Mars Horizon (PS4) im Test – Einmal zum Mond, bitte!

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Einmal ins Weltall fliegen, das ist eine Vorstellung, die einige Menschen haben. Auch ich bin vom Weltraum fasziniert. In Mars Horizon kann man als Spieler:in genau das tun: Eine eigene Raumstation leiten und Dinge ins All schießen. Ob sich das Ganze auch gut auf der PlayStation 4 spielt, verrate ich euch in meiner Review zum Spiel.

Auf dem Weg zum Mond!

Mars Horizon beginnt zu einer Zeit, in der der erste Mensch noch nicht auf dem Mond war, sondern wo die Raumfahrt gerade erst erste Fahrzeuge ins All schickt. Ich spiele in meiner Version esa, kann mich aber auch für andere Länder und Gruppen entscheiden, doch mir war die Europanähe wichtig.

Ich habe mich auf Mars Horizon gefreut, denn der Weltraum interessiert mich. Schließlich habe ich hier meine eigene Raumstation und kann mich auf verschiedene Missionen einlassen. Ich kann sogar Tiere ins All schicken und meine Raketen so formen, bzw. gestalten, wie ich es will. Und dann sind da auch noch die anderen Länder und eine Art Wettbewerb beginnt, wer als erste Nation jemanden ins All geschossen hat. Zumindest könnte er losgehen.

Ich weiß nicht, ob ich nicht kompetitiv genug bin, doch ich habe keinen Wettbewerb gespürt, keinen Reiz. Ich habe mich sogar eher gefreut, als China vor mir jemanden auf den Mond schoss. Es muss also definitiv an mir liegen. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht zu sehen, wie weit die anderen Länder sind und sie sogar durch verschiedene Aussagen der Presse gegenüber zu unterstützen. Gefehlt hat mir der Wettbewerbscharakter nicht.

Dafür hat mir ein bisschen was anderes gefehlt. Gleich zu Beginn werde ich mit Texten überschüttet, diese sind zwar auf Deutsch und auch relativ fehlerfrei, aber es sind einfach zu viele, die mir das Spiel erklären wollen. Viele habe ich weggedrückt, weil es mir zu viel wurde. Mars Horizon könnte vieles zwischen den Zeilen erzählen, wenn es nicht alles wirklich erklären würde.

Ich simuliere eine Landebahn

Was ich an Mars Horizon trotz des fehlenden Wettbewerbs so sehr mag, ist der Forschungsdrang. Neben den Raumfahrtsmissionen kann ich auch jede Menge erforschen und somit viele verschiedene Formen und Materialien ausprobieren, damit meine Fahrzeuge sicher im Weltraum ankommen.

Das macht mir unheimlich Spaß und ist mir fast ein bisschen wichtiger, als dass ich überhaupt etwas in den Himmel schicken kann. Ich probiere gerne die verschiedenen Elemente miteinander aus und finde heraus, welche Auswirkungen diese wirklich auf meine Missionen haben.

Habe ich alles ausgewählt, baut meine Crew meine Raketen und ich warte, bis sie soweit sind. In der Zwischenzeit kann ich bereits erforschte Gebäude bauen, um meine Missionen besser zu unterstützen und mehr Möglichkeiten zu haben. Das fühlt sich irgendwie schon ziemlich gut an. Mars Horizon ist auf jeden Fall kein Spiel, bei dem ihr aktiv irgendwas steuert, sondern ihr seid schon merklich der/diejenige, der/die hinter einer Glaswand sitzt und guckt, was da so passiert. Und das gefällt mir irgendwie sehr am Spiel.

Und dann stand ich da

In meinem ersten Versuch, mit Mars Horizon warm zu werden, drückte ich irgendwann das Tutorial einfach weg und stand ziemlich überfordert da. Es hatte mir zwar im Tutorial sehr viel erklärt, aber tatsächlich ist Mars Horizon für mich nicht selbsterklärend, so wie es viele andere Spiele ganz einfach sind. Ich stand also mitten im Regen.

Beim zweiten Versuch habe ich mich brav durch das Tutorial geklickt und brav an das gehalten, was es von mir wollte. Ich finde es schade, dass Mars Horizon nicht sonderlich intuitiv ist. Ebenso wie dass es nicht durchgängig die gleiche Steuerung hat: Manche Schaltflächen kann ich einfach mit Viereck bedienen, auf andere muss ich extra mit dem Cursor gehen. Wieso ist das nicht einheitlich geworden?

Leider stand ich noch ziemlich häufig im Regen, während ich Mars Horizon spielte. Fast jeder zweite Satellit, den ich ins All schoss, führte dazu, dass sich mein Spiel aufhing und ich neuladen musste. Unterstützt wird dieses Mangel durch ein ziemlich seltsames Zufallsprinzip. Einmal schickte ich einen Satelliten nach oben, der auch oben blieb, doch dann hing sich das Spiel auf. Ich lud neu und schickte denselben Satelliten ins All, doch dieses Mal explodierte er in der Luft. Solche Zufälle haben mich schon ein paar Mal begleitet und in den Wahnsinn getrieben.

So hatte ich auch mehrere Startvorgänge auf einen Monat geplant. Die erste Rakete musste ich verschieben, weil es in Strömen regnete. Die zweite Rakete konnte ich jedoch nach oben schicken und zur dritten kam ich nicht, weil es sich bei der zweiten um einen Satelliten handelte, der mein Spiel einfror. Doch nicht nur das: Manchmal sind Texte nicht hinterlegt, sodass ich nur Dateinamen habe, manchmal kann ich mein Startvideo überhaupt nicht sehen, weil das Bild hängen geblieben ist…

Mars Horizon könnte ein so entspannendes Simulationsspiel sein, wenn es mir auf der PS4 nicht so viele Striche durch meine Rechnung machen würde. Und wenn es grafisch etwas netter aussehen würde.

Fazit: Ich mag den Mond, aber…

Mars Horizon ist ein waschechtes Simulationsspiel, bei dem ich meine ganz eigene Raumstation mit Forschung und allen drum und dran habe und schneller als die anderen Nationen meine Fahrzeuge im Weltraum haben will. Es macht Spaß, diese Dinge zu erforschen, doch einen wahren Wettbewerbscharakter verspürte ich nicht. Ich habe mich eher für die anderen Nationen gefreut, als sie ihre Fahrzeuge eher oben hatten als ich.

Weniger gefreut habe ich mich über all die technischen Mängel, die ich auf der PlayStation 4 hatte. Da fror das Spiel mehrfach ein, Texte waren nicht hinterlegt oder ich konnte meinen Start gleich gar nicht erst sehen, weil das Spiel beschloss, in der Mission Control festzuhängen. Das ist unheimlich ärgerlich und hat mir in vielen Stellen wirklich den Spielspaß genommen, obwohl ich grundlegend Spaß mit Mars Horizon hatte. Ich weiß nicht, wie die anderen Plattformen optimiert sind, doch probiert lieber nicht die PS4 Version aus. Das Spiel selbst bekommt eine grundlegende Empfehlung, nur eben nicht auf der PlayStation 4.

ProContra
+ Schöne Raumfahrtsimulation– Sehr viel Text für Tutorials
+ Viel zu erforschen und ausprobieren– Gameplay nicht intuitiv
+ Interessante Nebenevents– Spiel fror immer wieder
+ Deutsche Übersetzung– Zufallsfaktor zu groß
.- Viele kleinere Bugs
– Steuerung nicht einheitlich

Technik: 60
Grafik: 58
Sound: 73
Umfang: 84
Gameplay: 36
KI: 50

Spielspaß: 50
Story: Ich habe meine eigene Raumstation, was schon ziemlich cool ist.
Frustfaktor: Aufgrund technischer Mängel auf der PS4 leider sehr stark vorhanden.
Nachhaltigkeitswert: Vielleicht bleibt Mars Horizon auf dem PC in besserer Erinnerung.
Design/Stil: Das Tutorial hat viel zum Lesen, die grafische Umsetzung wirkt eher sehr altbacken.
Musik und Sound: Eine Vertonung hätte dem Spiel deutlich mehr geholfen.
Preis-Leistungs-Verhältnis: 17,99 € finde ich angemessen für Mars Horizon.

Offenlegung

Wir haben einen Review Key zu Mars Horizon kostenlos erhalten und das Spiel auf der PlayStation 4 getestet.

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Beatrice Vogt
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