Plantera (Steam) im Test – Kleine Abwechslung für zwischendurch

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Wenn man auf der Suche nach ein wenig Abwechslung im trägen Gamingalltag ist, dann muss es nicht immer ein Titel sein, der das halbe Gehalt fordert. Manchmal reicht auch ein ganz kleines Spiel aus, mit dessen Hilfe man abschalten kann und das einem doch schnell ein Glücks- und Erfolgsgefühl vermittelt. Ein solches Spiel ist Plantera, das für ein paar Euro auf Steam zur Verfügung steht. Wir haben einen Blick auf den kleinen Titel geworfen und verraten euch in unserer Review, dass weniger manchmal doch sehr viel mehr ist.

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Ein schöner Garten

Das Setting und auch die Geschichte von Plantera ist sehr schnell und einfach erklärt: Euch steht eine gewisse Grünfläche zur Verfügung, die ihr bepflanzen müsst. Dabei habt ihr – je nach Level – die Auswahl zwischen Bäumen, Sträuchern und Bodenpflanzen. Etwas später im Spiel schaltet ihr dann noch verschiedene Tiere frei, die wie auch die Pflanzen verschiedene Items wie Eier, Milch oder Wolle fallen lassen. Eure Aufgabe ist es, alle Erzeugnisse eurer Objekte mit einem Klick einzusammeln und so möglichst viel Gold anzusammeln, aber auch Erfahrungen zu sammeln, um dann im Level aufzusteigen.

Mit jedem Levelaufstieg winken übrigens verschiedene Belohnungen. So erhaltet ihr für die ersten Level noch neue Objekte, die ihr platzieren könnt. Habt ihr jedoch ein bestimmtes Level erreicht, so gibt es keine neuen Dinge mehr, dafür werden aber die Erträge eurer bisher verfügbaren Objekte besser, sodass sich manchmal die Anzahl und manchmal der Preis ändert. Das ist ganz praktisch, da sich so doch noch ein bisschen mehr Geld einsammeln lässt. Und wer nicht nur darauf warten möchte, dass die Pflanzen Früchte tragen und die Kühe etwas Milch geben, der kann sich zwischenzeitlich auf Schmetterlingsjagd begeben. Die kleinen bunten Schmetterlinge werden durch euren Tatendrang angezogen und geben euch kleine Boni, wenn ihr sie fangt.

Plantera ist ein sehr einfaches Spiel für zwischendurch, ihr solltet also vom Gameplay her nicht sonderlich viel erwarten. Für Hardcoregamer ist der Titel vermutlich absolut nicht geeignet, aber wer zwischendurch gern einmal eine Runde ein kleines Casualspiel spielt, wird hier goldrichtig sein. Fast alle Aktivitäten steuert ihr nämlich mit der Maus und mehr Tiefgang als mit der linken Maustaste zu klicken, gibt es nicht. Oder doch?

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Mein kleiner blauer Helfer

Keine Sorge, ihr müsst Plantera nicht die ganze Zeit laufen lassen, mit jeder Gebietserweiterung und bei einigen Levelanstiegen erhaltet ihr kleine, runde, blaue Helferlein, die für euch die ganzen Erzeugnisse einsammeln. Das machen die Guten sowohl wenn das Spiel an ist als auch wenn ihr es wieder ausschaltet. Aber hier solltet ihr auf etwas ganz Bestimmtes achten, denn die kleinen Helferlein arbeiten nur eine ganz bestimmte Zeit nachdem ihr das Spiel ausgeschaltet habt. Über das Updatemenü könnt ihr jedoch mehr Zeit erwerben, sodass ihr euch da keine Sorgen machen braucht, dass beispielsweise über Nacht nicht gearbeitet wird. Ach, und noch etwas: In Plantera könnt ihr kein Echtgeld einsetzen. Alles läuft über das Gold, das ihr im Spielverlauf erhaltet.

Die kleinen Helfer sind wirklich gut und nehmen euch viel Arbeit ab. So könnt ihr zum Beispiel Plantera nebenbei laufen lassen, wenn ihr nur der Musik lauschen wollt – denn die hat es echt in sich und ist ein echter Ohrwurmgarant. Zwar gibt es nur das eine Musikstück, aber das macht nichts. Für ein kleines Zwischendurchspiel ist der Song echt gelungen und geht ziemlich ins Ohr, wie keiner anderer. Vom Grafikstil her können wir sagen, dass wir den Titel sehr niedlich finden. Vielleicht ist es nicht der Geschmack vom Mainstream, aber wir mögen ihn. Und nachdem wir Plantera nun schon so über den Klee gelobt haben, müssen wir doch noch ein kleines bisschen ausholen.

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Fehlende Motivation

Leider hat Plantera genau dasselbe Problem wie seine kostenlosen Genregenossen: Die Motivation geht nach einiger Zeit ziemlich flöten, sodass es nach einigen Leveln nur noch so aussieht, dass man den Titel öffnet und wieder schließt. Da kann selbst der coole Soundtrack nichts ausrichten. Der Entwickler versucht zwar sein Bestes, die Motivation mit entsprechenden Updates oben zu halten, aber so der richtige Funke will dann doch nicht überspringen. Zusätzlich zu der fehlenden Langzeitmotivation gesellt sich noch die Einfachheit des Spiels. Es gibt kein Game Over. Es gibt höchstens ein „Das kann ich mir gerade nicht leisten“, aber dann macht man das Spiel einfach wieder zu und verbringt ein paar Stunden seine Zeit mit etwas anderem.

Das ist sehr schade, da Plantera an sich das Potential hätte, um wirklich lange motivieren zu können und Spaß zu machen. Vielleicht sollte die eine oder andere Herausforderung noch eingebaut werden, damit man auch andere Gamertypen ein wenig länger bei der Stange halten kann. Wir haben allerdings jede Menge Spaß mit dem Spiel, da es wirklich eine schöne Abwechslung ist, die man hin und wieder öffnet, etwas tut und dann doch wieder zu macht – Und manchmal lauschen wir auch nur der Musik.

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Fazit: Kurzweiliges Spiel mit gutem Soundtrack

Plantera ist ein kleines Spiel für zwischendurch, bei dem ihr keine stundenlangen Sitzungen erwarten braucht. Auch einen Anspruch werdet ihr lange suchen, ebenso wie eine Langzeitmotivation, aber all diese Punkte sprechen auch die falschen Gamer an. Plantera richtet sich vor allem an Fans von kleinen Spielen. Die vielleicht einmal ihrem Kind ein kleines Spiel anmachen möchten, bei dem es nicht um Mord und Totschlag geht, sondern einfach darum, einen kleinen Garten zu errichten – und das mit wenig Aufwand. Planterahat keinen großen Anspruch und wird vor allem Hardcore Gamer abschrecken, doch wer wirklich auf der Suche nach einem kleinen Spiel ist, das einen zwischendurch einfach einmal aufmuntert, der ist mit diesem kleinen Titel auf Steam bestens beraten.

Pro Contra
+ Niedliche Grafik – Zu kurze „Langzeitmotivation“
+ Einfaches Gameplay – Recht geringe Abwechslung im Gameplay
+ Schönes Casualgame – Keine wirkliche Herausforderung
+ Ohrwurmsoundtrack

Technik: 71

  • Grafik: 80
  • Sound: 95
  • Umfang: 53
  • Gameplay: 57
  • KI: 71

Spielspaß: 80

  • Story: Eure Aufgabe besteht darin, einen kleinen Garten aufzubauen und dessen Früchte zu ernten.
  • Frustfaktor: Der ist höchstens dann vorhanden, wenn ihr plötzlich kein Geld mehr habt, da ihr nicht darauf geachtet habt, wie viel ihr ausgegeben habt.
  • Wiederspielwert: Die Langzeitmotivation ist etwas arg fraglich, aber für zwischendurch ist der Titel immer wieder hervorragend geeignet.
  • Design/Stil: Uns gefällt der Stil ziemlich gut.
  • Musik: Die Musik ist ein echter Ohrwurm, der uns bestens fröhlich stimmt.

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Beatrice Vogt
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