Lemon Cake (Switch) im Test – Willkommen in meiner Bäckerei

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Lemon Cake lässt dich deine eigene Bäckerei betreiben und mischt sich vom Stil her einwandfrei unter die wholesome games – spielerisch ist es das aber nicht wirklich, denn es vermittelt dir auch den ganzen Stress eines Tages in der Bäckerei. Stressig empfinde ich auch den Preis des Spieles auf Konsolen, doch dazu mehr in unserer Review. Getestet haben wir die Nintendo Switch Fassung.

Deine Bäckerei, dein Tag

So richtig entspannt ist in Lemon Cake nur der Morgen eines jeden Spieltages: Bis zum Öffnen der Bäckerei bleibt die Uhr einfach auf 08:00 Uhr stehen. Bis du die Türen öffnest, kannst du dich in deinem komplett eigenen Tempo auf den Tag vorbereiten. Das heißt: Die Backstube sauber halten und die ersten Gebäcke für den Tag herstellen, sodass du schon was im Schaufenster für die Takeaway-Kundschaft hast und außerdem noch etwas auf Vorrat, wenn es mal schnell gehen muss.

Öffnest du erst einmal die Türen, bringt dir Lemon Cake das Leben in einem echten Café ziemlich nahe. Natürlich kannst du dir auch dann Zeit lassen mit dem Zubereiten von Speisen, aber das geht schnell ins Geld. Es ist schon ein Ziel, möglichst viel Geld in Lemon Cake zu verdienen. Zufriedenere Kund:innen bringen dir aber mehr und du kannst schneller neue Kundschaft bedienen. Auch deine Schaufenster sollten möglichst immer befüllt sein, damit auch diejenigen, die sich nicht setzen wollen, etwas mitnehmen können.

Sehr regelmäßig musst du noch dazu deine Backstube reinigen, Holz im Ofen nachlegen, deine Tiere pflegen und die Pflanzen gießen: Lemon Cake ist eine Multitasking-Prüfung. Du musst viel im Blick behalten und sehr viel gleichzeitig bzw. mit dem richtigen Timing machen. Gerade etwas in den Ofen geschoben? Dann schnell putzen oder die Tische sauber machen, damit sie für den nächsten Kunden oder die nächste Kundin bereit sind. Aber lass dein Gebäck nicht zu lang im Ofen: Es kann verbrennen!

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Was kommt heute auf die Speisekarte?

Dein verdientes Geld fließt direkt in die Verbesserungen der Bäckerei: Neue Rezepte schaltest du bei jedem Stufenaufstieg deiner Figur frei, allerdings brauchst du natürlich auch die Zutaten. Doch die sind in Lemon Cake tatsächlich alle regional, denn der dritte Raum deiner Bäckerei ist gleichzeitig deine kleine Farm: Dort sind alle Pflanzen und Tiere beheimatet, die dir Zutaten für deine Gerichte geben, zum Beispiel Hühner, eine Kuh, ein Kakaobaum, eine Erdbeerpflanze und Einiges mehr.

Am Anfang ist dort noch gar nichts, doch nach und nach investierst du. Für einige der Upgrades muss man ziemlich lang sparen, denn sie sind recht teuer. Lemon Cake muss eine ganze Weile gespielt werden, bis man wirklich alles freigeschaltet hat, teilweise bist du bei den Upgrades zwar an einen Pfad gebunden, doch man darf dennoch recht frei selbst bestimmen, wann man was freischaltet.

Ebenso darfst du jeden Tag selbst wählen, was du auf die Speisekarte schreibst, eine bestimmte Vielfalt ist hier wichtig und wird belohnt, es sollte auch kein Gericht zu lang auf der Speisekarte stehen. Aber Achtung: Du kannst in Lemon Cake auch Dinge auf die Speisekarte schreiben, die du gar nicht herstellen kannst. Es gibt aber jede Menge verschiedene Rezepte, sodass definitiv etwas dabei ist, um die Tage in deiner Bäckerei recht abwechslungsreich zu gestalten. Übrigens gibt es da nicht nur Gebäck, sondern zum Beispiel auch Ei Benedict. Auf deine Karte können immer vegane und auch glutenfreie Optionen, das gibt dir sogar einen Bonus in der Bewertung deiner Karte. !B

Spielfigur im Café der Bäckerei, zwei Tische besetzt, ein Kunde geht grade, eine andere Kundin möchte bestellen.
Das Schaufenster gut befüllt, kannst du dich in Ruhe um die Kund:innen im Café kümmern.

Ein Spiel für Zwischendurch

Lemon Cake ist ein super Spiel für zwischendurch und macht sich auf der Switch sehr gut: Ein Tag in der Bäckerei dauert einige Minuten und lässt sich eben so auch super unterwegs oder in einer kurzen Pause absolvieren, wenn du da auf diese Art von Spiel stehst. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, Lemon Cake über Stunden zu spielen, dazu ist es mir einerseits zu stressig, andererseits zu gleichförmig.

So gesehen ist Lemon Cake in keinem Aspekt ein besonders aufregendes Spiel: Weder bringen die Kund:innen im Spiel irgendwelche Besonderheiten mit (und alle von ihnen mögen deine Bäckerei genau so, wie sie ist), noch ist die Technik besonders anspruchsvoll, teilweise nervt mich in stressigen Situationen sogar eher die Steuerung, da ich nicht sofort mit dem richtigen Objekt interagiere oder das falsche Rezept aus den Shortcuts wähle. Doch daran gewöhnt man sich.

Was ich bei alldem etwas bedenklich finde: Den Preis von Lemon Cake auf Konsolen. Während die PC-Version (Steam) 12,99€ kostet, kostet das Spiel auf Konsolen ohne Rabatte 29,99€. Und ich finde wirklich, dass das zu teuer für Lemon Cake ist. Durchaus kann man es zwar lange spielen, aber es bietet einfach dennoch nicht so viele Inhalte oder so viel Abwechslung, dass ich den Preis angemessen finde. Wenn man es genau nimmt, läuft nämlich jeder Spieltag exakt gleich ab, nur dass man ein paar andere Zutaten miteinander vermischt. Abgesehen davon, dass man eine gewisse Varianz bei den Rezepten sicherstellen muss, gibt es ja auch keine besondere spielerische Tiefe.

Ich mag Lemon Cake und sein Gameplay, denn es ist perfekt für eine kürzere Runde, aber der Preis hat mir während des ganzen Tests einen schalen Beigeschmack behalten. Vermutlich greift hier SOEDESCO als Publisher der Konsolenversionen ordentlich hin, die PC Version hat Cozy Bee Games selbst gepublisht. !B

Spielfigur beim Insektenfangen in der Backstube.
Insekten sind nicht gern gesehen in der Bäckerei! Regelmäßig fängst du diese ein und verdienst damit noch etwas Geld.

Fazit: Schnelles Switch Spiel mit zu hohem Preis

Der Gamer's Palace Score zeigt eine 75 an.

Ich mag Lemon Cake und das, was es mir bietet: So richtig wholesome ist es zwar nur vom Stil her, da der Tag in der Bäckerei durchaus stressig werden kann, dennoch macht Lemon Cake Spaß und motiviert, die Bäckerei nach einem erfolgreichen Tag auszubauen. Weder technisch noch spielerisch ist Lemon Cake dabei besonders aufregend: Es ist alles recht einfach gehalten und das Spiel bietet sich auch eher für kürzere Runden als für lange Spielsessions an. Ein schlechtes Gefühl habe ich daher beim Preis des Spieles: 29,99€ für die Konsolenversionen finde ich zu teuer, auf dem PC kostet das Spiel 12,99€. 15€ oder auch 20€ hätte ich akzeptiert, aber knapp 30€ finde ich zu viel. Einen großen Einfluss auf meine Wertung hat das nicht, aber man sollte es bedenken. Trotzdem denke ich, dass du mit Lemon Cake viel Spaß haben kannst.

ProContra
+ Realistische Darstellung der Bäckerei– Teils etwas hakelige Steuerung
+ Viele verschiedene Rezepte– Auf Dauer recht gleichförmiger Ablauf
+ Motivierender Ausbau der Bäckerei– Nicht für längere Spielsessions
+ Entspannte Vorbereitung am Morgen– Zu hoher Preis für Konsolenversionen
+ Gut für zwischendurch

Offenlegung

Wir haben Lemon Cake selbst gekauft.

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Manuel Eichhorn
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