Small Games heißt der Entwickler, der Adrenaline Rush: Miami Drive auf die Nintendo Switch bringt – neben vielen weiteren Spielen. Der Name des Entwicklers und die schmalen Preise zwischen zwei und vier Euro – oder 99 Cent im Angebot – zeigen bereits, dass man hier keine großen Blockbuster erwarten braucht, sondern eher kleine Games für zwischendurch. Auf der Nintendo Switch optimal. Ob Adrenaline Rush: Miami Drive die Erwartung erfüllt, verrät der Test.

Ausweichen ist alles

Das Spielprinzip von Adrenaline Rush: Miami Drive ist schnell erklärt: Ihr seid auf der Flucht vor der Polizei und müsst vor der Kulisse des nächtlichen Miamis vor der Polizei entkommen. Ihr dürft keinen Unfall bauen, aber Takedowns austeilen und euch diverse Power-Ups von Nutzen machen. Diese Flucht geht prinzipiell endlos – oder bis ihr einen Unfall baut, der sie beendet.

Das Spielprinzip von Adrenaline Rush: Miami Drive würde genauso gut auf Mobilgeräten funktionieren wie auf der Nintendo Switch – und wer hätte es gedacht, genau dort wurde das Spiel natürlich auch veröffentlicht. Doch auf der Nintendo Switch macht das Spiel eine saubere Figur, die Steuerung ist nicht nur mit Bewegungssteuerung im Handheldmodus, sondern auch mit Joy-Cons und dem Pro Controller möglich.

Das funktioniert soweit tadellos, doch die Bewegungen sind beschränkt: Über große Teile hinweg kann man Adrenaline Rush: Miami Drive ausschließlich mit dem linken Stick spielen, nur selten werden andere Tasten benötigt – zum Beispiel für Power-Ups.

Ja, es gibt Takedowns. Burnout ist das Spiel trotzdem nicht 😉

Optimal für zwischendurch

Ich kann mir nicht vorstellen, Adrenaline Rush: Miami Drive über viele Stunden hinweg zu spielen – doch für zwischendurch ist es optimal. Es gibt keine Ingame-Käufe auf der Switch, alle Dinge schaltet man durch Münzen und Erfahrung frei, prinzipiell muss man dafür nicht mal besonders gut sein, sondern einfach nur immer wieder spielen.

Upgrades und Booster – beinahe schon Cheats – können gekauft werden.

Die Missionen, die das Spiel verteilt und die wiederum mit Münzen belohnt werden, werden allerdings immer schwieriger und erfordern auch mal Können – Power-Ups, Schilde und Punktemultiplikatoren können helfen, letztlich ist aber schon die Geschicklichkeit entscheidend. Bestimmte Einblendungen – zum Beispiel wenn man in die nächste Geschwindigkeitsstufe wechselt – können dabei manches Mal den Blick aufs Geschehen vor einem hindern, was auch mal frustrierend werden kann.

Optisch hinterlässt Adrenaline Rush: Miami Drive sonst einen ordentlichen und sogar detailreichen Eindruck – nur die Pop-Ups der Umgebung müssten auf der Switch wirklich nicht sein. Der Soundtrack ist eher generisch, doch rundet das Geschehen ganz angenehm ab. Events wie der Nachrichtenhubschrauber oder der Polizeihubschrauber, der Sprengsätze vor euch auf der Straße platziert, lockern zudem die zufälligen Durchgänge auch etwas auf.

Die Gestaltung von Miami überzeugt.

Fazit: Gut für Zwischendurch

Adrenaline Rush: Miami Drive löst nicht unbedingt wirklich einen Adrenalinrausch aus, doch es erfüllt seinen Zweck: Es ist ein angenehmes, solide auf die Switch umgesetztes Arcaderacingspiel für zwischendurch. Auch wenn das Prinzip simpel ist, kann es durchaus anspruchsvoll sein. Eure einzige Aufgabe in Adrenaline Rush: Miami Drive ist, allen Hindernissen auszuweichen und möglichst lang auf der Strecke und auf der Flucht vor der Polizei zu bleiben. Optik und Soundtrack sind angenehm, wenngleich nichts Besonderes, es gibt viel zum Freischalten und beim Genuss in kleineren Dosen kann sich das Spiel seine Motivation auch eine Weile erhalten. Vor allem zum Angebotspreis von 99 Cent macht man also nicht viel verkehrt.

ProContra
+ Flüssige Optik, netter Stil– Pop-Ups in der Umgebung
+ Soundtrack okay– Nicht wirklich ein Alleinstellungsmerkmal
+ Viel zum Freischalten (ohne Ingame-Käufe)
+ Gut für zwischendurch
+ Verschiedene Controlleroptionen

Technik: 73
Grafik: 79
Sound: 70
Umfang: 70
Gameplay: 77
KI: 70

Spielspaß: 74

  • Story: Eine Flucht vor der Polizei – nicht mehr, nicht weniger. Und auch nicht ausformuliert.
  • Frustfaktor: Ab und zu. Es ist eben ein Geschicklichkeitsspiel.
  • Nachhaltigkeitswert: Wiederspielwert ist vorhanden, wenn man das Spiel in kleinen Dosen genießt. Ansonsten wird es wenig bieten, um lange darüber zu sprechen. Aber das muss es auch gar nicht.
  • Musik und Sound: Passt und ist stimmig – nicht mehr und nicht weniger.
  • Grafischer Stil: Auch grafisch überzeugt das Spiel, mit Ausnahme der Pop-Ups in der Umgebung.

Offenlegung

Wir haben Adrenaline Rush: Miami Drive selbst gekauft.

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Manuel Eichhorn
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