Koi Farm (PC) im Test – Ein bisschen Kois züchten

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Kois sind für mich die drolligen Fische, die manchmal bei einem asiatischen Restaurant im Teich schwimmen und die gerne mal an den Fingern der Besuchenden saugen. Für mich das absolute Highlight in solchen Restaurants, während Manu lieber die Finger davon lässt (im wahrsten Sinne des Wortes). Nun gibt es auf Steam ein Spiel, das es mir erlaubt, meine eigenen Kois zu züchten. Wie gut mir das entspannende Puzzlespiel Koi Farm gefallen hat, erfährst du in meiner Review.

Fischies!

Ja, ich geb zu: Diese Überschrift klingt ein bisschen kindisch, aber das ist mir egal, denn nichts anderes macht man in Koi Farm. Das Spiel ist ein entspannendes Puzzlespiel mit Frustpotential, anders kann ich es nicht beschreiben: Du hast zwei Teiche und einen kleinen Bach, der dazwischen fließt und in dem deine ersten Kois schwimmen. Diese schnappst du dir und lässt sie sich im kleinen Teich paaren. Ende.

Okay, teilweise ist es so platt, wie ich es gerade beschrieben habe, teilweise ist es ein ganz schön langwieriges, aber ruhiges und entspannendes Puzzlespiel. In der oberen Ecke des Spiels gibt es ein Buch, das sich verschiedene Formen von Kois wünscht: Mal weiße mit schwarzen Punkten, mal schwarze, die einen weißen Strich auf dem Rücken haben, mal Kois mit drei Farben in ganz bestimmten Kombinationen. Hier ist Geduld eine Tugend, denn nicht immer produzieren die Fische genau das, was ich will – manchmal vergeht viel Zeit, bis ich die richtige Kombination gefunden habe, um die Kois im Buch zu befüllen. Das kann ganz schön anstrengend sein.

Dennoch ist Koi Farm an keiner Stelle wirklich anstrengend, denn es strahlt ein sehr ruhiges Setting aus: Neben Wassergeräuschen gibt es manchmal auch Vögel, die im Hintergrund singen oder das Trommeln des Regens, wenn es auf die Teichoberfläche niedergeht. Absolut entspannende und ruhige Momente. Und wenn du dich doch ein bisschen gestresst fühlst, dann kannst du einfach den Fischen dabei zuschauen, wie sie in ihrem Teich ihre Runden ziehen und dich von den sanften Bewegungen beruhigen lassen.

Und das ist im Grunde schon alles.

Manchmal gewittert es auch.

Hö? Wo ist denn der Fisch hin?

Ich fand den Einstieg in Koi Farm ein wenig seltsam. Es erklärte mir erst, dass ich einen Fisch auf den unteren Bildschirmbereich ziehen sollte, damit es zu einer Art Sammelkarte wird. Danach sah es so aus, als solle ich die Karte auf das Buch ziehen – das hat aber nur dazu geführt, dass ich meinen Fisch wieder ausgesetzt habe und er im Bach vor sich hin geschwommen ist. Das fand ich ein wenig verwirrend, doch nach ein paar Minuten (und einigen verlorenen Fischen) hatte ich verstanden, dass ich auf das Buch klicken und danach die Karte dorthin ziehen kann. Dumme Bea.

Ich habe oben nicht ganz die Wahrheit gesagt, denn gerade in den späteren Puzzlebereichen des Buches wird es teilweise anstrengend. Nämlich genau dann, wenn die Fische nicht das machen möchten, was ich möchte und ich dann viele, viele Versuche damit zubringe, dass die Fische im Paarungsteich kleine Fische werfen und hoffentlich einer davon die entsprechende Musterung hat, die ich gerade suche. Das kann manchmal ganz schön dauern und fordert jede Menge Geduld. Koi Farm ist definitiv kein Spiel für den schnellen Gewinn, sondern für die ruhige Stunde zwischendurch.

Und gleichzeitig stachelt es auch immer wieder an: Probiere ich jetzt doch mal die Kombination aus. Was passiert, wenn ich den Fisch mit dem Fisch paare? Immer wieder versuche ich andere Kombinationen aus, um genau das zu bekommen, was das Buch von mir möchte. Der Sammelinstinkt ist da definitiv bei mir geweckt. Ein sanftes Spiel mit viel Potential. Lediglich in den späteren Spielstunden kann es nervig werden, wenn bereits alle möglichen Kombinationen schon in meinem großen Teich schwimmen und ich genau eine herausfischen muss, um sie ins Buch zu setzen. Das ist ein wenig nervig. Allerdings kann es teilweise auch ein bisschen eintönig werden, denn mehr als Kois zu züchten, macht man im Grunde nicht.

Das ist das Buch mit den ganzen Wünschen.

Fazit: Entspannendes Spiel mit sanftem Frustpotential

Das ich so eine Überschrift für ein Fazit einmal schreiben würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Doch genauso ist Koi Farm. Es ist ein absolut entspannendes Puzzlespiel, bei dem du deine eigene Koi Farm hast und Fische in gewünschten Farben und Musterungen züchtest. Das richtige Muster oder die ganz besondere Farbe können dabei schon mal ganz schön auf sich warten lassen, doch in der Zwischenzeit kannst du einfach dem ruhigen Plätschern des Baches oder den Regentropfen lauschen und vollends den Weg zum inneren Frieden finden.

Koi Farm gibt es derzeit nur für den PC für 2,39 €. Du kannst es sowohl bei Steam als auch bei itch kaufen.

ProContra
+ Sehr entspannende Idee– Kann teilweise eintönig werden
+ Ruhige Soundkulisse, die zum Durchatmen einlädt– Nervig, wenn man die gesuchte Musterung nicht bekommt
+ Sehr viele verschiedene Farben und Muster– Sanfte Musikklänge wären wünschenswert

Technik: 82
Grafik: 90
Sound: 82
Umfang: 81
Gameplay: 74

Spielspaß: 89

  • Story: Du hast eine Koi Farm und züchtest Kois. Ende.
  • Frustfaktor: Da die gewünschten Muster nicht immer direkt zur Verfügung sind, kann das ein erhöhtes Frustpotential hervorheben.
  • Nachhaltigkeitswert: Koi Farm ist ein ruhiges kleines, entspannendes Puzzlespiel, das definitiv mehr Beachtung verdient. Da es eine große Fanbase hat, wird es aber noch einige Zeit im Munde bleiben.
  • Design/Stil: Ganz entspannt und dabei vielfältig, denn es gibt sehr viele verschiedene Farben und Muster.
  • Musik und Sound: Musik gibt es nicht wirklich in Koi Farm, dafür aber eine sehr passende und beruhigende Soundkulisse.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Koi Farm kostet 2,39 € und ist jeden Cent wert.

Offenlegung

Ich habe mir Koi Farm selbst bei Steam gekauft.

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Beatrice Vogt
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