The Waylanders in der Vorschau – Das Versprechen eines Abenteuers

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The Waylanders von Gato Salvaje hat schon viel Aufmerksamkeit erregt und auch schon einen Rekord aufgestellt: Es war das erste Spiel eines spanischen Studios, das auf Kickstarter mehr als 100.000 Dollar zur erfolgreichen Finanzieren erhalten hat. Nun ist das Spiel bereits im Early Access auf Steam. Welchen Eindruck es bislang hinterlässt, erfahrt ihr in der Vorschau.

Alles da – nur nicht immer

The Waylanders ist bisher eher ein Versprechen als ein wirklich gut funktionierendes Spiel: Ungefähr ein Viertel bis ein Drittel des Spieles, mit einer Spieldauer von zehn bis zwölf Stunden, sind derzeit vorhanden – doch auch hier ist nicht alles vollständig. Zwar zeigt The Waylanders schon, was potenziell in dem RPG steckt, doch ich finde es dennoch fast etwas gewagt, die aktuelle Version als Early Access Variante zur Verfügung zu stellen. Die Entwickler kommunizieren immerhin, dass sich das Spiel in der Alpha Version befindet – das trifft es wirklich gut.

Nicht einmal die Zwischensequenzen laufen sauber.

Immer wieder stößt man auf lose Enden und durch die Lückenhaftigkeit der vorhandenen Elemente kann man sich leider bisher nicht einmal auf die Erzählung konzentrieren, wobei die Geschichte eigentlich sehr spannend ist. Unser Protagonist spielt eine entscheidende Rolle, denn auf einer Mission läuft etwas schief und er scheint plötzlich aus dem Zeitgefüge geraten zu sein. Überhaupt spielt The Waylanders in zwei Epochen und erzählt eine durchaus spannende Geschichte mit guten Dialogen und Antwortoptionen, nur: Animationen, Vertonung, Untertitel – man kann fast nie alles auf einmal haben.

Selbst in Zwischensequenzen läuft The Waylanders nicht wirklich rund, Figuren springen wild umher oder hängen fest, teils fehlen sämtliche Animationen, eine andere Sequenz ist vertont, aber ohne Untertitel, oder umgekehrt – oder die Kamera schwenkt einfach so ins Nirvana und zeigt uns nichts, was in diesem Moment relevant ist. Ihr lest schon heraus: Es ist alles sehr holprig.

Die Charaktererstellung ist schon schön umfangreich.

Eine ganze Gruppe Helden

Selbiges gilt auch für das restliche Gameplay von The Waylanders. Beim Kampfsystem könnt ihr euch auf ein gruppenbasiertes Kampfsystem einrichten, das taktisch angehaucht ist und viele verschiedene Fertigkeiten der Gruppenmitglieder bietet. The Waylanders macht hier kein Geheimnis daraus, dass es von Neverwinter Nights, Dragon Age und Co. inspiriert ist und sich hier auch die Krone aufsetzen möchte.

Das funktioniert bisher gut, aber beim Balancing ist noch Luft nach oben: Manche Gegnergruppen sind sehr stark, andere sehr schwach, manchmal handeln die Verbündeten im Alleingang nicht besonders klug und vor allem der Heiler in der Gruppe kann kaum etwas ausrichten – die Heilfähigkeit ist einfach zu schwach.

Doch generell wird das Kampfsystem noch von großen Macken geplagt: Immer wieder im Spielverlauf kommt es vor, dass The Waylanders den Rechtsklick nicht mehr akzeptiert – dann kann man ihn nur noch zum Fortbewegen verwenden, nicht aber zum Angreifen oder Einsammeln von Dingen. Hier hilft dann nur Neuladen, was übrigens auch gilt, wenn sich Questziele weit und breit auf der Karte nicht finden lassen. Speichern, neu laden und plötzlich ist das auf der Karte da, was man vorher wie blöde suchte…

Die Endbosse sind nicht einfach, aber machbar.

Eine Welt, die motiviert

Bisher kann ich die Welt von The Waylanders loben, denn sie macht mit ihrer Gestaltung und auch der musikalischen Untermalung wirklich Luft auf mehr. Sie ist aber auch nicht besonders weitläufig, Verstecke und Schätze befinden sich an nachvollziehbaren Stellen und besonders viel Leben steckt auch nicht in ihr. Wir bekommen es eher mit Schlauchleveln zu tun, die durch Ladebildschirme getrennt sind.

The Waylanders müsste also alles andere schon richtig, richtig gut machen und sehr stark ausgebaut werden, um mit dieser Weltengestaltung dauerhaft überzeugen zu können – da bin ich sehr gespannt, was sich die Entwickler noch überlegt haben.

Auch ohne Fotomodus sind hübsche Ansichten möglich.

Fazit: Eine Lange Reise liegt vor uns

In The Waylanders liegt ohne Frage sehr viel Potential: Die Welt überzeugt mit Atmosphäre und Gestaltung und auch die Erzählung weiß zu gefallen. Doch so richtig darauf konzentrieren kann man sich ob der ganzen Baustellen im Spiel nicht, und um ehrlich zu sein fällt es mir auch schwer, aktuell eine Empfehlung für die Early Access Fassung von The Waylanders zu geben. Gefühlt geht hier noch viel Zeit ins Land und Updates werden geladen werden müssen, bis hier wirklich ein rundes Spielerlebnis entsteht. Zu viel ist noch nicht da und zu viel Grundlegendes funktioniert immer mal wieder nicht – wie der Rechtsklick als zentrales Steuerungselement. Und das schreibe ich schon gut zwei Wochen nach dem Start in den Early Access. Wenn es euch nach einem neuen gruppenbasierten RPG wie Dragon Age dürstet, könnt ihr jetzt schon reinschauen, doch man bringt den Entwicklern auch ziemlich viel Vertrauen entgegen, wenn man jetzt schon sagt, dass aus The Waylanders definitiv ein Hit wird, auch wenn das Potential dazu da ist.

Eine Wertungsprognose kann ich aktuell noch nicht abgeben.

Offenlegung

Wir haben einen Reviewkey zu The Waylanders erhalten.

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Manuel Eichhorn
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