Pyramida (PC) im Test – Mein niedliches, kleines Dorf

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Ich mag Simulationen, vor allem solche, in denen man eigene Städte bauen kann, allerdings bin ich meistens nicht sonderlich gut in solchen Spielen, da ich ein schlechtes Ressourcenmanagement hege. Das kleine Spiel Pyramida gibt mir tatsächlich ein Volk, auf das ich aufpassen soll. Wie ich den Titel fand und ob ich es geschafft habe, dass mein Volk überlebt, verrate ich euch in meiner Review zum Spiel.

Tatsächlich: Mein eigenes Volk!

In Pyramida hat man mir tatsächlich mein eigenes Volk anvertraut, auf das ich zwar keinen Einfluss bei der Entwicklung habe, dafür aber auf einiges anderes. Ich beginne mein Spiel mit zwei Erwachsenen und einem Kind, das im Laufe des zweiten Spieltages erwachsen wird, sodass es für mich arbeiten kann. Besonders der Anfang ist relativ schwierig, da ich ein Lager für Stroh, aber keines für Holz habe. Also muss ich erstmal herausfinden, wie ich am sinnvollsten ein Holzlager bauen kann – und hier kommt der wichtigste Aspekt im Spiel zum Tragen.

In Pyramida ist wichtig, nicht nur alle Ressourcen parat zu haben, sondern auch auf das Timing zu achten. Ich habe im Zuge dieser Review hier unzählige Versuche gebraucht, bis ich eine sinnvolle Strategie entwickelt habe, um mit meinem Volk über einige Spieltage hinweg zu kommen. Und auch wenn ich in manchen Runden tatsächlich nach zwei Tagen ausgelöscht war, so hat es mich doch immer weiter motiviert, in diesem kleinen Spiel mein Glück zu versuchen. Grämt euch also nicht, wenn ihr es nicht gleich am Anfang schafft, das ist in Ordnung.

Pyramida verzichtet im Übrigen auf ein Tutorial, sodass ich ganz schön aufgeschmissen war, doch mit der Zeit lernt man schon, wie man vorgehen muss – zumal eh alles mit der Maus gesteuert wird und man sich somit auch keine Tastenkombis oder dergleichen merken muss.

Was ich besonders an Pyramida liebe, ist die Einfachheit des Ganzen. Der schlichte Grafikstil ist niedlich und einfach gehalten, während auch der Technologiebaum des Volkes nicht überladen ist. Tatsächlich ist dieser absolut logisch: Baue ich beispielsweise die Sägemühle, so werden automatisch Gebäude freigeschaltet, für die ich Bretter benötige. Das gefällt mir und hält mich bei Laune.

Reines Management

So niedlich und einfach Pyramida auch klingen mag, so viel Zeitmanagement setzt es voraus. Ich muss alle Aufgaben sinnvoll delegieren und dafür sorgen, dass mir keiner verhungert. Doch nicht immer spielt das Spiel dabei so mit wie ich, meistens weil ich einfach zu langsam bin. Meistens weil mir die Skelette, die des Nachts nach dem Leben meines Volkes trachten, einen Strich durch die Rechnung machen. Glücklicherweise stirbt hier keiner, sondern schläft nur für einen längeren Zeitraum, nervig ist es trotz allem.

Ein bisschen schade ist nur manchmal die Steuerung. Es wird zwar einfach mit der Maus gesteuert, allerdings fühlt es sich manchmal auch ein bisschen schwerfällig an, ebenso wie die Kämpfe und das Jagen. Gut ist, dass die Pfeile meines Volkes manchmal nicht ihr Ziel treffen. Das ist okay und passt. Nicht gut ist dabei jedoch, dass die Gegner seltsamerweise immer treffen und dann mein Volk für einige Stunden schläft. Das wirkt ein bisschen unfair, lässt sich aber glücklicherweise mit der Sägemühle wieder umgehen, denn hier kann ich einfach Türme aufstellen, sodass ich mein Dorf ziemlich erfolgreich verteidigen kann.

An sich hat Pyramida nur einen sehr großen Aspekt, der mich regelrecht nervt: Die Menschen wollen essen! Und das nicht gerade wenig. Am Anfang kann man Beeren sammeln, später jagen (siehe oben, Jagen ist sehr anstrengend, da nicht immer getroffen wird) und nach der Sägemühle kann man auch Brot backen. Trotz allem reicht das mitunter nicht aus, gerade wenn man noch im Aufbau des Dorfes ist. Ich habe sehr viele Game Over Bildschirme gesehen, weil ich nicht genügend Nahrung schaffen konnte. Wenn wenigstens die Jäger von alleine jagen gehen würden, würde das schon einen großen Anteil an Arbeit abnehmen, doch bisher muss ich sie immer selbst steuern und ihnen zeigen, was sie angreifen sollen. Das ist schade, denn ansonsten ist Pyramida wirklich ein sehr schönes und empfehlenswertes Spiel.

Fazit: Ich liebe mein Volk, würde es doch nur nicht ständig verhungern

Ich mag Pyramida sehr. Es ist ein kleines, einfaches Spiel, das nicht viel Talent benötigt oder viel Zeit, um sich einzuarbeiten. Es ist schlicht gehalten und verlangt lediglich eine Strategie, um das eigene Volk am Leben zu halten, was durchaus mit ein bisschen Übung ganz gut funktioniert. Nicht immer ist es dabei so einfach, alles am Leben zu halten – vor allem, weil das Volk unheimlich viel Hunger hat und es relativ schwierig ist, dafür zu sorgen, immer wieder genügend Nahrung vorrätig zu haben, da beispielsweise die Jäger nicht alleine jagen gehen.

Dennoch mag ich den Titel sehr, denn er motiviert mich, es immer wieder zu probieren, auch wenn mein Volk wieder einmal verhungert ist oder die Skelette alle ausgelöscht haben. Allein durch die Schlichtheit und dass man für 3 $ in etwa vier Stunden Spielspaß bekommt, allein dafür gibt es von mir eine klare Empfehlung. Ganz besonders Fans von Simulationen kommen hier auf ihre Kosten, sofern sie keinen Tiefgang oder kilometerlange Technologiebäume erwarten. Ein einfaches, niedliches Spiel für zwischendurch.

ProContra
+ Einfaches Gameplay– Steuerung manchmal ein bisschen schwerfällig
+ Simpler Grafikstil– Nahrung wird zu schnell zu knapp
+ Passender Soundtrack– Technisch nicht immer ganz rund
+ Kein überladener Technologiebaum
+ Zeitmanagement ist A und O

Technik: 79
Grafik: 90
Sound: 86
Umfang: 83
Gameplay: 71
KI: 64

Spielspaß: 85

  • Story: Pyramida erzählt die Geschichte eines Volkes, das ums Überleben kämpft.
  • Frustfaktor: Da die Nahrung sehr schnell sehr knapp wird, ist das der einzige Frustaspekt für mich, den Pyramida hat.
  • Nachhaltigkeitswert: Pyramida ist vermutlich wieder einmal zu klein, als dass man wirklich drüber spricht, doch für mich ist es eine der besten Simulationen dieses Jahr.
  • Design/Stil: Ganz einfacher, aber niedlicher Grafikstil.
  • Musik und Sound: Simpel und passend, hervorragend.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Für 3 $ macht man bei Pyramida nichts verkehrt, ich würde sogar glatt mit 5 € mitgehen, denn genügend Spielspaß ist da.

Offenlegung

Wir haben uns Pyramida auf itch.io selbst gekauft. Wenn auch ihr einen Blick ins Spiel werfen wollt, könnt ihr diesem Link folgen, um direkt zur itch.io Seite zu kommen.

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Beatrice Vogt
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