Bunny Park (Steam) im Test – Süße, kleine Häschen, aber…

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Ich war auf der Suche nach einem kleinen, niedlichen Spiel, das mich zwischendurch einfach mal ablenken kann. Dass ruhig ist und einen entspannen lässt – und bin dabei auf Bunny Park gestoßen, das dieses Jahr auf Steam erschienen ist. Ob es für mich das war, was ich suchte, verrate ich euch in meiner Review zum Spiel.

Es gab einen Sturm…

Bunny Park beginnt mit einer kleinen Story und ein bisschen Tutorial: In deinem Hasen Park gab es einen schrecklichen Sturm, der alle Häschen vertrieben und überall Unkraut, Felsen und Baumstümpfe hingeweht hat. Damit sich die kleinen Häschen jedoch wieder wohlfühlen können, soll ich den Park wieder herrichten. Nachdem ich ein paar Steine und Baumstümpfe entfernt habe, tauchen auch schon die ersten Häschen auf. Das ist ganz niedlich und auch die kleinen Fellnasen sind hübsch anzusehen. Also mache ich mich weiter daran, den Park zu reinigen, um noch mehr Häschen anzulocken.

Leider jedoch taucht der ganze Unrat von ganz alleine wieder auf, sodass ich im Grunde nur noch damit beschäftigt bin, das Zeug wegzumachen. Das ist schade, dafür bekomme ich jedoch mit jedem entfernten Unrat auch Geld gutgeschrieben, sodass ich für meine Häschen was zu essen kaufen kann, Hunger haben die Fellnasen nämlich auch. Wenn ich genug zusammen habe, kann ich sogar meinen Park erweitern. Auf diese Weise kann ich den Häschen ein besseres Leben ermöglichen. Das war’s dann aber auch schon: Ich warte, dass Hasen zu mir in den Bunny Park kommen, ich vernichte Unrat, ich pflanze Nahrung und ich sammle Geld ein, das die Hasen irgendwie fallen lassen, wenn sie rumlaufen und glücklich sind. Für 3,99 € allerdings fast schon ein bisschen wenig, was ich tun kann. Schade, denn sonderlich viel mehr passiert dann auch nicht.

Von Entspannung keine Spur

Was nach schöner Entspannung klang und einem typischen Spiel, das man sonst auf Smartphones spielt, entwickelt sich für mich jedoch zu keiner entspannenden Spielsitzung. Wie schon geschrieben, soll ich in Bunny Park den Park reinigen, was an sich kein Thema wäre, wenn nicht alle naselang der ganze Unrat wieder auftauchen würde, sodass ich im Grunde nur damit beschäftigt bin, die Dinger wegzuklicken, was zudem auch nur mäßig funktioniert: Man klickt das Zeug an und zieht die Maus nach unten, dann soll es verschwinden. Allerdings geschieht das nicht immer, sodass ich manchmal mehrmals drücken und ziehen muss, um wirklich einen Effekt zu haben. Zusätzlich produzieren die Hasen Gold, das ich einsammeln muss, sonst verschwindet es. Und so bin ich nur damit beschäftigt, Unrat zu entfernen und Gold einzusammeln.

Und dann wollen die Hasen auch noch essen. Das bedeutet, ich sammle so viel Gold ein, dass ich ein Beet bauen kann, das dann in regelmäßigen Abständen Karotten oder Salat produziert. Das braucht allerdings auch eine ganze Weile, bis da überhaupt was wächst und bis dahin kommt alle paar Minuten eine Meldung, dass jetzt eines der Häschen Hunger hat.

Wenn ich genug Gold zusammen habe, kann ich mir Unterstützer Schmetterlinge kaufen, die dann zum Beispiel das Gold oder den Unrat einsammeln, sodass ich dann allerdings gar nichts mehr zu tun habe. Was mir also irgendwie den ganzen Sinn des Spiels nimmt. Dann kann ich zwar entspannen, weil ich nicht alle naselang irgendwas einsammeln brauche, aber was zu tun habe ich dann eben auch nicht mehr. Hier wünsche ich mir deutlich mehr Abwechslung, eine funktionierende Technik und generell mehr zu tun. Wenn ich versuche, Gegenstände wegzunehmen und sie woanders zu platzieren, hängen oft die Häschen mit fest, sodass ich nichts sinnvoll verschieben kann. Zudem sind die Häschen irgendwie unscharf gestaltet und alles wirkt ein bisschen verwaschen.

Fazit: Wenig Entspannung für wenig Geld

Bunny Park wurde von vielen beworben als ein Spiel, bei dem man entspannen kann, allerdings kann ich das nicht bestätigen. Ich hetze und eile, um Unrat verschwinden zu lassen und das Gold, das die Häschen fallen lassen, einzusammeln. Wenn hierbei wenigstens die Technik funktionieren würde, wäre ja alles irgendwie in Sack und Tüten, doch leider klappt es nur selten, den Unrat auch wirklich anzuklicken und verschwinden zu lassen. Sicherlich kann man mit genügend Gold auch zauberhafte Schmetterlinge kaufen, die einem helfen, doch dann geht der ganze Sinn irgendwie vollends verloren. Ich sehe in Bunny Park weder eine Entspannung noch eine wirkliche Bereicherung. Schade. Vielleicht kommen noch Inhalte dazu, doch zum jetzigen Zeitpunkt ist es allenfalls für kleinere Kinder geeignet.

ProContra
+ Häschen im Park– Zu wenig Umfang und Abwechslung
+ Niedlicher Grafikstil…– … der leider sehr verwaschen wirkt
+ Schmetterlinge als Unterstützer…– … die jedoch den Sinn des Spiels nehmen
+ Angenehme Melodie im Hintergrund– Unrat taucht immer wieder auf
– Zu viel Stress: Unrat wegmachen, Häschen füttern, Gold einsammeln…
– Wegmachen von Unrat funktioniert nicht immer, Technik sehr unsauber

Technik: 47
Grafik: 43
Sound: 70
Umfang: 40
Gameplay: 35

Spielspaß: 40

  • Story: Du hast in Bunny Park einen Park mit Häschen und richtest diesen her, sodass die Fellnasen dort einen schönen Wohnraum haben.
  • Frustfaktor: Dank der Technik definitiv vorhanden.
  • Nachhaltigkeitswert: Da Bunny Park keinerlei Aspekte bietet, die wirklich von Nachhaltigkeit zeugen, wird es vermutlich in wenigen Tagen vergessen sein.
  • Design/Stil: Angenehm, aber verwaschen und unscharf.
  • Musik und Sound: Ganz nett im Hintergrund, ohne zu nerven.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Bunny Park kostet 3,99 €, was jedoch für das, was man wirklich bekommt, einen Tacken zu viel ist. knapp 2 € hätten es hier auch getan.

Offenlegung

Wir haben Bunny Park selbst gekauft.

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Beatrice Vogt
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