Symmetry (Switch) im Test – Überleben in der Kälte

0
(0)

Nicht immer ist es leicht, bis ans Äußerste zu gehen. Die Temperaturen draußen tendieren stark in Richtung tödlich, doch in der Station geht das Holz aus. Ich muss hinaus in die Kälte und hoffen, dass ich es schaffe, dass ich genügend Holz in die Station bringen kann, damit wenigstens meine Crewmitglieder überleben. Ich muss es schaffen. Ich habe mir für euch den Titel Symmetry auf der Switch angesehen und verrate euch in meiner Review, was es mit dem Einstieg zu tun hat.

Die Kälte und ich

In Symmetry bin ich Teil einer Crew, die auf einem fremden Planeten gestrandet ist. Mein Raumschiff ist kaputt, sodass ich nicht einfach wieder in Sicherheit fliegen kann. Stattdessen sitze ich hier fest und muss versuchen, dass wir gemeinsam überleben. Das ist gar nicht so einfach, denn der Planet selbst stellt mich vor einige Herausforderungen: Die wärmsten Temperaturen liegen bei – 22 Grad Celsius, statt wärmer wird es eher kälter und manchmal ist es so kalt, dass ich meine Crew in Lebensgefahr bringe. Das Leben hier ist definitiv nicht einfach.

Doch nicht nur das Draußen macht mir zu schaffen, sondern auch meine marode Technik, die immer wieder den Geist aufgibt und ich dann reparieren muss. Und dann laufe ich direkt ins nächste Problem: Um etwas reparieren zu können, brauche ich wiederum Rohstoffe. Symmetry ist kein leichtes Spiel, sondern eher eins, bei dem ihr mitdenken müsst. Ihr müsst entscheiden, welches Crewmitglied ihr was machen lasst, denn von Haus aus kommen diese bereits mit verschiedenen Fähigkeiten daher. Entscheidet also klug.

Ich musste das auf die harte Tour lernen. Meine ersten drei Spielstände von Symmetry sind alle nur einige Minuten lang, da ich nicht in der Lage war, herauszufinden, was ich tun soll. Ich schickte meine Crew müde und hungrig nach draußen, stellte keine Nahrung her, verarbeitete sogar eine Leiche zu Nahrung und fühle mich ganz schlecht. Geklappt hat es erst später, als ich begriff, worum es wirklich geht. Und dann ging es. Aber man muss es eben lernen, denn Symmetry ist kein Spiel, dass man sofort beherrscht.

Und dann ist da noch die Steuerung

Wenn man einmal das Spiel verstanden hat, ist es gar nicht mehr so schlimm? Nun, nicht unbedingt in Symmetry, denn hier wird man die Steuerung hassen lernen. Ich weiß eigentlich nicht so genau, wie ich das mit der Steuerung aushalten konnte und wie ich meine Crew in Sicherheit gebracht habe. Man steuert im Grunde mit dem Stick, dem Steuerkreuz oder den Schultertasten, um zwischen den verschiedenen Charakteren oder Stationen hin und her zu wechseln. Allerdings machen es einem die Charaktere schwer: Habe ich einmal einen anvisiert und bewegt der sich, springt der Cursor schon mal ganz schnell woanders hin. Das ist nervig und nicht nachvollziehbar.

Doch nicht nur das, es ist manchmal generell ein Graus, das richtige auszuwählen. An den Generator kam ich beispielsweise so gut wie gar nicht, weil der Cursor einfach nicht angehalten hat. So was mag am PC irgendwie funktionieren, aber an der Switch ist es schrecklich. Ich bin mir hierbei nicht sicher, wie das durchgewunken werden konnte. Vor allem am Anfang ging das gar nicht und hat mich regelrecht in den Wahnsinn getrieben.

Zudem ist es generell schwierig: Wähle ich beispielsweise ein Crew Mitglied aus, drücke ich dann nach oben, um eine andere Aktion auswählen zu können. Bewegt sich der Charakter aber weiter, verschwindet mein ganzes Menü und ich muss ihm weiter folgen, um auch wirklich etwas auswählen zu können. Wenn man den Charakter wenigstens irgendwie mit A festlegen könnte oder so, aber so etwas gibt es leider nicht.

Was mir fehlt…

An sich ist Symmetry ein ziemlich cooles Spiel, wenn man mal die Steuerung nicht beachtet. Es macht Spaß und mein Ziel besteht darin, dass ich diesen schrecklichen Planeten wieder verlasse, aber… Irgendwas fehlt mir einfach. Ich hatte mir vorgestellt, dass ich mit den Rohstoffen, die ich sammle, etwas anstellen kann. Dass ich zum Beispiel die Station erweitere oder verbessere, aber stattdessen erwärme ich nur mit Holz alles und sammle Schrott, um Dinge zu reparieren und irgendwann den Planeten zu verlassen.

Ich fühle mich irgendwie nutzlos in Symmetry, denn so wirklich der Geschichte folgen kann ich nicht. Hin und wieder werden zwar Texte eingeblendet, weil die Charaktere etwas kommentieren, aber so richtig einen Zusammenhang bekomme ich nicht. Ich weiß nur, dass wohl irgendwas passiert ist, aber alles fehlt mir, was irgendwie logisch und sinnig klingen würde. Das ist schade, denn so weiß ich nicht wirklich, was ich tun soll und kann, da ich meiner Crew nicht einmal eine gute Station bauen kann, dass es ihnen auf Dauer besser geht. Ich kann auch nicht gegen die KI ankommen, zumal mir auch hier klar ist, welchen Einfluss die überhaupt hat. Vielleicht findet man das heraus, wenn man nicht nach knapp 30 Spieltagen den Planeten schon wieder verlassen kann. Es ist zwar nett, aber mir fehlen die Schrauben, um ein Gesamtbild zu schaffen.

Fazit: Gib mir mehr!

Ich hatte meinen Spaß mit Symmetry, auch wenn mich die Steuerung in den Wahnsinn trieb und ich jetzt irgendwie durch bin. Doch irgendwie… Symmetry wirkt wie eine Demo von etwas Größerem. Als würde hier noch mehr auf mich warten, dass es aber irgendwie nicht ins ganze Spiel geschafft hat, als ob irgendwo ein großer DLC auf mich warten würde, der mehr Inhalte ins Spiel bringt. Mir fällt kein Grund ein, warum ich Symmetry nochmal spielen sollte, da ich die Station nicht erweitern kann und auch sonst keinen Zusammenhang in allem sehe. Es ist ganz nett für einen Spieldurchgang, doch für mehr reicht es für mich nicht. Gäbe es mehr Möglichkeiten, mehr Ziele, so würde es deutlich länger fesseln, doch leider bleibt es besonders in der Story, im Gameplay und einer sehr hakeligen Steuerung auf der Switch hinter den Erwartungen zurück und lässt mich im Stich, so wie ich meine Crew, die es nicht immer zurück in die sichere Station geschafft hat.

ProContra
+ Interessantes Setting– Steuerung sehr bockig
+ Charaktere mit verschiedenen Fähigkeiten– Wenig Inhalt
+ Netter Grafikstil– Wenig Motivation für weiteren Spieldurchlauf
– Viele Möglichkeiten ungenutzt, Station lässt sich nicht erweitern
– Storyzusammenhang eher nicht vorhanden

Technik: 55
Grafik: 80
Sound: 78
Umfang: 30
Gameplay: 34

Spielspaß: 45

  • Story: Du musst auf einem eisigen Planeten überleben und dafür sorgen, dass die Crew diesen Planeten wieder verlassen kann.
  • Frustfaktor: Dank der unpräzisen Steuerung sehr deutlich vorhanden.
  • Nachhaltigkeitswert: Leider nicht vorhanden.
  • Design/Stil: Ganz hübsch.
  • Musik und Sound: Ist auch da.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 9,99 € finde ich zu viel für Symmetry, da es kaum Inhalte bietet und ich keinen Nutzen darin sehe, das Spiel auf der Switch nochmal zu spielen.
  • Akkuverbrauch: Symmetry benötigt für eine Spielstunde etwa 24 % Akkuleistung.

Offenlegung

Wir haben uns Symmetry für die Nintendo Switch selbst gekauft.

Offenlegung

Wir haben uns Symmetry auf der Switch selbst gekauft.

Wie gut hat dir der Beitrag gefallen?

Durchschnittsdaumen: 0 / 5. Bisher abgegebene Daumen: 0

Bis jetzt gibt es noch keine Daumen! Sei der erste, der einen abgibt.

Du findest uns nützlich?

Dann folge uns doch in den sozialen Netzwerken!

Entschuldige, dass dieser Beitrag nicht ganz deinen Vorstellungen entsprach.

Lass uns unseren Artikel gemeinsam verbessern! Was können wir tun, damit der Artikel ansprechender wird?

Erzähl anderen von diesem Beitrag
Beatrice Vogt
Neugierig?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen