Die Publisher sind tot, es leben die Publisher!

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Die kürzliche Ubisoft Forward hat mir bestätigt, was ich schon seit der E3 2019 vermutet habe: Die Zeit der alten, großen Publisher ist so langsam gekommen und sie werden durch andere ersetzt. Hoffe ich. Denke ich.

Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, da waren große Publisher wie Ubisoft, Electronic Arts oder Activision für ihre Spiele bekannt, weil sie häufig abwechslungsreichere Titel dabei hatten, weil sie für Qualität standen und weil sie irgendwie die Massen angesprochen haben. Doch mittlerweile haben sich die Spielenden verändert. Sicher gibt es noch diejenigen, die tatsächlich auf generische Shooter und actiongeladene Titel, wie kürzlich in der Ubisoft Forward gezeigt, stehen, doch es gibt auch Spielende wie mich.

Spielende, die einen Sinn im Spiel suchen. Die eine grandiose Story erleben möchten. Zwischenzeitlich haben sich die großen Publishern daran versucht, Indieentwicklern einen Raum zu geben oder sich selbst an kleineren, schönen Spielen zu versuchen. Ich erinnere mich ganz gerne an Grow Home von Ubisoft oder Child of Light oder sogar Valiant Hearts, doch von diesen Spielen sieht man mittlerweile gar nichts mehr.

Gerade Ubisoft konzentriert sich nur noch auf die großen Reihen, ändert dabei die Grundformel der Spiele, oder bringt ein neues Battle Royale auf den Markt. Wir haben doch schon zur Einführung von Overwatch gelernt, dass eine Überflutung des Markts mit immer gleichen Spielen sinnfrei ist und wenig Erfolg verspricht. Doch abseits von Ubisoft sieht es auch nicht gerade großartig aus.

Electronic Arts beispielsweise versucht sich zwar mit EA Partners auch an anderen Spielen, doch frage ich mich langsam, wozu. Schaut man sich auf Wikipedia an, wie viele verschiedene Entwicklerstudios EA unter sich vereint, bleibt die Frage nahe, wieso nur so wenige Spiele erscheinen, die sich unterscheiden. Irgendwie ruht sich EA gerade nur auf Konzepten wie Die Sims oder Star Wars oder Need for Speed aus und nutzt nicht die Potentiale, die es haben könnte. Na ja, gut und über Activision selbst brauchen wir auch nicht mehr zu sprechen, wenn es hier nicht Blizzard dazu gäbe, wäre das Unternehmen bestimmt schon längt weg.

Umso spannender finde ich deswegen, wie um die neuen Plätze gebuhlt wird. So hatten dieses Jahr auf der Nicht-E3 viele Unternehmen auch eine Art Pressekonferenz am Start, so zum Beispiel Nacon oder Tiny Build, die versuchten, ihren Spielen und Entwickelnden so viel Raum wie möglich einzuräumen. Und vielleicht ist es auch mal wieder Zeit, dass jemand Neues oben an der Spitze steht, vielleicht ist es wirklich mal Zeit für neuen Wind in der Branche, der nicht nur Sportspiele oder generische Actionspiele mit sich bringt, sondern mal wieder Spiele mit Tiefgang und Qualität.

Ich sage nicht, dass es ein Indiepublisher sein muss, aber vielleicht mal jemand mit einer Vision, der das Potential des sich wechselnden Spielemarkts erkennt. Oder, was ich mir auch gut vorstellen kann, ist einfach ein Markt mit vielen verschiedenen Publishern, die neben den Konsolenherstellerpublishern noch da sind, um einfach für Abwechslung zu sorgen. Fakt für mich ist jedoch, dass die meisten großen Publisher fast noch Alleinstellungsmerkmale haben. Deswegen: Die Publisher sind tot, es leben die Publisher!

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Beatrice Vogt
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