Omno (PS4) im Test – Eine sagenhafte Reise

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Nun ist es endlich da: Auf Omno vom Ein-Mann-Studio Studio Inkyfox habe ich mich seit einem guten Jahr gefreut. Seit ein paar Tagen ist das Spiel nun für PC, PS4 und Xbox One (auch via Game Pass) erhältlich. Ich habe die Reise gewagt und verrate im Test der PS4 Version, ob das fertige Abenteuer überzeugt.

Eine magische Reise

Ich habe mich beim Spielen von Omno durchgehend gut gefühlt – vor allem, weil das Spiel so erfrischend anders ist als viele andere, die ich in den letzten Wochen und Monaten gespielt habe. Eine magische Welt wie diese wird in den meisten Spielen durch Krieg und Gewalt geführt, Omno dagegen konzentriert sich voll und ganz auf die Welt, ihre Erkundung und ihre Rätsel. Es ist ein gewaltfreier Titel.

Solche Spiele sind einfach so wichtig. Omno zeigt perfekt, dass Spieler*innen auch ohne Kämpfe ein wunderbares Erlebnis haben können und vielfältig genug ist es auch – sogar vielfältiger, als Spiele mit immer wieder gleichen Schlachten.

Was ich schon bei der Demo Vorschau im letzten Jahr angemerkt habe, hat sich bestätigt: In den wunderschönen Levels kombiniert Omno sehr gekonnt und in genau richtigen Dosen Geschicklichkeit, Platforming, Timingaufgaben und einige Rätsel. Wirklich knifflig wird das Spiel dabei in allen Bereichen nur selten, aber ein, zwei Sprungeinlagen und ein paar Rätsel sind schon dabei, bei denen man kurz aufmerksam sein muss. Doch das ist das Schöne: Mit Achtsamkeit ist das „Problem“ quasi schon fast gelöst. Über drei Ecken denken ist nicht notwendig.

Einfach wunderschön!

Ein meditatives Abenteuer

Generell ist Omno eine beinahe schon meditative Erfahrung: Die Spielwelt ist einfach wunderschön und der geniale Soundtrack tut sein Übriges dazu. Omno lädt zum Verweilen ein, zum Kennenlernen der diversen Lebewesen in dieser Welt und dem Interargieren mit ihnen – und dazu, sich die Geschichte erzählen zu lassen, die nicht nur über die kleinen Sequenzen erzählt wird, sondern auch über die Bücher, die gleichzeitig Sammelobjekte sind.

Ein süßer Gefährte begleitet uns und wenn man richtig versteht, worum es in der Geschichte geht, löst Omno durchaus emotional etwas aus. Doch präsent ist doch eine Botschaft, die das Leben bejaht und das Erlebte unterstreicht.

Mit relativ einfachen Gameplayelementen schafft es Omno, seine Welten vielfältig zu nutzen. Nach und nach lernt man einige neue Fähigkeiten, sodass man nicht nur Springen, sondern auch Gleiten, Schweben und „dashen“ kann. Das Ganze noch kombiniert, ergibt sich eine gute und eben sehr ausgewogene Geschicklichkeitsprüfung.

Wer möchte, kommt sehr schnell durch das Abenteuer, ich denke, dass man ca. eine bis maximal zwei Stunden benötigt, wenn man nur das Nötigste tut. Wer alles in den Welten erledigt und sich noch etwas Zeit für die Erkundung nimmt, wird mit Omno etwa vier bis fünf Stunden beschäftigt sein. Bei mir waren es ziemlich genau vier Stunden.

Technische Bravour

Technisch ist Omno großartig umgesetzt – für die Konsolenumsetzungen zeigt sich das Studio Fishing Cactus verantwortlich. In der PS4 Version, bei mir gespielt auf PS5, gibt es ein absolut flüssiges und sehr scharf dargestelltes Abenteuer. Teilweise sind in der Ferne ein paar Pop-Ups zu beobachten, aber groß fällt das nicht ins Gewicht: Insgesamt ist Omno ein butterweiches Abenteuer.

Auch die Steuerung überzeugte mich sehr, insgesamt spielt sich das Ganze sehr angenehm. Beim Schweben hätte ich mir manchmal etwas mehr Präzision gewünscht, doch das ist auch mein einziger kleiner Makel – fast alle Male, die ich vom Kontrollpunkt, der übrigens jederzeit sehr fair gesetzt war, neu starten musste, war es meine Schuld.

Das Schweben ist teils nicht ganz präzise.

Fazit: Eine der schönsten Reisen

Omno ist eine wunderschöne Reise – das Warten auf dieses Abenteuer hat sich gelohnt. Es entführt dich in eine Welt, die schöner nicht sein könnte, und die bewohnt ist von wunderbar diversen Wesen, die du kennenlernen und mit denen du interagieren kannst. Dabei ist Omno völlig gewaltfrei und präsentiert eine ausgewogene Mischung aus Erkundung, Rätseln und Geschicklichkeit. Dabei bleibt Omno immer fair und frustfrei und die Spiellänge ist mit rund vier Stunden angemessen, wenn man alles oder das meiste in der Welt erledigt. Die technische Umsetzung auf der PS4 ist auch super gelungen – und damit bleibt mir Omno als unheimlich wertvolles Spiel in Erinnerung, mit dessen Charakter ich mehr auf dem Markt vermisse.

ProContra
+ Wunderschöne Spielwelten– Einige Pop-Ups zu sehen
+ Gewaltfreies Spielerlebnis– Steuerung beim Schweben nicht komplett präzise
+ Grandiose Soundkulisse
+ Ausgewogenes Gameplay
+ Schöne Geschichte

Technik: 91
Grafik: 90
Sound: 100
Umfang: 85
Gameplay: 95
KI: 85

Spielspaß: 96

  • Story: Eine fesselnde Geschichte, die ohne viele Worte auskommt, aber ein großes emotionales Potential entfaltet.
  • Frustfaktor: Nur in kleinen Dosen vorhanden.
  • Design/Stil: Einfach wunderschön – und auch in den abwechslungsreichen Umgebungen konsequent.
  • Musik und Sound: Einfach herausragend – Omno bietet vollumfänglich eine Soundkulisse, die in Erinnerung bleibt.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Die 17,99€ für Omno sind auf PS4 angemessen.

Offenlegung

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Manuel Eichhorn
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