Concrete Genie – Ich fühle mich wie ein Jugendlicher

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Ich habe viele Spiele gespielt, in denen ich ein angeblicher Jugendlicher war, doch in keinem habe ich mich wirklich wie einer gefühlt. In vielen Spielen habe ich eher das Gefühl gehabt, einfach nur einen kleineren Erwachsenenskin gespielt zu haben, statt tatsächlich ein Jugendlicher zu sein. Nicht so in Concrete Genie.

In Concrete Genie spiele ich Ash, der gerne zeichnet. Er ist immer mit seinem Skizzenbuch unterwegs, mal skizziert er bloß, mal coloriert er, doch eines wird ziemlich schnell klar: Ash ist einsam. Seine Eltern arbeiten viel, vielleicht sogar zu viel, und er hat nur seine skizzierten Freunde, mit denen er sich unterhält. Die anderen Kinder im Ort sind böse und auf dem Weg zum Erwachsenen verloren gegangen, sodass sie schon jetzt verbittert sind. Sie mögen Ash nicht, vielleicht weil er anders ist, vielleicht weil er kreativ ist, vielleicht weil er nicht verbittert ist. Er hat es nicht leicht und bereits in den ersten paar Minuten wird deutlich, dass Ash kein leichtes Leben hat.

Die anderen Jugendlichen finden ihn, zerreißen sein Skizzenbuch, zerstören seine Ideen und seine Freunde. Sie sperren ihn in eine Bahn und schicken ihn an einen vermeintlich gruseligen Ort, an dem jedoch sein größtes Abenteuer beginnt. Schon die ersten paar Minuten im Spiel war ich von der Realität fasziniert. Ash ist traurig und erlebt das, was viele Jugendliche heute erleben, was auch ich ein bisschen erlebt habe. Weil Ash eben kein hirnloser Jugendlicher ist, der alles zerstören will, sondern einer, der trotzdem aus allem etwas Gutes versucht zu machen, wird er gemobbt.

So ähnlich ging es auch mir, als ich in meiner Hexenphase war und überall mit meinem Pendel unterwegs war. Die anderen Kids in der Schule fanden das albern, ich fand es interessant und habe es deswegen auch gemacht. Keiner hat mich deswegen angegriffen oder so, vielleicht hatten sie Angst, dass ich sie verzaubere, ich weiß es nicht. Doch bei Ash und bei vielen anderen ist das nicht der Verlauf der Geschichte. Und das zeigt Concrete Genie sehr gut, doch nicht nur auf der emotionalen Ebene fühle ich mich in Concrete Genie von PixelOpus – die mich auch schon mit Entwined verzauberten – tatsächlich wie ein Jugendlicher. Auch Ashs Charaktermodell hat hier einen großen Stellenwert in meiner Beobachtung.

Wie einleitend erwähnt, ist es oft eher so, dass man als Jugendlicher eine kleinere Version eines Erwachsenen spielt, doch in Concrete Genie spiele ich den drahtigen Ash, dessen Hände und Füße noch ein bisschen groß sind, dessen ganzer Körper noch im Verteilungsprozess steckt. Das ist wahnsinnig faszinierend. Sogar die Bewegungen sind hierbei auf das drahtige Charaktermodell angepasst, sodass ich besonders in den ersten paar Minuten merke, wie ich mich erst noch an den Körper gewöhnen muss, wie ich in ihn hineinwachsen muss. Das ist wahnsinnig faszinierend, denn ich fühle mich recht schnell wohl in diesem Teeniekörper, der so gut dargestellt ist. Doch wisst ihr, was mich noch mehr dazu veranlasst, mich wie ein Jugendlicher zu fühlen? Ash hat eine perfekte deutsche Synchronstimme bekommen, denn Christian Zeiger leiht ihm seine Stimme, was die perfekte Besetzung darstellt. PixelOpus hat mit Concrete Genie eine wahre Geschichte mit einem hervorragenden Charakter geschaffen.

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JasGames
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JasGames

Das Spiel ist der Hammer. Ich liebe es und stimm dir absolut zu!