Endless – Nachricht von Chris – Zwischen Teenietragödie und lahmen Kniffen

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Vor einigen Tagen auf unserer Liste bei Netflix gelandet, haben wir uns mit Pizza ausgerüstet Endless – Nachricht von Chris angeschaut. Der deutsche Untertitel des Filmes jagte mir schon irgendwie einen Schauer über den Rücken. Ganz so schlimm wurde es am Ende nicht – doch warum der Film dennoch wenig erreicht, möchte ich in den folgenden Worten zusammenfassen.

Für die Georgetown Universität bestimmtes Mädchen und handsome badboy ergeben in Endless – Nachricht von Chris ein Traumpaar, doch der Streit rund um diese absehbare Trennung währt nur kurz. Getrennt werden die beiden auf eine völlig andere, viel dramatischere Weise. Infolge dessen beschäftigt sich der Film mit dem folgenden Thema: Wie man mit dem Tod umgeht und auch nach diesem zusammenbleiben kann.

Bis dahin macht Endless – Nachricht von Chris eine gute Figur: Riley wird nach dem Unfall in nachvollziehbare Trauer und Verzweiflung gestürzt, Chris dagegen ist als Geist unterwegs und trifft gleich noch Jordan, der schon seit 30 Jahren als Geist umherwandelt und als eine Art Mentor fungiert. Auch die Verbindung zwischen Riley und Chris ist nachvollziehbar: Die Brücke schlagen Rileys Zeichnungen, eine Passion, von der er immer wollte, dass sie sie weiter verfolgt.

Warum Chris nun als Badboy eingeführt wurde, beantwortet mir der Film am Ende nicht – die Klischees Motorrad und Lederjacke sind zwar erfüllt, viel mehr aber eigentlich nicht. Ach so, er war wohl schlecht in der Schule? Ja, das ist einer der platten Aspekte am Film, doch ebenso platt bleiben Jordan als Mentor und die 15 Minuten kurz vor dem Ende, in denen die Handlung nur vor sich hin plätschert.

Ich bin mir auch jetzt noch nicht sicher, ob Jordan allwissender Lehrer durch seine 30-jährige Geisterfahrung ist oder aber vielleicht durch Chris etwas gelernt hat. So oder so wird ein Schicksalsschlag für ihn so in die Handlung eingebaut, das er herzlich wenig Sinn ergibt. Drumherum befindet sich eine relativ einfache Teenie-Romanze, die sich leider auch recht wenig entwickelt. Zwischendurch ist auch Chris so etwas wie ein Mentor für Riley und am Ende klar ein Lebensretter, doch all die Aspekte passen nicht so recht zu der Figur, die am Anfang vorgestellt wurde und die später auch noch ihre eigenen Probleme aus dem alten Leben offenbart.

Die schauspielerischen Leistungen von Alexandra Shipp als Riley und Nicholas Hamilton als Chris sind größtenteils gut, jedenfalls hauchen die beiden dem Film sein ganzes Leben ein und interagieren stimmig miteinander. Im Endeffekt fand ich Chris‘ Storyline wesentlich interessanter als Rileys, die sich als komplett vorhersehbar entpuppte. Mit Chris und Jordan im Fokus hätte man wohl eine interessantere Handlung schaffen können – zwei Teenagerjungs, die sich den Wirrungen des Lebens nach dem Tod stellen.

Im Endeffekt hat mir Endless – Nachricht von Chris durchaus Spaß gemacht, aber auch nur, das sich nach dem schwächsten Kniff im Film doch noch etwas Logik eingestellt hat. Es gibt aber auch nur wenig, was wirklich hängenbleibt – und das ist bei Filmen immer schade.

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Manuel Eichhorn
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