Yonder: The Cloud Catcher Chronicles (Switch) im Test – Zu viel zu tun

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Yonder: The Cloud Catcher Chronicles verspricht, ein ruhiges und entspannendes Spiel zu sein. Nach all den Jahren auf meiner Wunschliste, habe ich nun endlich einmal zugeschlagen und mir den Titel auf der Nintendo Switch angesehen. Was mich daran fasziniert und gleichzeitig abschreckt, verrate ich in meiner Review zur Switch Version von Yonder: The Cloud Catcher Chronicles.

Entspannung nur so semi

Die Switch ist derzeit meine liebste Konsole, weswegen ich umso glücklicher war, dass Yonder jetzt einmal so im Angebot war, dass ich es mir kaufen wollte. Es versprach, ein entspannendes und ruhiges Spiel zu werden, in dem ich quasi nur so in den Tag hinein leben sollte. Die Realität sah anders aus und hat mich mehr gestresst als beruhigt.

Doch erstmal von Anfang an: Ich komme mit meinem selbst erstellen Charakter in einem Gebiet an, das friedlicher nicht sein könnte und auf dem magische Wesen leben, mit deren Hilfe ich die Dunkelheit, die die Insel umfangen hat, bekämpfen kann. Natürlich kann nur ich das, da ich von einem anderen magischen Wesen einen Kompass bekommen habe, der mir helfen soll. Soweit so gut.

Ich komme als in Yonder an. Finde auf meinem Weg aus einer Höhle heraus ein magisches Wesen und eine Katze. Die Katze brauche ich wohl später noch, das magische Wesen auch. Langsam erschließt sich mir die Welt und ich nehme Quest nach Quest nach Quest an und verliere ziemlich schnell den Überblick. Während ich versuche, 20 Quests gleichzeitig zu beglücken, soll ich auch der Story folgen und ich kann überall auf der Insel Höfe freischalten, die ich auch bewirtschaften kann. Außerdem gibt es dann noch Bäume, die gepflanzt, und Katzen, die gefunden werden sollen.

Ich weiß nach einigen Spielstunden gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht vor lauter Aufgaben, die ich zu tun habe. Klar, es ist meine Entscheidung, diese zu erledigen, dennoch stachelt auf der einen Seite an, auf der anderen Seite fühle ich mich überfordert. Von Entspannung keine Spur.

Die gibt es nur dann, wenn ich mich auf die vielen verschiedenen Landschaften und Gebiete einlasse. Auf die Lichtspiele von Sonne und Sternen. Dann kann ich abschalten und den sanften Soundtrack und die schön gestalteten Landschaften genießen. Dennoch nagt an mir der ewige Druck, alle Quests zu erledigen.

Farming für Anfänger

Ich schrieb bereits, dass du in Yonder: The Cloud Catcher Chronicles auch Bauernhöfe finden kannst, die über die Insel verstreut sind. Jeden Bauernhof kann ich freischalten, um ihn zu bewirtschaften. Diese Höfe wollen gereinigt und auch bepflanzt werden, doch ganz so einfach ist das nicht. Ich zum Beispiel kann mir nicht einmal merken, wo genau meine Höfe überhaupt sind. Sie werden auch nicht auf meiner Karte angezeigt, sobald ich sie einmal erweckt habe.

Mehrmals war ich auf der Suche nach meinen Höfen, doch ich habe sie, wenn dann nur durch Zufall gefunden. Das finde ich richtig schade, denn natürlich finde ich im Laufe meiner Reise jede Menge Samen, die ich halt alle nicht pflanzen kann, es sei denn, ich finde wieder mal durch Zufall einen meiner Höfe.

Hast du einmal einen Hof gefunden, ist es allerdings nicht schwierig, diesen auch zu bewirtschaften. Im Grunde ist es nur wichtig, dass du dir entweder deine Gebäude selbst baust oder sie dir bei irgendeinem der Händler, die diese zufällig im Angebot haben, erhandelst. Ich ziehe letzteres vor, da ersteres sehr aufwändig ist und mich nicht sonderlich befriedigt beim Spielen, sondern eher frustriert. Generell finde ich das Crafting in Yonder: The Cloud Catcher Chronicles sehr mühselig und fühle mich da teilweise ein bisschen allein gelassen vom Spiel, was auch echt schade ist.

Trotz allem verliere ich mich immer wieder in Yonder: The Cloud Catcher Chronicles und bekomme manchmal gar nicht mit, dass ich gerade für eine viel zu lange Zeit abgetaucht war.

Ich entdecke eine tolle Welt

Yonder: The Cloud Catcher Chronicles hat jedoch einen großen Vorteil und das ist die Welt, von der ich bereits schrieb. Viele Gebiete sind wirklich vielfältig und wenn ich durch den pupsenden Sumpf laufe oder durch ein Meer an Pusteblumen, so fühle ich mich irgendwie wohl und als Teil dieser Welt. Es macht mir auch viel Spaß diese Welt zu erkunden und dabei beispielsweise nach den vermissten Katzen zu suchen. Das ist großartig und macht mir wirklich Spaß.

Ich finde auch die Umsetzung der Switch ziemlich gelungen, nur vereinzelt bricht die Framerate ein, und das dann meistens bei Regen und wenn ich durch Pusteblumen laufe. Meistens ist allerdings alles stabil. Und auch sonst funktioniert alles ganz gut. Mich persönlich stört das Wechseln zu den verschiedenen Werkzeugen und dass mein Inventar doch sehr beschränkt ist. Theoretisch kann ich alles auch in meinen Kisten lagern, die jedoch in den beschriebenen Bauernhöfen stehen, die ich in der Regel nicht wiederfinde.

Ich finde es jedoch schade, dass ich in Yonder: The Cloud Catcher Chronicles nicht so viel über die Welt lerne, wie ich gerne möchte. Ich fühle mich zwar als Teil der Welt, lerne jedoch nicht viel über sie, sodass sie teilweise doch wie eine Kulisse wirkt. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht, ebenso wie generelle Interaktionen. Denn irgendwie fühle ich mich wie ein Fremdkörper, der einfach nur dafür da ist, alle möglichen komischen Quests zu machen. Vielleicht würden da schon zusammenhängende Quests helfen, die mir mehr verraten und die nicht einfach nur so wirken, als hätten die NPCs in der Welt keine Lust dazu, selbst drei Meter zur Seite zu gehen und sich ein Stück Holz zu holen.

Generell hätte ich mir ein bisschen mehr Abwechslung bei den Quests gewünscht, sodass ich eben nicht nur standardmäßige Bringe-und-Hole-Quests vor mir habe.

Fazit: Ich habe viel zu viel zu tun

Yonder: The Cloud Catcher Chronicles entführt mich in eine magische und wunderschöne Welt, die vor Details nur so strotzt, allerdings setzt sie mich auch unter Druck. Anstatt die Welt zu erkunden, hetze ich von Quest zu Quest zu Quest. Ja, keine der Quests muss zeitlich absolviert werden, dennoch sind es zu viele, die ich gleichzeitig erledigen soll. Ich fühle mich stellenweise überfordert, kann mich nicht wirklich auf die Story und die Welt konzentrieren, weil ich immer wieder gucke, welche Quest ich auf dem Weg erledigen kann.

Yonder stellt sich stellenweise selbst ein Bein, in dem es so viel will und mir so viel zu tun gibt, dass ich den Überblick verliere. Meine Höfe finde ich nach einiger Zeit nicht mehr wieder, Quests kann ich nicht abschließen, weil mir bestimmte Dinge fehlen. Da können auch die wunderschöne Welt und der Soundtrack nicht so wirklich helfen und mich glücklich machen, was wirklich schade ist.

Yonder versucht, ein tolles, entspannendes Spiel zu sein, steht sich jedoch aufgrund der vielen Aufgaben und Quests und der fehlenden Übersicht stellenweise selbst ein Bein. Trotz schöner, abwechslungsreicher Welt schade, dennoch kann ich mich stundenlang im Spiel verlieren und vergesse die Zeit.

ProContra
+ Wunderschöne, abwechslungsreiche Welt– Viel zu viel zu tun
+ Einfaches Farming– Sehr unübersichtlich
+ Toller Soundtrack– Quests nicht abwechslungsreich
+ Man kann sich stundenlang verlieren– Welt stellenweise platt
– Crafting nicht sinnvoll erklärt

Technik: 72
Grafik: 90
Sound: 83
Umfang: 78
Gameplay: 39

Spielspaß: 58

  • Story: Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, da ich den Überblick aufgrund der vielen Quests verloren habe.
  • Frustpotential: Aufgrund der vielen Quests fühle ich mich regelmäßig unter Druck und da ich nicht alle auf einmal lösen kann, führt das bei mir zu Frust.
  • Nachhaltigkeit: Yonder: The Cloud Catcher Chronicles scheint seine Fangemeinde gefunden zu haben.
  • Design/Stil: Sehr farbenfroh und abwechslungsreich mit niedlichen Details
  • Musik und Sound: Super passend und schön anzuhören.

Offenlegung

Ich habe mir Yonder: The Cloud Catcher Chronicles auf der Switch selbst gekauft.

Du kannst Yonder: The Cloud Catcher Chronicles bei Amazon* für die PS4 kaufen und uns damit über unseren Partnerlink unterstützen.

*Als Amazon Partner verdienen wir unter Umständen an qualifizierten Einkäufen.

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Beatrice Vogt
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