Sicheres Internet – Die besten Alternativen zu Google & Co.

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In den letzten Wochen und Monaten haben wir öfter von einigen Internetdiensten und auch Browsern berichtet. Das liegt vor allem daran, dass wir uns gern abseits des Mainstreams umschauen – der heißt im Internet ganz klar Google. In diesem Artikel möchte ich für dich die besten Alternativen für bestimmte Internetdienste und -programme vorstellen.

Browser

Es ist klar: Bei den Browsern ist Google Chrome der absolute Platzhirsch. Im Mai 2021 (Stand 24.05.2021) nutzt knapp die Hälfte der Besucher*innen Google Chrome – gefolgt von Safari und Mozilla Firefox. Anmerkung: In den Zahlen für Chrome können durchaus auch die Zahlen einer unserer Alternativen enthalten sein.

Klar ist: Chrome ist ein guter Browser, der auf allen häufig genutzten Plattformen vertreten ist und mit einer nahtlosen Synchronisierungsfunktion daherkommt. Was in den letzten Wochen aber auch auffällt: Besonders gut anpassbar ist Chrome nicht immer, bestimmte Dinge wie die Leseliste gingen einigen Nutzer*innen über Wochen auf die Nerven, bevor sie wieder ausgeblendet werden konnte. Außerdem wird immer nachgewiesen, dass Chrome in besonderem Maße deine Aktivitäten im Internet trackt. Wir haben zwei gute Alternativen für dich.

Browserverteilung auf dem Palace Mai 2021 (Stand 24.05.2021)

Mozilla Firefox

Manuels Browser der Wahl: Firefox habe ich schon einmal über viele Jahre hinweg genutzt, bevor ich vor einigen Jahren zu Chrome wechselte. Vor ein paar Wochen habe ich wieder zurück zu Firefox gewechselt. Für mich lässt sich der Browser sehr gut anpassen, ich konnte mir meine Aktionsleiste genauso bauen, wie ich es gern wollte. Außerdem ist die Geschwindigkeit mittlerweile kein Nachteil mehr im Vergleich zu Chrome. Hier hinkte Firefox in der Vergangenheit mal hinterher.

Der mobile Firefox gefällt mir besser als der mobile Chrome: Die Tabverwaltung ist nicht so seltsam und auf meinem Realme X2 Pro läuft der Firefox butterweich. Suchmaschinen kann ich sowohl auf dem Desktop als auch mobil frei festlegen – ein Vorteil, wenn Browseranbieter nicht auch gleich Suchmaschinenanbieter ist.

Nachteile des Firefox: Die Rechtschreibprüfung kann standardmäßig immer nur eine Sprache prüfen und muss im Zweifel händisch umgestellt werden. Das können Chromium basierte Browser besser. Den Umweg über das Bearbeiten der Wörterbücher wollte ich mir bislang sparen.

Vivaldi

Beas Browsers der Wahl: Vivaldi. Ein auf Chromium basierender, bis ins kleinste Detail anpassbarer Browser, der auch in erhöhtem Maße deine Privatsphäre respektiert. Vivaldi kannst du ganz nach deinen Wünschen anpassen und er bringt auch einige besondere Features wie einen automatischen Darkmode mit – das gilt auch für die Mobilfassung, die viele Nutzer*innen auf den ersten Blick damit begeistert, dass du dir dort Tabs oben oder unten im Browser wie auf dem PC anzeigen kannst und nicht nur im Tab Switcher.

Um alles ganz ausführlich über Vivaldi zu erfahren, liest du am besten Beas Erfahrungsbericht.

E-Mail-Dienste

E-Mail-Dienste gibt es viele am Markt – für die meisten ist die Anforderung, dass es kostenlos sein muss. Wenn das unbedingt der Fall sein soll, empfehle ich dir Gmail – es ist einfach die beste kostenlose E-Mail-Lösung, die man bekommen kann. Außerdem bietet Gmail außergewöhnlich viele Funktionen, die teilweise nicht mal bezahlte E-Mail-Services bieten, mit einer nahtlosen Anbindung an Google Drive, wo du 15 GB kostenlosen Speicher bekommen kannst.

Es gibt aber bessere und nachhaltigere (und ggf. sicherere) E-Mail-Provider. Hier sind einige davon.

ProtonMail

Ich bin mittlerweile zu ProtonMail mit meinem privaten Postfach gewechselt. Proton baut nach und nach immer mehr Dienste drumherum: Schon vorhanden sind ein Kalender (Beta) sowie Proton VPN. Was schon jetzt angekündigt wurde: ProtonDrive, ein verschlüsselter Clouddienst.

Bei Proton werden alle Informationen verschlüsselt – das ist sicherer für dich und du erhältst keine auf deinen E-Mails basierende Werbung. Das Postfach ist grundsätzlich kostenfrei – mit 500 MB Speicher. Mit ProtonMail Plus (für ca. 4€ im Monat) erhältst du 5 GB Speicher (anpassbar), bis zu 5 E-Mail-Adressen, einen komfortablen Webmailer und Zugriff auf den Kalender.

Auch hier kannst du dir meinen Erfahrungsbericht durchlesen.

Posteo & Mailbox.org

Wenn es dir primär um die E-Mails geht, sind diese beiden Dienste einen Blick wert: Posteo und Mailbox.org. Beide legen besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit, aber auch auf den Datenschutz. Posteo konzentriert sich vor allem auf die E-Mails – das Postfach kostet schmale 1€ im Monat und damit 12€ pro Jahr.

Bei Mailbox.org gibt es optional auch Cloudspeicher via OxDrive und die Möglichkeit, Office Dokumente direkt im Browser zu bearbeiten. Im Gegensatz zum Angebot vom Proton handelt es sich dabei nicht um native, eigene Apps – das hat mir im Alltag weniger gut gefallen. Wer aber ein E-Mail-Postfach – vor allem auch für die Verwendung am PC – sucht und recht günstig ein sicheres Postfach haben möchte, ist mit beiden Diensten gut beraten.

Suchmaschine

Keine Frage: Auch hier bestimmte Google das Bild. Im Mai 2021 – wieder Stand 24.05.2021 – haben wir über 13.000 Verweise von Google bekommen, gefolgt von Bing – von dort kamen knapp 300 Anfragen. Es ist klar, wer hier den Markt bestimmt, oder?

Klar ist: So ein umfassendes Suchergebnis mit so vielen convenience Funktionen wie Google bietet keiner. Doch das nimmt mitunter auch Traffic von den eigentlichen Seiten weg. Hier sind unsere beiden Empfehlungen.

Qwant

Am Desktop nutze ich mittlerweile die Suche mit Qwant – und vermisse kaum etwas. Qwant lernt ständig dazu und hat für einige Suchbegriffe bereits neue Dinge aktiviert. Wo werden oft direkt News oder auch Abschnitte aus Wikipedia angezeigt. Lediglich ein so umfassender direkter Zugriff auf Informationen zu einem Titel – wie die Besetzung bei einer Serie oder die Studiodaten eines Videospieles – fehlen. Doch dafür bekomme ich bei den normalen Suchergebnissen häufig sehr gute Ergebnisse – gefällt mir teils sogar besser als Google.

Was macht Qwant besonders? Qwant kommt aus Europa (Frankreich) und trackt dich nicht.

Ecosia

Suchen für einen guten Zweck: Ecosia macht das leicht. Aus den Einnahmen werden Bäume gepflanzt. Durchschnittlich etwa 45 Suchanfragen finanzieren laut des Berliner Unternehmens einen Baum. Und die kommen wirklich schnell zusammen – sie werden direkt für dich mitgezählt.

Ecosia nutze ich jetzt vor allem mobil – es macht Spaß, mit Ecosia zu suchen, denn die Darstellung der Ergebnisse sehr übersichtlich. Die Ergebnisse bezieht Ecosia von Bing, und die sind meist nicht ganz so gut, wie man sich das wünschen würde. Deswegen nutze ich am Desktop mittlerweile lieber Qwant, doch mobil hat Ecosia seine Aufgabe immer gut erfüllt.

Hier gelangst du zu unserem Ecosia Erfahrungsbericht.

Standard Notes

Du suchst verschlüsselte Notizen, die du auf jedem Gerät – auch im Browser – nutzen kannst und bei denen das Unternehmen dahinter einen nachhaltigen Ansatz verfolgt? Dann bist du bei Standard Notes richtig. Es gibt jede Menge Notizen Apps, ich nutze seit einigen Wochen Standard Notes und bin sehr zufrieden. Die App ist in der kostenlosen Version sehr einfach gehalten, funktioniert aber tadellos und bietet mir alles, was ich brauche – inklusive sicherer Verschlüsselung.

Das Unternehmen Standard Notes möchte einen Dienst schaffen, auf den du dich auch noch in 100 Jahren verlassen kannst – das ist der nachhaltige Ansatz des Unternehmens.

Das war mein erster Überblick zu den meines Erachtens guten Alternativen für ein sicheres Internet. Welche nutzt du?

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Manuel Eichhorn
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