Book of Travels in der Vorschau – Meine ganz eigene Reise

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Book of Travels erscheint in der kommenden Woche auf Steam und lässt dich deine ganz eigene Reise mit eigenen Entscheidungen erleben. Ich habe mir den Titel für dich vor dem Start des Early Access‘ etwas genauer angesehen und verrate dir, ob sich ein Blick jetzt schon lohnt, oder ob du mit deiner ganz persönlichen Reise doch noch ein wenig warten solltest, bevor du sie digital in dieser magischen Welt beginnst.

Was erwartet dich in Book of Travels?

Das Studio Might and Delight, das an Book of Travels arbeitet, wirbt auf Steam damit, dass du deine eigene Reise erleben wirst, dass du deine eigene Geschichte über deine Reise schreibst. Du sollst eine Reise erleben können, in der du dir deine eigenen Ziele setzt und alle Freiheiten genießen kannst. Das ist zumindest die graue Theorie: Der Titel startet am 11. Oktober 2021 bei Steam in den Early Access, wodurch dir – logischerweise – jetzt noch nicht die ganze Welt zu Füßen liegt.

Ich erstellte mir in einem sehr umfangreichen Editor einen eigenen Charakter, der vor allem durch besondere Eigenschaften und Fertigkeiten besticht, nicht unbedingt durch ein wirklich individuelles Aussehen. Der Editor kann schon jetzt relativ viel, allerdings soll er durch den Early Access und das Feedback der Spielenden noch deutlich umfangreicher werden und beispielsweise auch weitere Völker neben den Asken hinzufügen. Da wird also in den nächsten Monaten von Book of Travels noch einiges hinzukommen.

Hast du deinen Charakter erstellt, wählst du dein Szenario und beginnst auf einem Server, den du dir mit einer Handvoll anderen Spielenden teilst, denn Book of Travels ist ein Onlinespiel. Jedoch kein MMORPG – du wirst also nicht auf hunderte von Spielende treffen, die sich auf irgendwelchen Marktplätzen die Beine in den Bauch stehen. Stattdessen wirst du es eher schwer haben, überhaupt einen anderen Charakter zu treffen, der von jemand anderem gesteuert wird. Stattdessen hast du eine sehr liebevoll gestaltete Welt vor dir, die mit einigen interessanten Aspekten aufwartet. !B

Zu sehen ist ein Nachthimmel, an dem Wolken und Sterne sind. Links sind zwei Laternen, die zu einer Holzbrücke führen.

Hast du dein Notizbuch dabei?

Book of Travels hat unter anderem bei den Ladebildschirmen verschiedene Tipps integriert, wie du am besten spielen kannst. Einer der Tipps empfiehlt dir, ein Notizbuch griffbereit zu haben, denn Book of Travels wird dich dabei nicht unterstützen. Du wirst dir Hinweise, die dir die wenigen Personen, die du ansprechen kannst, notieren müssen, wenn du diesen nachgehen möchtest. Manchmal kannst du auch Markierungen auf deiner Karte setzen, doch hast du die Eigenschaft „Forgetful“ ausgewählt, ist es wahrscheinlich, dass du vergisst, warum du dir die Markierung gesetzt hast. Hab also am besten ein Notizbuch in deiner Nähe.

Allerdings gilt das nur für den Early Access. Ich habe einige Hinweise bekommen, zu denen ich aktuell nicht kann, weil viele Wege blockiert sind, da sie noch nicht Teil des aktuellen Modus sind. Folgst du jedoch dem verfügbaren Weg, so gibt es einige Hinweise, die dich lenken können. Book of Travels ist so ein bisschen wie früher, als dich die Spiele noch nicht für alles an die Hand genommen haben und überall Markierungen verteilt haben – oder dich gar automatisch zum nächsten Ziel laufen ließen.

Ich finde die Idee von Book of Travels sehr schön, sodass man seine ganz eigene Reise erleben kann, allerdings fehlt mir zumindest am Anfang etwas, das mich an die Hand nimmt. Ich bin nämlich in alle möglichen Sackgassen gelaufen, bis ich den richtigen Weg gefunden habe, was ich sehr frustrierend finde. Zusätzlich habe ich keine Ahnung, was ich überhaupt wirklich im Spiel machen kann oder was das ultimative Ziel ist, das normalerweise irgendwie jedes Spiel mit sich bringt. Hier wünsche ich mir für die Zukunft ein bisschen mehr Tutorial – und zwar eins, das nicht nur aus dem geschriebenen Wort besteht, sodass ich erstmal ganze Romane lesen muss, bis ich mehr weiß. Zudem für mich die meisten beschriebenen Inhalte noch überhaupt keinen Sinn ergeben, da manches auch erst später im Verlauf der Reise eingeführt wird. !B

Die Spielfigur steht nachts am Fuße einer Treppe. An den Treppenstufen sind Laternen angebracht, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Der Zauber der Welt

Ich bin ein bisschen sehr in den Zeichenstil von Book of Travels verliebt und die einfache Handhabung. Die Welt wirkt wie mit Wasserfarben gezeichnet und erinnert mich vom Stil her an The Wanderer, nur mit mehr Freiheiten und mehr Feinschliff. Ein wenig schade ist es dabei, dass ich aktuell noch nicht so viel mit der Welt machen kann – und dass mir der Titel vorschreibt, mit wem ich überhaupt sprechen darf. In einer Welt, in der ich meine eigene Geschichte schreiben soll, sollte es mir obliegen, mit wem ich wirklich sprechen möchte. Ebenso die Interaktion mit den Tieren. Ist mir schleierhaft, warum ich die großen Ochsen nicht einfach angreifen kann, um zu gucken, was passiert. Dann ist meine Reise eben schneller vorbei als gedacht, aber hier hoffe ich einfach noch auf mehr Interaktionsmöglichkeiten, um die Welt für mich lebendiger zu gestalten.

Neben dem Grafikstil gefällt mir in Book of Travels auch der Soundtrack sehr gut. Hier spürt man die Inspiration der Welt sehr deutlich, die auch im Grafikstil widergespiegelt ist. Ein wirklich schöner Soundtrack, der die Magie der Welt sehr gut einfängt. Ein bisschen schade ist nur, dass die Welt immer der Nacht verfallen war, als ich spielen konnte.

Fazit: Eine gute Reise?

Ich erkenne durchaus das Potential, das in Book of Travels steckt, allerdings blockiert es sich für mich momentan noch selbst, in dem es viele Wege für die Spielenden nicht öffnet. Das ist zwar normal für ein Spiel im Early Access, dennoch hat es sich sehr frustriert, bis ich einen Weg gefunden hatte, der für mich zugänglich war. Ich bin sehr gespannt, wohin es das Spiel noch verschlägt und welche Abenteuer sich in diesem kleinen Onlinespiel erleben lassen. Bis jetzt machen vor allem Grafikstil und Soundtrack einen sehr guten Eindruck, und auch der Charaktereditor kann sich wirklich sehen lassen. Jetzt fehlt mir nur noch ein ganz kleines bisschen etwas, das mich an die Hand nimmt, und Book of Travels könnte das ruhige Reisespiel des Jahres werden, das ich heimlich gesucht habe.

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Beatrice Vogt
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