Julie and the Phantoms – Eine Wholesome Serie für mich

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Dass wir mitunter keine Fans von Netflix Produktionen sind, haben wir hier an der einen oder anderen Stelle bereits fallen gelassen. Nicht immer vermitteln Netflix Produktionen für uns das, was sie wollen. Manchmal wollen sie häufig viel zu viel und konzentrieren sich wenig auf das, was sie bereits haben. Manche Netflix Serien wie kürzlich Locke and Key brechen wir ab, andere wie die vierte Staffel von Atypical schauen wir bis zum bitteren Ende, nur um dann zu sagen „Gut, dass die Serie endlich vorbei ist.“ Und in den allerseltensten Fällen schauen wir uns eine Netflix Produktion ein zweites Mal an. Das geschieht gerade mit Julie and the Phantoms.

Wir haben Julie and the Phantoms bereits letztes Jahr geschaut, als die erste Staffel neu auf Netflix war. Ich war so begeistert davon, dass ich direkt auf Arbeit davon allen erzählte und so die Zahlen der Serie vielleicht noch ein bisschen gesteigert habe. Nun läuft die Serie bei uns ein zweites Mal.

In Julie and the Phantoms begleiten wir die junge Sängerin Julie, die den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Beim Aufräumen der Studiogarage, die einst der Mom gehörte, findet Julie eine CD von einer Band, die aufgrund verdorbener Hot Dogs vor 25 Jahren von der Bildfläche verschwand. Sie legt die CD ein und plötzlich stehen die drei Jungs von Sunset Curve in der Garage. Und zwar als ziemlich tote Geister. Ich liebe diese Begegnung und auch die drei Jungs, die wunderbar miteinander harmonieren.

Was ich jedoch noch viel mehr mag, ist die Musik: Julie findet endlich wieder zum Singen zurück und ist in der Lage, zusammen mit den drei Geistern eine Band aus dem Boden zu stampfen. Die drei Jungs werden dann sichtbar für alle, wenn sie Musik machen, da sie mit dieser am meisten verbunden waren.

Julie and the Phantoms will dabei nicht zu viel: Es ist einfach eine andere Art, den Tod zu verarbeiten. Viele wollen das, aber die meisten kommen dann mit jeder Menge anderem Drama um die Ecke und lassen die eigentliche Botschaft hinten runter fallen. Nicht so Julie and the Phantoms. Hier geht es darum, etwas Schlimmes zu überwinden und wieder zu dem zurückzufinden, was einem gefällt und Spaß macht, was einen lebendig macht – und das wünschen wir uns am Ende doch alle: Lebendig sein und nicht nur Puppen, die sinnlos jeden Tag das machen, was man halt so den lieben langen Tag so macht.

Julies Geschichte ist mir dabei so ans Herz gewachsen, dass ich die Songs als Teil meiner dauerhaften Playlist habe. Ich liebe die Geschichte einfach und bin froh, dass am Ende jeder eine Lösung findet, die am besten zu ihm oder ihr passt – und dass es auch Hoffnung gibt am Ende. Ursprünglich gab es mal eine brasilianische Serie, die ebenfalls diese Geschichte erzählte, diese erhielt sogar zwei Staffeln, doch bislang hat Netflix noch keine zweite Staffel zu Julie and the Phantoms angekündigt. Ich hoffe es so sehr.

Häufig bin ich auf der Suche nach einer Serie, in der gesungen und getanzt wird. Das suche ich besonders dann, wenn es mir seelisch nicht gut und mich der Druck auf der Brust fast am Atmen hindert. Doch nicht immer finde ich dann eine Serie, die mich wieder ganz macht, die mir einen Ort der Ruhe und des Friedens bietet, denn häufig gibt es auch Missgunst in diesen Filmen und Serien, das brauche ich in diesen Momenten nicht. Julie and the Phantoms hingegen hat zwar ein bisschen Rivalität, aber darum geht es nicht, sondern einfach nur darum, etwas zu machen, was man liebt und dadurch sein Glück zu finden.

Du kennst Julie and the Phantoms noch nicht? Dann solltest du unbedingt reinschauen. Bei Netflix findest du die erste Staffel, die aus neun Folgen besteht – für meinen Geschmack zu kurz. Netflix, ich erwarte hier eine zweite Staffel.

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Beatrice Vogt
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