Townscaper (Xbox) im Test – Der entspannteste Städtebau

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Wir hatten im letzten Jahr schon öfter von Townscaper berichtet, ein Testbericht zum Spiel hat es aber nie auf unseren Blog geschafft. Durch den Game Pass habe ich das Spiel nun schon einige viele Stunden auf der Xbox genossen und berichte dir, warum dieser Städtebaut etwas ganz Besonderes ist. Gespielt habe ich auf Xbox Series S via Cloud Gaming.

Einfach bauen

Städtebauspiele reizen mich eigentlich generell, aber ehrlich gesagt mag ich nicht die ganze Zeit und Strategie investieren, die da oft nötig ist. Cities Skylines zum Beispiel ist ein großartiges Spiel, doch gerade mit all seinen Erweiterungen könnte ich mich vermutlich auf Monate nur noch mit diesem Spiel beschäftigen. Doch ich mag es, meiner Stadt beim Wachsen zuzuschauen und sitze da euch gern am Steuer – genau das ermöglicht Townscaper.

Denk dir einfach die Verkehrsplanung, Naturkatastrophen und generell die Zufriedenheit deiner Bürger:innen weg – du kannst einfach nur kreieren und anschließend das Ergebnis anschauen. Das ist Townscaper. Du kannst nicht einmal entscheiden, was genau du baust. Du setzt einfach nur Blöcke aufeinander und nebeneinander, das Spiel entscheidet dann, was daraus entsteht.

Um in den Genuss deiner Stadt zu kommen, musst du auf Bewohner:innen in Townscaper aber generell komplett verzichten. Die gibt es leider nicht. Ein paar Tauben verirren sich immer mal auf die Dächer, aber das war’s auch schon an Leben. Das finde ich tatsächlich ein bisschen schade. Ich würde es begrüßen, wenn Leute in der Stadt unterwegs wären – oder zumindest Boote, denn man startet immer erst mal mit einer Karte nur aus Wasser. Die Gebäude und befestigten Orte verfügen sogar über Leitern und Stege – doch es gibt niemanden, der sie nutzt. !B

Gebäude aus Townscaper sind zu sehen. Auf einem Gebäude sitzen Tauben auf dem Dach.
Die Tauben sind die einzigen Gäste meiner Städte.

Meine Stadt ist bunt

Dafür verzückt die Stadt mit Details: Auf den ersten Blick wirkt es gar nicht so, doch wenn man reinzoomt, erkennt man, was für Städte Townscaper zaubert. Da entstehen Gärten, Bäume säumen die Gebäude, Wäscheleinen sind zwischen eng stehenden Gebäuden gespannt, Bänke sind zum Entspannen da. Umso bedauerlicher, dass es nie jemand nutzen wird, der Detailreichtum in Townscaper ist aber schlichtweg super!

Außerdem kann man seine Stadt sehr bunt gestalten, denn man darf jederzeit die Farbe der verbauten Blöcke ändern, sodass die Mauern der Gebäude dann die entsprechenden Farben annehmen. Das macht mir am meisten Spaß: Richtig bunte Städte und einzelne Gebäude zu bauen.

Teilweise ergeben sich durch den Farbwechsel auch erst bestimmte Gebäude. Drei Blöcke übereinander, wobei der dritte Block eine andere Farbe hat, ergeben zum Beispiel den Leuchtturm.

Welches Gebäude bzw. welche Besonderheit entsteht, entscheidet Townscaper dabei jederzeit selbst. In dieser Mechanik verstecken sich einige kleine Bugs, was man vor allem dann bemerkt, wenn man auf die sehr einfach zu verdienenden 1000 Gamerscore hinarbeitet. Beim Platzieren des letzten Blocks wird teilweise einfach nicht das richtige Ergebnis ausgelöst – löscht man einen Block und platziert ihn neu, passiert dann das, was eigentlich passieren sollte. Manchmal fällt das auch zufällig so im Spiel auf. Meine Entspannung schmälert das nicht. !B

Ein Gebäude, das aus den Farben rot, blau, grün und violett besteht.
Es macht mir Spaß, möglichst bunte Städte zu bauen.

Fazit: Ein kleines wholesome game

Townscaper gibt dir keine echten Ziele an die Hand, keine Ranglisten, keine Quests. Damit unterscheidet es sich in viele Belangen von anderen aktuellen Spielen. Doch das ist genau gut so: In Townscaper geht es einfach nur darum, dass du dir so viel Zeit, wie du möchtest, für deine Stadt nehmen kannst, und diese ganz nach deinem eigenen Willen, so bunt wie du willst, bauen kannst. Das macht das Spiel automatisch anhand deiner platzierten Blöcke – mit einem beeindruckenden Detailreichtum. Schade, dass die Städte niemals bewohnt werden. Gut, dass auf das Drumherum und Strategische verzichtet wurde. Die kleinen Fehler in der Mechanik dürften gern gefixt werden. Insgesamt ist Townscaper einfach ein kleines wholesome game zum Genießen.

ProContra
+ Fokussierter Städtebau– Städte bleiben unbelebt
+ Beeindruckender Detailreichtum– Kleine Fehler in den Automatismen
+ Es können sehr bunte Städte entstehen
+ Perfekt zum Entspannen, einfach wholesome
Das Wertungsbild zeigt einen Score von 80 von 100 Punkten an.

Technik: 75
Grafik: 85
Sound: 80
Umfang: 75
Gameplay: 76
KI: 60

Spielspaß: 85

  • Story: Townscaper erzählt keine Geschichte mit Worten. Doch mit deiner wachsenden Stadt schreibst du quasi deine eigene.
  • Frustfaktor: Nicht vorhanden.
  • Wiederspielwert: Vorhanden – in Townscaper kann man so viel Zeit investieren, wie man möchte. Und jederzeit auf einem zufällig generierten Raster eine neue Stadt beginnen.
  • Design/Stil: Absolut stimmig und mit beeindruckendem Detailreichtum.
  • Musik: Die Soundkulisse passt ganz genau zum Rest.
  • Preis-Leistung: Im Game Pass eine absolute Empfehlung und ansonsten ist Townscaper auch seine 4,99€ wert.

Offenlegung

Wir haben Townscaper im Rahmen des Xbox Game Pass heruntergeladen.

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Manuel Eichhorn
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