I just wanna play: Assassin’s Creed Odyssey

Vor ein paar Wochen hat mich ein Spiel so richtig gepackt, das seit dem Launch eher so vor sich hin dümpelte: Ich bin mittlerweile ein großer Fan von Assassin’s Creed Origins geworden! Und auch wenn ich noch längst nicht alles gesehen habe, freue ich mich nun umso mehr auf den Nachfolger.

Skeptisch stimmt es mich ausnahmsweise mal nicht, dass Assassin’s Creed Odyssey nun doch schon ein Jahr nach Origins erscheint. Einerseits, weil Ubisofts aktueller Teil spielerisch und technisch schon Vieles besser macht als vorher und sich über weite Teile wirklich flüssig spielt, andererseits, weil ich eh die Hoffnung aufgegeben habe, dass Ubisoft bestimmte Fehler und Eigenheiten seiner Games jemals in den Griff kriegen wird.

Dass Assassin’s Creed Origins etwas lange gebraucht hat, um bei mir Fahrt aufzunehmen, lag irgendwie auch mit an der Wüste. Das liegt zwar in der Natur der Sache, aber seitdem ich die Umgebungen mit saftigem Grün, Weingütern, Arenen und Aquädukten besuche, bin ich in die Spielwelt von Origins einfach nur verliebt. Sie ist riesig, wunderschön, und es gibt wie üblich genug zu tun.

Für Assassin’s Creed Odyssey wünsche ich mir nun von Anfang an diese grafische Pracht und Abwechslung – und genau das verspricht Ubisoft ja auch. Die zweite ganz große Richtung, die man mit der Reihe jetzt einschlägt, gefällt mir auch richtig gut: Dass es immer mehr zum Rollenspiel wird. Storybasierte Entscheidungen brauche ich gar nicht unbedingt, aber ich hoffe, dass die Charakterentwicklung und das Ausrüstungssystem gerne noch freier und individueller werden – und, dass sich die Kleidung auch nicht nur optisch auswirkt. Das wäre cool.

Gegner von Klippen und sonstigen Erhöhungen zu stoßen oder zu treten, ist natürlich auch ein willkommenes Feature – schon jetzt gibt es genügend Situationen, in denen es sich anbieten würde, und es bringt noch etwas mehr Dynamik ins Kampfsystem – oder Überraschungseffekte für die Gegner – was ich sehr erfrischend finde.

Wünschen würde ich mir noch, dass Erkundung in Assassin’s Creed wieder ein bisschen intuitiver funktioniert – nämlich, dass ich einfach zu einem Ort laufe, reite oder schwimme, der interessant aussieht, und dort dann auch etwas finde. In Assassin’s Creed Origins ist es mir etwas zu viel verlassen aufs Adlerauge, ohne wirklich auf interessante Spots in der Spielwelt achten zu müssen. Hier befürchte ich jedoch, dass es keine Änderung geben wird.

Unabhängig davon freue ich mich aber darauf, mich stundenlang im alten Griechenland zu verirren, Aufträge zu erledigen, Städte zu erkunden und Gegner zu meucheln – hoffentlich bleibt das Schleichen so wie in Origins, mehr oder weniger optional, aber trotzdem brauchbar und in vielen Situationen spaßig. Aber Ubisoft möchte ja vor allem eins: Die Entscheidungsfreiheit fördern. Also sollte das ja kein Problem sein.

 

Im echten Leben heiße ich Manuel und neben Videospielen interessiere ich mich vor allem für Bücher. Die lese ich nicht nur gerne, sondern schreibe sie auch selbst. Wenn ich nicht gerade zocke oder Tests oder Geschichten schreibe, arbeite ich als Kundenberater. Ich schleppe immer ein Notizbuch mit mir herum, nur, um dann doch alles ins Handy zu notieren.

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