Alba: A Wildlife Adventure (Apple) im Test – Liebe für die Umwelt

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Seit ein paar Tagen nenne ich das neue Apple TV 4K 2021 mein Eigen und habe damit auch zumindest das Probeabo für Apple Arcade abgeschlossen. Das erste Spiel, welches ich angefangen und durchgespielt habe ist Alba: A Wildlife Adventure, welches auf Apple Arcade verfügbar ist, aber auch auf dem PC (Steam) zu haben ist. Warum dieses Abenteuer für Groß und Klein perfekt geeignet ist und wichtige Themen vor Augen führt, verrät der Test.

Ein echtes Paradies?

Alba: A Wildlife Adventure kommuniziert seine Botschaft so sympathisch, anschaulich und unaufdringlich, dass man das Entwickler*innenteam wirklich nur dafür feiern kann – in der Rolle des Mädchens Alba ist es deine Aufgabe, die Insel, auf der die Großeltern zu leben, von Müll zu befreien, die Tiere zu retten und vor allem das Naturschutzgebiet zu erhalten, welches Gefahr läuft, einem Hotelkomplex zu weichen.

ustwo games bietet dabei eine offene Spielwelt und recht viele Freiheiten – ganz natürlich kombiniert Alba: A Wildlife Adventure eine Story, die über mehrere Spieltage abläuft, und die recht zahlreichen Nebenaufgaben. Es bleibt dir überlassen, wann du was machst – nur die Ereignisse der Story sind an bestimmte Tage gebunden.

Die Spielwelt überzeugt mit ihren Details und ihrem Leben, ist offen und gleichzeitig überschaubar. Es ist mal wieder eine Welt, in der man sich problemlos Orte und Dinge merken kann. Zwar kannst du auch jederzeit die Karte benutzen, doch die meisten Orte gehen ins Gedächtnis über, sodass man Wege auch unabhängig davon findet.

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(Fast) gewaltfrei

Vom Gameplay her möchte ich Alba: A Wildlife Adventure als gewaltfreies Spiel bezeichnen, dennoch führt es wunderbar vor Augen, was die Menschheit der Welt antut: Die Insel ist vermüllt, doch anstatt daran etwas zu ändern, lassen es sich viele Leute lieber gutgehen, während Vögel in Müll verheddert sind oder Eichhörnchen an Chipstüten ersticken.

Alba: A Wildlife Adventure stellt das alles sympathisch dar – und wirklich zu Schaden kommt am Ende niemand, denn Alba schafft es, gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Aktivist*innen, alles zum Guten zu wenden. Gleichzeitig lernen wir viel über die Tierwelt, denn die umfangreichste Nebenaufgabe ist es, mit dem Smartphone, das man in der Tasche trägt, alle Tiere auf der Insel zu fotografieren und so das Tierlexikon zu vervollständigen.

Technisch ist das alles wunderbar umgesetzt: Alba verhält sich und steuert sich glaubhaft wie eine 11-Jährige und macht das Abenteuer spürbar – die Interaktionsmöglichkeiten mit der Spielwelt halten sich zwar in Grenzen, dafür wird genickt oder Kopf geschüttelt aber mit einem Stick des Controllers – eine nette Abwechslung.

Technisch ist fast alles im grünen Bereich – in besonders guter Erinnerung bleibt die glaubwürdige Soundkulisse und die schöne, teils auch emotionale Musik. Auch optisch überzeugt Alba: A Wildlife Adventure auf dem Apple TV 4K 2021. Es läuft nicht immer hundertprozentig flüssig, auch Texturen und Schatten sind nicht perfekt – doch dem Gesamteindruck tut das hier kaum einen Abbruch. Schon ärgerlicher: Die Tiere laufen und fliegen oft gegen Hindernisse – auch wenn die Spielwelt insgesamt überzeugt, ist das etwas schade.

Die Steuerung hätte hier und da noch etwas präziser ausfallen können, nicht immer ist es leicht, das richtige Objekt auszuwählen – außerdem ist es, sobald man das Handy in der Hand hält, nicht mehr möglich, sich zu bewegen, das hätte wirklich gern noch möglich sein können, um die Bedienung etwas angenehmer zu machen. Ansonsten zeigt Alba: A Wildlife Adventure aber, wie man auch mit einfachen Mitteln ein fesselndes Spiel schaffen kann. Die Spielzeit ist mit ca. zwei bis drei Stunden nicht unbedingt groß, ich fand es aber völlig ausreichend für das Gebotene.

Fazit: Ein Must-Play für Groß und Klein

Alba: A Wildlife Adventure war für mich ein unheimlich starker Start bei Apple Arcade und eine der schönsten Videospielerfahrungen der letzten Monate. Ich halte dies für ein Spiel, das jüngere Spieler*innen auf jeden Fall gespielt haben sollten – welches aber auch für ältere auf jeden Fall einen Blick wert ist. Anschaulich und in Erinnerung bleibend, aber dennoch unaufdringlich präsentiert das Spiel die Themen Umweltschutz und Tierschutz und bietet spielerisch dabei ein angenehmes Gesamtpaket. Kleine technische Mängel und eine nicht ganz komfortable Steuerung trüben das nur bedingt. Doch vor allem die Atmosphäre in der Spielwelt überzeugt – und Alba: A Wildlife Adventure zeigt uns, wie schön die Welt sein könnte.

ProContra
+ Wunderbare Botschaft gut inszeniert– Steuerung nicht ganz komfortabel
+ Klasse Spielwelt– Technisch nicht komplett rund
+ Tolle Soundkulisse– Tiere laufen/fliegen oft gegen Hindernisse
+ Sympathische Protagonistin
+ Offene Spielstruktur

Technik: 78
Grafik: 81
Sound: 93
Umfang: 82
Gameplay: 77
KI: 59

Spielspaß: 95

  • Story: Alba: A Wildlife Adventure lässt sich die Umwelt schützen – und erzählt das mit einer glaubhaften, gut inszenierten und auch fesselnden Story.
  • Frustfaktor: Grundsätzlich nicht vorhanden, maximal durch die Bedienung.
  • Design/Stil: Sehr gelungen – die Spielwelt gefällt.
  • Musik und Sound: Hervorragend – die Musik und auch die Soundkulisse (Tiere) bleibt in Erinnerung.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Auf Steam kostet Alba: A Wildlife Adventure 16,99€ – nicht ganz günstig, aber dennoch vertretbar.

Offenlegung

Wir haben Alba: A Wildlife Adventure im Rahmen von Apple Arcade heruntergeladen.

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Manuel Eichhorn
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