Fantasy Friends: Unter dem Meer (PS4) im Test

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Manchmal landen doch sehr ungewöhnliche Spiele auf meinem Teststapel, so nun auch Fantasy Friends: Unter dem Meer, das so ziemlich genau das bietet, wofür der Name steht. Ich habe mir den Titel in der PlayStation 4 Fassung auf der PlayStation 5 angesehen. In meiner Review verrate ich dir nicht nur, ob das Spiel einen Blick wert ist, sondern ob auch erwachsene Menschen damit ihren Spaß haben können. !B

Auf dem Bild sind drei bunte Eier zu sehen. Das mittlere leuchtet.

Ein bisschen bunt

Ich habe mir mal wieder keine großen Gedanken gemacht, als ich einen Key zu Fantasy Friends: Unter dem Meer bestellt habe. Es sah bunt aus und albern und irgendwie animierte mich das, das Spiel testen zu wollen. Und ich wurde gar nicht mal so enttäuscht, wie ich das vermutet hätte. Doch kurz zur Idee des Spiels: Ich habe Unterwassertiere, die in ihren eigenen kleinen Häuschen leben und aus Eiern schlüpfen. Wie bei einem Tamagotchi muss ich dafür sorgen, dass alle genug zu essen haben, sauber sind und genügend Spaß in ihrem Leben haben. Das ist am Anfang noch ganz überschaubar, wird allerdings unübersichtlich, wenn man alle zwölf unterschiedlichen Tiere in seiner Spielwelt hat.

Die Tiere variieren dabei sowohl im Aussehen als auch bei ihren individuellen Minispielen, mit denen du später Kekse produzierst und mit ihnen spielst. Doch das Gute ist: Fast alle Interaktionen sind ziemlich einfach und sehr leicht zu verstehen. Nur bei einem oder zwei Minispielen kam ich ein ganz kleines bisschen ins Schwitzen, doch das macht an sich nichts. Ich gehöre schließlich auch nicht zur Zielgruppe.

Apropos Zielgruppe. Auch wenn ich definitiv kein fünfjähriges „Mädchen“ bin, für die der Titel vermutlich gemacht wurde (Übrigens: Nur, weil es Tiere beinhaltet, ist nicht alles rosa, sondern kann durchaus auch von interessierten „Jungs“ gespielt werden), so habe ich dennoch meinen Spaß mit dem Titel. Nach etwa zwei oder drei Stunden hatte ich zudem alles freigespielt und somit fast schon alle Trophäen im Spiel erhalten.

Es ist wirklich ein sehr nettes Spiel für zwischendurch, das für mich fast schon einen wholesome Charakter hatte: Ich kam zur Ruhe und ließ mich gar nicht erst stressen vom Spiel. Immerhin gibt es auch keine Konsequenzen. Wenn ich ein Minispiel nicht gleich schaffe, werde ich nicht bestraft, sondern darf’s einfach gleich nochmal versuchen. Das ist ziemlich nett und passt super zur Idee des Spiels selbst. !B

Ein bisschen seltsam

Bevor ich Fantasy Friends: Unter dem Meer wirklich gespielt habe, habe ich mir zunächst die Trophäen angeschaut und dachte mir, dass die nicht schwierig klingen und perfekt für die Zielgruppe abgestimmt sind. Spannender wurde es dann, als ich die ersten Minuten im Spiel verbrachte. Ziemlich schnell kamen dann verschiedene Trophäen ganz automatisch und ohne, dass ich wirklich Einfluss darauf hatte. Das ist für Kids, denke ich, doch ziemlich cool, da so ein nettes Pling doch ganz charmant ist.

Unabhängig davon spielt sich Fantasy Friends: Unter dem Meer ganz nett. Die verschiedene Pflegeobjekte wie Bürsten oder Schwämme lassen sich sogar je nach Tier anpassen, und dann wird einfach mit dem linken Stick über das Wesen gewischt. Dabei muss nichts beachtet werden, jedes Tier reagiert an der Stelle gleich, was ich ein bisschen schade finde. Auch die unterschiedlichen Schwämme und andere Zubehörteile, die man kaufen kann, haben keinen Einfluss darauf, wie sich etwas spielt oder wie sich das Wesen verhält. Das ist schade und für mich bleibt die Frage zurück, ob das dann nur rein kosmetische Aspekte sind.

Ebenso seltsam finde ich die Nahrung, die es im Spiel gibt. Wenn die Unterwassertiere noch klein sind, also sich noch nicht weiterentwickelt haben, trinken sie ihre Babynahrung aus der Flasche. Wenn sie dann älter sind, isst jeder gerne Cookies, die man in unterschiedlichen Minispielen für jeden immer wieder ergattern muss. Jedes Tier kann immer nur einen einzigen Cookie gleichzeitig haben, sodass ich regelmäßig diese Spiele spielen muss, statt einfach ein paar Kekse zu sammeln.

Und dann gibt es noch die Technik. An sich spielt sich Fantasy Friends: Unter dem Meer fehlerfrei. Hin und wieder hängen die kleinen Menüs, aber das ist an sich nicht so schlimm. Ich fand es ein bisschen schwieriger, dass sich der Titel bei mir dreimal aufgehangen hat, sodass ich ihn nur schließen und neu starten konnte. Glücklicherweise hatte das Spiel kurz zuvor gespeichert, sodass meine Errungenschaften nicht weg waren, aber frustrierend war es trotzdem. Ich kann mir vorstellen, dass das der deutlich jüngeren Zielgruppe nicht sonderlich gut schmeckt, wenn das Spiel plötzlich hängen bleibt, aber weiterhin Musik gespielt wird. Mich persönlich hätte es damals deutlich mehr geärgert. Schade. !B

Fazit: Ein bisschen nett

Ich hätte, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass mir Fantasy Friends: Unter dem Meer Spaß macht und dass mich die niedlichen Tierchen wirklich faszinieren können, auch wenn ich nicht der Zielgruppe angehöre. Es ist ein kleines Spiel, in dem du dich um bis zu zwölf magische Fantasiewesen kümmerst, sie streichelst und fütterst und nebenbei mit ihnen spielst. Ein bisschen mehr Inhalte hätte ich mir gewünscht und einen Sinn für die unterschiedlichen Bürsten, und vielleicht nicht Trophäen, die im Grunde fast alle automatisch aufploppen, sondern für die ich auch was tun kann. Dennoch: Es ist ein nettes Spiel für zwischendurch, das irgendwie auch ein bisschen wholesome ist.

ProContra
+ zwölf niedliche, magische Wesen– Viele Bürsten ohne Sinn
+ Unterschiedliche Minispiele– Spiel hängt sich immer mal wieder auf
+ Niedlicher, simpler Stil– Menüs manchmal unhandlich
+ Einfach verständliches Gameplay– Alle Wesen reagieren immer gleich

Technik: 71

  • Grafik: 82
  • Sound: 80
  • Umfang: 70
  • Gameplay: 73
  • KI: 52

Spielspaß: 82

  • Story: Du betreust bis zu zwölf magische Tierwesen unter Wasser, fütterst sie und spielst mit ihnen.
  • Wiederspielwert: Für mich nicht, aber jüngere Spieler/-innen kommen sicherlich immer mal wieder zurück, um nach ihren Wesen zu schauen.
  • Frustfaktor: Manchmal, wenn die Technik spinnt und sich das Spiel aufhängt, vorhanden.
  • Design/Stil: Fantasy Friends: Unter dem Meer hat einen niedlichen und simplen 3D Stil.
  • Musik/Sound: Ganz nett.
  • Preis-/Leistung: Ich kann mich nicht ganz entscheiden, ob ich 24,99 € gerechtfertigt finde, denke aber, dass 19,99 € sinnvoller wären.

Offenlegung

Wir haben einen Key zu Fantasy Friends: Unter dem Meer kostenlos für die PS4 erhalten.

Das Spiel selbst gibt es bei Steam, auf der Nintendo Switch und der PlayStation 4 (auch auf PS5 spielbar).

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Beatrice Eichhorn
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