Craftlands Workshoppe in der Vorschau – Gebt mir euer Geld!

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Mit Craftlands Workshoppe entwickeln Excalibur Games und Serienerfinder Arvydas Žemaitis die Shoppe Keep Reihe weiter. Am heutigen Tag startet das Spiel in den Early Access. Ich hatte schon die Gelegenheit, es mir anzuschauen und verrate euch meinen ersten, frühen Eindruck. In den nächsten Tagen und Wochen werde ich die Entwicklung aber noch genau beobachten, da ich mir bisher noch nicht jedes Feature des Spieles ansehen konnte.

Aller Anfang ist schwer

Der Grundstein für den eigenen Laden in Craftlands Workshoppe ist schnell gelegt: Die Genehmigungen bekommen wird in der Spielbeschreibung als große Aufgabe verkauft, ist aber mit einem Klick erledigt. Zunächst darf man sich entscheiden, ob man Kochen, Schmieden, oder Tränke brauen möchte. Für alle weiteren Lizenzen benötigt es dann genügend Erfahrung und das nötige Kleingeld.

Viel schwieriger ist es, den Laden wirklich zum Laufen zu bekommen: Die ersten Spielstunden in Craftlands Workshoppe verbringt man vor allem damit, immer die gleichen Wege zu laufen: Man darf zwar recht schnell Hilfskräfte einstellen und weitere Elemente der Spielwelt freischalten, doch auch dafür ist das nötige Geld erst mal zu verdienen – und das dauert.

Am Anfang sind die Gewinnmargen klein und man verbringt viel Zeit damit, immer wieder Rohstoffe zu kaufen und diese zu einfachen Produkten zu verarbeiten – bei mir als Koch waren das zum Beispiel Brot oder gegarter Fisch. Das Zubereiten an sich ist aber nicht anspruchsvoll – hier gleicht Craftlands Workshoppe eher einem Browserspiel. Der knappe Platz im Inventar ist eher die Herausforderung, wobei es auch die Möglichkeit gibt, sich Waren für einen Aufpreis direkt in den Workshop liefern zu lassen.

Am Anfang entscheidet man sich für eine von drei Disziplinen.

Hilf mir und ich helfe dir

Einige Quests in der Spielwelt gibt es auch – doch die sind vor allem in den frühen Leveln sehr oberflächlich – Craftlands Workshoppe präsentiert sich hier mitunter wirklich wie ein Free to Play Spiel. Die ersten Quests sind nämlich mit wenigen Klicks erledigt, während einen die nächsten gleich mit jede Menge nötiger Gegenstände oder viel Geld “überfordern”, das nicht mal greifbar scheint.

You can pet the dog!

Hier und da wünsche ich mir noch mehr einen roten Faden durchs Spiel, denn nicht jede Erklärung ist wirklich greifbar. Auch die Menüs sind nicht gerade übersichtlich oder selbsterklärend, sodass es manchmal schwerfällt, nötige Funktionen in Craftlands Workshoppe gleich zu entdecken oder zu nutzen. Hier sehe ich noch viel Potential nach oben.

Auch die Spielwelt sollte noch mehr Charme und Tiefe haben – das Anfangsgebiet ist sehr klein und mir würde es gut gefallen, wenn es hier mehr zu tun gäbe oder auch die Gestaltung und das Angebot in meinem Shop gleich eine Rolle spielen würde. Nervig: Das Spiel erklärt, dass Kunden Waren anfragen, wie man bewirbt, doch es kommen immer wieder Kunden in den Laden, die etwas wollen, was ich nicht bewerbe oder mitunter auch gar nicht herstellen kann.

Die Verwaltung von Inventar und Shopangebot finde ich zudem unnötig kompliziert: Der Workshop muss geschlossen werden, um das Angebot anzupassen, kann aber gleich auch wieder geöffnet werden. Ich wünsche mir selten mehr Komfortfunktionen in einem Spiel, aber hier irgendwie schon – zumal etwas aus der Werbung zu nehmen eben auch nicht bedeutet, dass kein Kunde es mehr kaufen möchte.

Die Zubereitung ist sehr simpel.

Navigieren ist gar nicht mal so einfach

Ich finde, bei den Menüs und deren Übersichtlichkeit, aber in erster Linie bei der Steuerung hat
Arvydas Žemaitis noch einiges an Arbeit vor sich. So richtig komfortabel gelingt die Bedienung von Craftlands Workshoppe nicht. Es gibt mehrere Steuerungsmodelle zur Auswahl, die mir persönlich alle nicht super gut gefallen haben.

Entschieden habe ich mich für die Orientierung der Figur nach meinem Mauszeiger, doch auch das klappt nicht immer – immer mal orientiert sich meine Figur eben nicht daran. Teilweise muss man mehrmals hin und herlaufen, um zum Beispiel einen Ofen wirklich benutzen zu können oder eine bestimmte Aktion durchzuführen. Auch die Dialoge mit den NPCs in der Stadt finde ich nicht ganz so komfortabel.

Optisch und technisch dagegen läuft Craftlands Workshoppe schon einwandfrei stabil – ich denke also, man muss weniger an der Basis schrauben, als viel mehr am Komfort.

Die Menüs sind einfach gehalten – aber nicht jedes ist so gut nachvollziehbar wie dieses.

Fazit: Ladeninhaber werden ist klickintensiv

Ich konnte mir bei weitem noch nicht alles von Craftlands Workshoppe ansehen – doch das liegt in erster Linie daran, dass ich die Einstiegsphase nicht besonders motivierend und eher repetitiv empfinde und mich die etwas unkomfortable Bedienung teils mehr Nerven gekostet hat als mein Laden: Beim Ladenverwalten gleicht Craftlands Workshoppe am Anfang eher einem Browserspiel, während Menüs und Steuerung unnötig bockig sind. Einen Laden mit mehreren Mitarbeitern, Produkten und Auslageflächen zu gestalten und verwalten zu können, klingt dagegen durchaus spannend. Ich werde Craftlands Workshoppe in den nächsten Wochen und Monaten noch genauer anschauen und mal sehen, ob es mir noch mehr motivieren kann – vielleicht auch durch die Welt, die dann noch mehr Potential entfaltet.

Offenlegung

Ein Reviewkey zu Craftlands Workshoppe wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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