KLIM Puma Headset im Test – KLIMs Flaggschiff in der Prüfung

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Wir haben mittlerweile bereits einige Produkte von KLIM getestet, die sich bisher zumeist mit einem erschwinglichen Preis und einer guten Leistung ausgezeichnet haben. Nun ist das KLIM Puma an der Reihe, welches schon ein älteres Produkt des Unternehmens ist, aber gleichzeitig immer noch das Headset Flaggschiff. Mich hat interessiert, wie gut es sich schlägt und ich habe nun schon einige Runden damit gezockt. In unserem Test erfahrt ihr, für wen das KLIM Puma die richtige Wahl ist.

KLIM Puma Preis und Lieferumfang

Das KLIM Puma gehört noch zu den ersten Peripheriegeräten, die KLIM veröffentlicht hat. Das Gerät gibt es schon seit 2016, aktuell verspricht KLIM allerdings wieder eine überarbeitete Version aus dem Jahr 2020. Was genau die Unterschiede sind, ist nicht erkennbar, ich werde das nochmal beim Hersteller erfragen. Bei anderen Produkten, wie zum Beispiel den KLIM Fusion Kopfhörern, ist es offensichtlicher, da haben sich zwischendurch Steckerdesign, Lieferumfang und Co. geändert.

Beim Preis hat KLIM zwischenzeitlich angezogen: Ich hatte das KLIM Puma lange zum Normalpreis von 69,97€ bei Amazon auf der Wunschliste, mittlerweile liegt der Normalpreis bei 89,97€ und der frühere Normalpreis ist der Angebotspreis. Eine Weile zurück hat es im Angebot mal 49,97€ gekostet. Doch der höhere Preis kommt wohl mit dem Erfolg, das KLIM Puma scheint sich gut zu verkaufen.

Der Lieferumfang ist in diesem Fall nicht soooo aufregend: Das Headset liegt im Karton, nochmal eingepackt in Luftpolsterfolie, eine Dankeskarte, eine kurze Bedienungsanleitung und KLIM Sticker. Auf einen Transportbeutel oder Ähnliches wie beim KLIM Rush muss man hier verzichten. Vom Lieferumfang und vom Aufwand desselben merkt man, dass das KLIM Puma schon länger auf dem Markt ist, ganz so liebevoll zusammengestellt wirkt das Paket nicht.

Funfact dazu: Bei Amazon findet man von der Marke Easy ACC quasi genau das gleiche Headset, welches mit 59,99€ gelistet ist. Dieses ist zwar nur in Schwarz erhältlich – das KLIM Puma gibt es in Schwarz und Weiß, wobei die weiße Version richtig hübsch aussieht und vom Design her vor allem mit den beleuchteten Elementen ein Highlight ist – doch es scheint sich um dasselbe Gerät zu handeln. Nur die beleuchteten Elemente an den Ohrhörern sind angepasst, die sonstigen Features und das komplette Design aber identisch. Ein Unterschied ist noch, dass der USB Stecker beim Easy ACC Headset nicht vergoldet ist.

Der überschaubare Lieferumfang des KLIM Puma

KLIM Puma Verarbeitung und Bedienung

Auch wenn auch beim KLIM Puma viel Kunststoff zum Einsatz kommt, hinterlässt die Verarbeitung, wie schon von anderen Produkten des Herstellers gewohnt, einen einwandfreien Eindruck. Hier knarzt und wackelt (fast) nichts, na ja, eine Ausnahme gibt es diesmal: Das Anschlussstück des Kabels zum Headset am linken Ohrhörer scheint eher locker zu sitzen, doch auch das wirkt nicht so, als gehe hier so schnell etwas kaputt.

Das Headset selbst ebenso wie das Kabel und Stecker sind absolut sauber verarbeitet. Auch das Zugband, auf welches das KLIM Puma anstelle von ausziehbaren Ohrhörern setzt, sitzt gut und ist sauber eingearbeitet. Auch das Mikrofon sitzt fest, lässt sich aber leider nicht besonders gut verstellen: Man dreht das Mikrofon quasi im den linken Ohrhörer herum, was nicht besonders einfach geht. Ich setze das Headset dazu meistens ab. Ansonsten ist das Mikrofon auch sehr steif und lässt sich nicht näher an den Mund bringen oder Ähnliches – es ist einfach da, wo es ist und ich denke, seine Position ist nicht wirklich optimal.

Am geflochtenen Kabel gibt es ein Bedienteil, welches zwar recht klobig, aber leicht ist. Über dieses kann man die Lautstärke verändern, das Mikrofon ein- und ausschalten (eine rote LED direkt am Mikro zeigt auch den Status an, sie ist an, wenn das Mikro an ist) und die Vibration ein- und ausschalten. Dazu gleich mehr.

Insgesamt ist das Mikrofon ein Schwachpunkt des KLIM Puma, doch ansonsten hinterlässt es einen super Eindruck, der dem Preis des Headsets angemessen ist.

Das Bedienelement des KLIM Puma.

KLIM Puma Klang und Mikrofonqualität

Der Klang ist die ganz große Stärke des KLIM Puma: Zwar wirbt KLIM mit dem 7.1 Surroundsound, dem allein schon in der Software die Einstellungsmöglichkeiten fehlen, doch das ist mir alles recht egal, denn ich habe noch nie so ein ausgewogenes Gamingheadset erlebt: mit dem KLIM Puma macht mir auch Musik hören Spaß, denn der Klang ist ausgewogen und sauber, doch insbesondere in Spielen kommen Effekte besonders gut zur Geltung – und Stimmen auch. Für Sprachanrufe gibt es zwar bessere Headsets, doch auch hier eignet sich das KLIM Puma als Hörer gut, die Königsdisziplinen sind aber definitiv Musik und Gaming.

Die Vibrationen tun hier ihr Übriges dazu. Zunächst habe ich das Ganze als Spielerei abgestempelt, doch das Vibrationsfeature macht doch mehr her, als ich dachte: Damit werden tiefe Töne und Bässe durch Vibrationen der Ohrhörer begleitet. Das Ganze kommt zwar nur bei hohen Lautstärken wirklich zur Geltung, beeindruckt dann aber irgendwie doch. Es wirkt sich zwar nicht wirklich auf den Klang aus, ob diese Motoren an sind oder nicht, verleiht Bässen und Co. aber doch eine ganz andere Tiefe und Immersion.

Nahtlos passt sich diese Vibration der Lautstärke an, was gut umgesetzt ist und auch komplett ohne Treiber oder Ähnliches funktioniert. Man muss aber auch sagen: Bei niedrigen Lautstärken merkt man die Vibration nur, wenn man eine Hand außen an den Ohrhörer legt, am Ohr selbst merkt man es nur, wenn das Headset recht laut eingestellt ist.

Während der Klang eine klare Stärke des KLIM Puma ist, ist das Mikrofon leider eine Enttäuschung: Zwar wird die Stimme ungewöhnlich klar und deutlich aufgenommen und klingt sehr natürlich, doch begleitet wird sie auch fast immer von leisen Störgeräuschen, einer Art Piepen, und es schleicht sich schnell ein Rauschen ein, wenn man eine Weile nichts sagt. Das ist etwas abhängig von der Software, im Windows Sprachrekorder tritt es nicht auf, über die Game Bar oder in Discord dagegen schon.

Unabhängig von der Software gibt es zudem gibt es kaum Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen: Mausklicks, Tippen auf der Tastatur: Das alles wird komplett ungefiltert übertragen. Auch in der Software des KLIM Puma konnte ich hier keine Besserung erzielen, das Herunterregeln des Pegels kann aber helfen. Doch zu der Software gleich noch mehr.

Vom Mikrofon des KLIM Puma jedenfalls bin ich enttäuscht, das KLIM Rush hat hier einen sehr guten Eindruck hinterlassen, doch ich finde, das Headset des KLIM Puma eignet sich nur für gelegentlichen Chat nebenbei. Es ist also ein sehr guter Gamingkopfhörer, den man auch mal für den Voicechat benutzen kann. Wer aber dauerhaft Videos damit aufnehmen möchte oder Ähnliches, sollte sich möglicherweise doch nach einer Alternative umsehen, obwohl die Stimme so überaus gut aufgezeichnet wird. Ich werde das noch weiter testen – oder ich hatte Pech und habe ein fehlerhaftes Gerät erwischt.

Ohne Beleuchtung macht das Design nur halb so viel her.

KLIM Puma Tragekomfort

Wäre das Mikrofon nicht, würde das KLIM Puma in allen Bereichen abstauben, denn auch der Tragekomfort ist große Klasse: Das Headset wird auch bei längerem Einsatz nicht unbequem und die Ohrpolster drücken auch für mich als Brillenträger kein bisschen. Bisher habe ich Headsets mit einem solchen Band zur Anpassung vermieden, doch ich erkenne nun den Komfort: Das händische Verstellen des Bügels entfällt und es kann nicht passieren, dass ein Ohrhörer tiefer sitzt als der andere oder Ähnliches.

Auch Außengeräusche werden ganz gut unterdrückt, sodass man in Ruhe zocken kann, gefühlt aber nicht ganz so gut wie beim KLIM Rush. Was mir nur aufgefallen ist: Unter den Ohrpolstern wird es echt schnell warm. Für heiße Tage wünscht man sich hier eine bessere Belüftung. Dennoch ist der Tragekomfort des KLIM Puma super.

Ein Aufkleber verrät, wann das Headset durch die Qualitätskontrolle ging.

KLIM Puma Software

Ein paar Worte noch zur optionalen Software des KLIM Puma: Diese ist ein Client von der Stange von C-Media. Ich habe keinen Vorteil der Software erkannt, durch die “Monitor” Einstellung des Mikrofons, was auch immer diese ist, lässt sich zwar das Piepen beeinflussen, aber niemals komplett abstellen. Die Software hat nicht mal das KLIM Branding und ebenso wenig Arbeit ist hineingeflossen, doch alle Einstellungen des Software kann man eben auch über die normalen Audiogeräteinstellungen in Windows vornehmen. Also: Unnütz.

Der Treiber fürs KLIM Puma ist ein fragwürdiges Stück Software.

Fazit: Fast ein Flaggschiff

Das KLIM Puma hätte hier fast komplett abgeräumt: Wir erhalten ein vom Design her überaus gelungenes Headset mit herausragender Verarbeitung, top Tragekomfort und einem Klang, der für Gaming und Musik richtig viel Spaß macht. Die Vibrationen der Ohrhörer sind bei manchen Anwendungen auch mehr als nur ein nettes Gimmick. Doch leider ist das Mikrofon eine Schwachstelle: Das Verstellen des Mikrofons ist nicht nur eingeschränkt, sondern auch nicht besonders komfortabel und zumindest bei meinem Exemplar lässt die Qualität des Mikrofons zu wünschen übrig: Hintergrundgeräusche werden nicht gefiltert, dafür wird die an sich klar aufgenommene Stimme von Rauschen und Störgeräuschen begleitet. Schade, KLIM. Das verbaut dem KLIM Puma die Topwertung, die es an sich verdient hätte, denn ansonsten bekommen wir es mit einem toll designten, bequemen und vermutlich auch langlebigen Headset zu tun. So ist das KLIM Puma toll zum Zocken, solang man nur eingeschränkt seine Stimme aufnehmen oder teilen möchte.

ProContra
+ Super Tragekomfort– Störgeräusche und Rauschen im Mikrofon
+ Gute Verarbeitung– Bedienung des Mikrofons nicht so komfortabel
+ Top Klangqualität– Furchtbare Treibersoftware
+ Tolles Design
+ Vibrationsfeature überzeugt
+ Geflochtenes Kabel

Offenlegung

Das KLIM Puma wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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