It Takes Two (PS5) im Test – Paartherapie mal anders

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Seit ich die Ankündigung zu It Takes Two gesehen habe, war ich mir sicher, dass das ein Spiel ist, dass wir unbedingt für dich gemeinsam testen werden. Also haben sich Manuel und ich in kleine Puppen verwandelt und helfen Cody und May in diesem Koop-Abenteuer aus dem Hause Hazelight Studios dabei, ihre Beziehung wieder zu kitten und Rosie glücklich zu machen. Gespielt haben wir für dich auf der PlayStation 5 in der speziell angepassten PlayStation 5 Version. Was wir davon halten und warum ich Manuel mehr als einer KI vertraue, erfährst du in unserer Review.

Achtung, der Staubsauger!

It Takes Two erzählt die Geschichte von Cody und May, die beschlossen haben, sich scheiden zu lassen. May arbeitet einfach viel zu viel und ist kaum zu Hause. Als sie ihren Plan ihrer Tochter Rosie mitteilen, ist dich jedoch ganz schön resolut und nimmt die Entscheidung scheinbar hin – nur um schnurstracks in die Scheune zu laufen und ein Buch für Beziehungen zu Hilfe zu rufen. Wenige Minuten später spiele ich eine Puppenmay, während Manu im Körper eines Holzcodys steckt. Und schon geht unsere Reise los.

Vorbei an fiesen Staubsaugern und Dinosauriern versuchen wir, einen Weg zu Rosie zu finden, die uns hoffentlich alles erklären kann. Außerdem ist uns der schreckliche Ratgeber auf den Versen, der unbedingt will, dass wir uns wieder versöhnen. Doch so wirklich brauchen wir gar keinen Ratgeber, der uns sagt, wie wir uns verhalten sollen. Stück für Stück kommen wir uns wieder näher, und Schuld daran trägt das Leveldesign.

It Takes Two ist ein Koopspiel und deswegen auch genau darauf ausgelegt, sich gegenseitig zu unterstützen. Hebel können manchmal nur gemeinsam umgelegt werden. Und dann gibt es da noch diese gemeinen anderen Dinger im Spiel, bei dem einer von uns über Luftschächte springt und der andere dafür sorgt, dass man nicht runterfällt. Das hat unheimlich viel mit Vertrauen zu tun. Ein Vertrauen, dass ich einer KI einfach niemals entgegenbringen würde, weswegen ich sehr froh bin, dass ich das auch nicht musste, denn Manuel war stets an meiner Seite. Genau genommen kann man das auch nicht, denn It Takes Two hat keine KI Charaktere, was auch wieder schade ist, denn so kann ich nicht einmal „alleine“ eine Runde drehen.

Da wir ganz klein geworden sind in It Takes Two, ist alles andere umso größer geworden. Ob das nun der Staubsauger ist oder der Kopf des Hammers, den May eigentlich schon vor Ewigzeiten reparieren wollte, und der nun als Werkzeug für die kleine May fungiert. Vieles im Haus hat sich zudem gegen uns gewandt, denn das eine wollten wir reparieren und haben es nicht getan, anderes haben wir einfach direkt ersetzt und so gut wie entsorgt, bzw. in den Keller geräumt. Eine spannende und vielseitige Welt erwartet uns.

Plattformer ahead

It Takes Two ist nicht nur ein Koopspiel, bei dem wir zusammenarbeiten müssen, sondern auch ein Plattformer, sodass wir uns durch einige Level hüpfen und klettern, um zu Rosie zu kommen. Ziemlich erfrischend für uns ist, dass es mal keine Sammelobjekte gibt – auch wenn dadurch der Entdeckerdrang ziemlich schnell gen Null tendiert. Dafür warten jedoch bis zu 25 Minispiele darauf gefunden und gewonnen zu werden. Immerhin einmal eine spannende Abwechslung.

Was It Takes Two jedoch auch fordert, ist Geschick. Davon habe ich nicht so viel, weswegen ich mich immer wieder in Staub auflöse und wieder erscheine. Diese Erfahrung hatte jedoch direkt zu Beginn etwas Gutes: Man scheitert nicht an einem nervigen Game-Over-Bildschirm, was auch ziemlich erfrischend ist. Im Übrigen ist die Steuerung auch ziemlich sauber. Also, wenn du dich in Luft auflöst, dann liegt es an dir und nicht am DualSense Controller. Es sei denn, du bist mitten in einem Bosskampf, denn dann lädt das Spiel, sobald beide verstorben sind. Das ist manchmal ganz schön nervig, denn die Bosskämpfe haben es wirklich in sich. Besonders solche Kämpfe, in denen die Bosskämpfe super fies sind und beispielsweise die Plattform wegsägen, auf wir gerade versuchen, den Nägeln auszuweichen.

An sich mag ich keine Plattformer, doch It Takes Two wurde so charmant umgesetzt, dass es sogar mir Spaß macht, mit Manuel gemeinsam durch die Gegend zu hüpfen und dabei zu versuchen, Codys und Mays Ehe zu retten. Denn eines hat so ein gemeinsames Abenteuer immer: Man kommt sich zwangsläufig näher, denn schließlich blickt man der Gefahr gemeinsam ins Auge und bezwingt gigantische Staubsauger, die ziemlich sauer auf May sind, weil sie nicht repariert wurden. Manche Gebiete sind dabei besonders knifflig und man muss sich wirklich gut vertrauen können, um es bis auf die andere Seite zu schaffen.

Für einen Plattformer jedoch typisch, gibt es jede Menge verschiedene Level. Schließlich wollen wir uns ja auch zu Rosie hoch arbeiten, und wagen uns dabei auch durch ihr Zimmer und erleben allerhand mit dem dortigen Spielzeug. Das sind wirklich wunderschön inszenierte Welten, die auch mit ganz passenden Soundtracks daherkommen.

Technik, Sound und Eichhörnchen

Ich habe bereits erwähnt, dass es in It Takes Two auch einige Minispiele gibt, die wir finden können. Diese sind in der Regel sehr spannend und man spielt gegeneinander. Eines war zum Beispiel „Hau den Cody“. Manuel versteckte sich in einer Kiste mich Löchern und ich durfte auf ihn drauf schlagen, sobald er aus einem der Löcher guckte. Hervorragende Abwechslung – auch wenn ich bei diesen Spielen prinzipiell verliere. In einem Koopspiel halte ich nicht viel von Minispielen, bei denen wir gegeneinander spielen müssen.

Auf der digitalen PlayStation 5 hat sich It Takes Two sehr flüssig gespielt, die Grafiken waren allesamt sehr sauber und die Liebe zum Detail ist definitiv erkennbar. Manuel hat sich vor allem gefreut, als wir auf seine Namensvettern im Baum getroffen sind – auch wenn diese gerade im Kampf gegen Wespen sind und dieses Kapitel ein bisschen zu einem Shooter wurde. Das ist übrigens auch eine große Stärke vom Spiel: Jedes Kapitel spielt sich anders. Mal haben wir Seile, an denen wir herumschwingen können, mal Schusswaffen, um gegen Wespen zu kämpfen. Langeweile kennt It Takes Two nicht.

Hin und wieder setzte bei uns allerdings der Sound aus, das war ein bisschen unschön, aber nur kurzweilig und nicht von Dauer, zum Glück. Hin und wieder litt die Übersicht, doch zum Glück ist die Kamera in vielen Levelabschnitten frei bewegbar. Ein bisschen schade finden wir, dass das haptische Feedback der Schultertasten und andere Funktionen des DualSense Controllers nicht genutzt wurden, aber das wären nur nette Gimmicks gewesen.

Fazit: Spaßiges Koopabenteuer

Auf der Suche nach der ganz großen Liebe finden sich Cody und May in einer ganz besonderen Paartherapie wieder und springen, hüpfen, klettern und laufen zu ihrer Tochter durch allerlei abwechslungsreiche Level. Doch wichtig ist, dass sie das nur gemeinsam können. Einen KI-Cody oder eine KI-May gibt es in dem Fall nicht, dafür jedoch einen Couchpartner oder jemand, der irgendwo auf der Welt lebt. It Takes Two ist ein anspruchsvolles Koopabenteuer, dass Koop wortwörtlich nimmt, wodurch sich manche Partie tatsächlich zur Vertrauens- und Geduldsprobe entwickelt.

It Takes Two macht Spaß, auch wenn es manchmal abstrakt ist. Es fordert und zwingt einen dazu, über die richtige Taktik nachzudenken, dabei ist es technisch sehr gut für die PlayStation 5 optimiert wurden, auch wenn es keine Funktionen des DualSense nutzt. Dennoch steuert es sich allererste Sahne. Auch grafisch ist It Take Two eine interessante Erfahrung, allerdings setzte bei uns hin und wieder der Ton aus. Es ist ein spannendes Spiel für Abende zu zweit und zwar nicht nur für Paare. Von uns gibt es eine klare Empfehlung, mit der Garantie zum Haare Raufen, denn manche Abschnitte haben es wirklich in sich.

ProContra
+ Butterweiche Steuerung– Leichte Soundaussetzer
+ Abwechslungsreiche Level und Fertigkeiten– Vertrauens- und Geduldsprobe
+ Wunderschöne Grafik, viele verspielte Details– Kein KI-Partner
+ Vertrauens- und Geduldsprobe
+ Faszinierende Minispiele, die für noch mehr Spaß sorgen
+ Interessantes und frisches Setting (Paartherapie)
+ Tolle englische Synchronsprecher

Technik: 89
Grafik: 90
Sound: 85
Umfang: 96
Gameplay: 84

Spielspaß: 85

  • Story: Cody und May möchten sich scheiden lassen, doch Sophie, die Tochter, hat andere Pläne und verwandelt beide in Puppen.
  • Frustpotential: Oh ja, manchmal aufgrund des Mitspielenden, manchmal aufgrund eigenen Versagens.
  • Nachhaltigkeit: It Takes Two ist ein spannendes Koopspiel, das seinesgleichen sucht.
  • Design/Stil: Ein wunderschöner Stil, hervorragend für Next-Gen-Konsolen.
  • Musik und Sound: Mit leichten Aussetzern versehen, ansonsten sehr passend und nett. Tolle englische Synchronsprecher.
  • Preis-Leistung: It Takes Two kostet auf der PlayStation 5 39,99 €, was wirklich passend ist. Den Freundespass gibt es übrigens gratis, sodass euer Freund oder eure Freundin das Spiel nicht selbst braucht.

Offenlegung

Wir haben It Takes Two kostenlos vom Publisher erhalten.

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Beatrice Vogt
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