World Tree Marché (Switch) im Test – Mein ganz eigener Streetfoodmarkt rockt!

Stell dir vor, du könntest deinen ganz eigenen Streetfoodmarkt haben und du bestimmst dabei selbst, welche Gerichte angeboten werden. Nebenbei überlegst du dir auch noch spannende neue Gerichte, um dein Angebot zu erweitern. Und eigentlich geht es darum, dass du den Weltenbaum retten willst. Klingt spannend? Dann ist World Tree Marché vielleicht genau das richtige Spiel für dich. Ich habe mir das Ganze auf der Switch angesehen und kann sagen, dass ich selten so viel Spaß hatte, auch wenn es vom Konzept her einfach ist.

Mein eigener Markt!

Ich war zu Beginn doch ein wenig skeptisch, als ich nur die Bilder von World Tree Marché gesehen habe, doch dann war ich ziemlich schnell Feuer und Flamme. Im Spiel selbst leitet ihr einen eigenen Markt. Zunächst einmal geht es nur darum, dass sich das Land verschuldet hat und ihr irgendwie 5 Millionen CCP auftreiben sollt. Klingt erstmal nach richtig viel Geld, doch an sich geht es relativ schnell. Nach und nach schließen sich euch verschiedene Köche mit ihren Food Trucks an, doch so wirkliche Gerichte bringen die Kollegen nicht mit. Deswegen ist es an euch, kreative Mahlzeiten ins Leben zu rufen, um die Verkäufe anzukurbeln – was wiederum ziemlich cool ist.

Zugegeben: Ich hab das Konzept am Anfang nicht verstanden. Um ein Gericht kochen zu können, schaltet man zunächst einen Hinweis mit CCP, der Währung im Spiel, frei. Diesen Hinweis habe ich am Anfang voll übersehen und habe somit einfach wild Zutaten zusammengeworfen – hat immerhin auch funktioniert. Bis ich geschnallt habe, wo das mit den Hinweisen steht, war ich schon zwei Stündchen im Spiel unterwegs. Tja, wer lesen kann und so. Aber immerhin hat das auch Spaß gemacht.

Seid aber auf jeden Fall vorbereitet, was das Gameplay betrifft. World Tree Marché ist logischerweise nämlich sehr repetitiv. Logischerweise sammelt ihr nämlich stets Zutaten und bereitet danach Gerichte zu. Hin und wieder gesellt sich eine Storysequenz dazwischen, doch erwartet hier nicht so viel. Ich persönlich finde es super, jedoch kann es durchaus zu Langeweile führen.

Rezepte erfinden ist nicht schwer

Bevor wir in World Tree Marché jedoch wirklich irgendwas kochen können, benötigen wir zunächst Zutaten. Und diese Zutaten bekommen wir auf einen ziemlich einfachen Weg: Ihr geht einfach mit einem Koch eurer Wahl in ein Gebiet, in dem es nur bestimmte Zutaten gibt. Zudem wählt ihr noch aus einem der Gerichte des Kochs aus, um die Punyons – kleine Kochgeister – glücklich zu stimmen, dann geht es los. Ihr lauft einfach los, bzw. laufen die Figuren ganz von alleine, und hinter euch sammeln sich die Punyons mit den Zutaten. Mit viel Glück findet ihr auch einen seltenen Kochgeist, der euch dann super viele Zutaten gibt.

Habt ihr einige Zutaten gesammelt, geht es zurück zu den Kochstellen und ihr könnt euch ausprobieren. Achtet hierbei am besten auf die Hinweise der Köche, sonst wird das nichts. Leider sind die Hinweise nicht immer wirklich hilfreich, sodass auch ich bei einigen Rezepten wirklich graue Haare bekommen habe, weil ich einfach keine richtige Kombination finden konnte. Das ist frustrierend, da manche Texte wiederum so derart einfach geschrieben sind, dass ich mich gefragt habe, warum ich überhaupt den Hinweis brauchte. Habt ihr eine richtige Kombination gefunden, könnt ihr das Angebot des Trucks anpassen und schon habt ihr ein köstliches neues Gericht im Angebot, das euch nach vorn bringt.

Pixel und zauberhafte Köstlichkeiten

Grafisch ist World Tree Marché wirklich eine interessante Mischung, denn es greift viel auf eine niedliche Pixelgrafik zurück. Besonders sieht man dies außerhalb der Trucks. Es ist jedoch ein bisschen schade, dass man die gezeichneten Charaktere nur in Cutscenes und in den Trucks selbst sehen kann, sonst aber eher selten, weil sie durch die quirligen Pixelfiguren ersetzt werden. Dafür sind die gezeichneten Charaktere wirklich sehr schön, doch am besten sind die einzelnen Gerichte, die mir einfach das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Ich habe selten so viele Köstlichkeiten in einem Spiel gesehen, auch wenn sie manchmal aus wirklich abartigen Zusammensetzungen entstanden. Das ist wirklich gelungen, ebenso wie der Soundtrack. Dieser ist zwar stellenweise immer gleich, doch irgendwie so markant, dass ich ihn manchmal einfach so summe. Und dass ich eine Musik in Videospielen wirklich “höre”, ist schon eine erstaunliche Leistung.

Auf der Switch ließ sich World Tree Marché hervorragend steuern, sodass es mir vor allem im Handheldmodus viel Spaß gemacht hat. Witziger ist, dass es zu leichten Einbrüchen der Framerate kommt, wenn man lange nicht im Spiel war und man somit das ganze Geld einsammelt. Sonst läuft es bei mir jedoch hervorragend flüssig. Ach, und das Spiel ist auf Englisch, man sollte also doch mal nachschauen, was bestimmte Begriffe bedeuten, wenn man kochen möchte. Einiges hat mich sehr verunsichert und ich kam erst drauf, als ich einmal danach gesucht habe. Macht euch also gefasst.

Fazit: Ich koche weiter und weiter und weiter!

Ich liebe einfach World Tree Marché! Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Spiel, bei dem man nebenbei auch arbeiten kann (weil ich das im Reallife noch nicht häufig genug mache) und da kommt mir dieser kleine Titel gerade recht. Ihr habt euren ganz eigenen Markt und bestimmt, welche Gerichte auf den Tisch kommen. Gepaart mit einem coolen Grafikstil, einem ohrwurmverdächtigen Pixelsoundtrack und einem für mich hervorragendem Spielkonzept punktet World Tree Marché für mich auf ganzer Linie. Und mal ganz ehrlich: Wer könnte diesen köstlichen Gerichten schon wirklich entgehen? Selten habe ich etwas Köstlicheres gesehen!

Pro Contra
+ Hervorragendes Spielkonzept… – … das langweilig werden könnte
+ Ein Soundtrack, der sogar an mein Gehör herankam – Hin und wieder kommt es zu leichten Einbrüchen der Framerate
+ Gute Mischung aus Pixelgrafik und Zeichnungen – Spielprinzip ist repetitiv
+ Köstliche Gerichte!

Technik: 83
Grafik: 87
Sound: 85
Umfang: 82
Gameplay: 79

Spielspaß: 90

  • Story: Ihr habt einen eigenen Markt, bei dem ihr selbst über die Gerichte bestimmt. Mega!
  • Frustfaktor: Der ist tatsächlich vorhanden, wenn man die Gerichte nicht kochen kann, weil die Hinweise nicht ausreichend sind. Auch sonst kann es frustrierend sein, da man immer wieder Zutaten sammeln muss.
  • Wiederspielwert: Yeaah!!!
  • Design/Stil: Eine gute Mischung aus Pixelgrafik und wunderbar gezeichneten Figuren und Gerichten.
  • Musik: Ich hab sie gehört! Eine gute Musik, die im Ohr bleibt.

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