Opiskelen suomea – So lerne ich Finnisch

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Ich möchte Finnisch lernen – weil ich das Land sehr faszinierend finde, irgendwann in der Zukunft einmal nach Finnland fahren möchte und auch einfach Lust hatte, einmal eine „ganz andere“ Sprache zu lernen. Es war gar nicht so einfach, die richtigen Werkzeuge zu finden, da Finnisch in Deutschland nicht zu den „Mainstream-Sprachen“ gehört. Doch mittlerweile mache ich ganz gute Fortschritte und möchte hier berichten, was ich zum Finnischlernen verwende.

Ein Buch zum Sprachenlernen – ganz traditionell

Auch mit aller Digitalisierung halte ich an Büchern fest und wollte somit auch ein Buch rund um das Finnische haben. Was da sofort auffällig ist: Die Auswahl von Büchern zum Lernen der finnischen Sprache ist deutlich kleiner, als wenn man ein Buch für Französisch, Spanisch oder eben gar Englisch sucht. Aber das kommt einfach daher, dass Finnland das kleinere Land ist, deutlich weniger Sprecher:innen für die Sprache da sind und – was ich mittlerweile auch gelernt habe – Finnland nicht einmal ein besonders beliebtes Land zum Auswandern ist.

Meine Wahl fiel dann letztlich auf den Lextra Sprachkurs Finnisch* aus dem Cornelsen Verlag von Terttu Leney. Das Buch ist nun, ein paar Monate später, gar nicht mehr lieferbar, es handelte sich aber auch noch um die erste Ausgabe, obwohl das Buch bereits 2010 erschienen ist. Scheint also auch nicht so ganz groß von Erfolg geprägt gewesen zu sein.

Mit dem Buch bin ich zufrieden, auch wenn schon ein paar offensichtliche Fehler im Buch waren, egal ob in den Lektionen oder im Grammatikteil. Für schmale 10€, die ich bezahlt habe, handelt es sich aber um einen umfassenden Sprachkurs. Das Erhalten der entsprechenden Audiodateien bei Cornelsen war aber unnötig kompliziert, da die dafür vorgesehene Seite die Dateien des Finnisch Buches nicht listete – aber wie ich nun gelernt habe, wird das Buch ja auch nicht mehr gedruckt. Ich musste mir dann ein extra Cornelsen Konto anlegen und die Dateien (kostenlos) „bestellen“. Hat geklappt und ich habe sie nun in meinem Google Drive abgelegt, aber nun gut.

Verfügbare Alternativen: yksi, kaksi, kolme*, welches aber eher für den Einsatz an Volkshochschulen konzipiert ist und wahrscheinlich weniger gut fürs Selbststudium geeignet ist. Und es ist etwas teurer.

Eine App zum Sprachenlernen – der wahre Start

Wie das immer so ist: Sich mit dem Buch hinsetzen und eine Sprache lernen, erfordert immer erst mal ein Stück Motivation und so richtig gestartet habe ich meine Mission, Finnisch zu lernen, damit nicht. Aber es gibt mittlerweile ja viele Apps zum Sprachenlernen und ich hatte die Hoffnung, dass dies mein tägliches Lernen bereichern würde. Genauso ist es auch gekommen.

Eine Übung in der Mondly App. Der Satz "Unsere Nachbarn sind nette Leute" soll ins Finnische übersetzt werden.
So sehen Mondly Übungen unter anderem aus – das Angebot der App ist aber sehr vielfältig.

Auch hier war es gar nicht so leicht. Ich habe ja selbst eine ganze Weile als Deutschlehrer gearbeitet und die Apps, die meiner Schüler:innen immer wieder nannten waren Babbel und Duolingo. Beide bieten aber kein Finnisch an. Meine Wahl fiel somit auf Mondly. Dort gibt es bereits 40 Sprachen zum Lernen, eine riesige Auswahl.

Es gibt Mondly ständig im Angebot, ich habe dann letztes Jahr ein Abo mit allen enthaltenen Sprachen für 47,99€ im Jahr abgeschlossen – finde ich gerechtfertigt. Aktuell gibt es sogar für 89,99€ unbegrenzten Vollzugriff auf Mondly, was ich für ein gutes Angebot halte.

Ich könnte mit Mondly nicht allein Finnisch lernen, aber es ist super, um regelmäßig zu üben und das eigene Verständnis und sogar die Aussprache zu verbessern. Es gibt viele nach Themen sortiere Übungen, Grammatikteile, tägliche Übungen, aus denen sich dann sogar wöchentliche und monatliche Quizzes ergeben.

Große Fehler in der App habe ich noch nicht gefunden, kleine gibt es aber – hat zum Beispiel ein geschriebenes Wort zwei Bedeutungen oder handelt es sich um eine konjugierte Form von zwei verschiedenen Verben, zeigt Mondly eher willkürlich die Entsprechung an, was verwirrend sein kann.

Obwohl ich mich dafür nicht so sehr interessiere, schafft Mondly es auch, mir zu vermitteln, dass ich zu einer Community von Lernen gehöre, da ich immer sehe, wie ich auf der internationalen Rangliste stehe. Ich kann Mondly also wirklich nur empfehlen!

Ein Vokabelheft – ganz klassisch

Nach ein paar Wochen lernen kaufte ich mir tatsächlich ein Vokabelheft und einen Füller dazu (es gibt den Lamy Füller meiner Jugend nun in einer Klarsicht Variante, wie episch ist das denn?!). Es hilft mir, die Wörter nochmal aufzuschreiben und so zu verinnerlichen. Und wenn ich nochmal wiederholen möchte und das ohne Technik tun will, bietet sich das Vokabelheft auch perfekt an.

Rund um die Kultur – Bücher, Bücher, Bücher

Was mir auch immer wichtig ist: Etwas zur Kultur des Landes zu lernen. Hier weiß ich, dass ein Buch, ein Film oder eine Serie nicht reicht. Hier gucke ich mir soviel wie möglich an, um möglichst viel zu erfahren. Bisher fiel meine Wahl neben einigen Videos in diversen Mediatheken auf zwei Bücher: Gebrauchsanweisung für Finnland* von Roman Schatz und Finne dein Glück* von Bernd Gieseking. Mit dem ersten Buch habe ich bereits begonnen und es schon sehr genossen. Mal sehen, was mich noch erwartet.

Und danach?

Ich bin aktuell noch nicht so weit mit dem Lernen von Finnisch. Ich habe nun angefangen die Zahlen zu lernen und arbeite mich etwas in die Grammatik und die Konjugation der wichtigsten Verben ein. Es macht mir sehr viel Spaß, einmal eine Sprache zu lernen, die zu einer ganz anderen Sprachfamilie gehört. Vielleicht hilft mir das so sogar, sie besser zu verstehen. Ich werde sehen.

Was mir grade noch fehlt, trotz einiger guter Ansätze in Mondly: Die Möglichkeit, Finnisch nachhaltig aktiv einzusetzen. Ich werde mal schauen, ob ich da eine Möglichkeit finde, und wenn es früher oder später dann eben doch mal ein VHS Kurs ist.

Was noch auf meiner Liste zum Ausprobieren steht: Ich habe Langdog gefunden, eine Webseite zum Sprachenlernen, die auch einen sehr vielfältigen Eindruck macht und auch Zugang zu Konjugationen an einem Ort bietet. Die muss ich mir momentan oft so zusammensuchen. Langdog kostet 24€ im Jahr, lässt sich aber auch monatliche oder halbjährlich abschließen. Vielleicht schaue ich da bei Gelegenheit auch mal genauer rein. Erst mal mache ich aber so weiter wie im Moment und arbeite Mondly und mein Lextra Buch weiter durch.

Ich hoffe, dir hilft mein Artikel schon weiter, wenn du vielleicht selbst gerade Finnisch (oder auch eine andere Sprache) lernst. Ich freue mich auch über Kommentare, Diskussionen und ggf. auch die Möglichkeit, gemeinsam die Sprache weiter zu lernen.

Titelbild von Baptiste Valthier von Pexels

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Manuel Eichhorn
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